Gemini API: Google bringt Hintergrundausführung für KI-Agenten
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 12:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Google bringt neue Funktionen für KI-Agenten – mit Fokus auf Zuverlässigkeit und Langzeitaufgaben.
Die Gemini API erhält ein umfangreiches Update: Google DeepMind hat die Managed Agents mit mehreren neuen Features ausgestattet, die speziell auf die Anforderungen von Unternehmen zugeschnitten sind. Die Ankündigung Anfang der Woche umfasst drei zentrale Neuerungen: Hintergrundausführung, Integration externer Datenquellen und verbesserte Zustandsspeicherung.
Hintergrundausführung für komplexe Prozesse
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Unterstützung für asynchrone Hintergrundausführung. Bisher mussten Entwickler eine offene HTTP-Verbindung aufrechterhalten, um langlaufende Aufgaben zu überwachen. Das ist nun Geschichte.
Das System vergibt bei Hintergrundjobs eine eindeutige Interaktions-ID. Entwickler können damit den Status abfragen oder später wieder in die Sitzung einsteigen – selbst wenn der Client zwischenzeitlich getrennt war. Ein entscheidender Vorteil für Unternehmen, deren KI-Agenten Prozesse bearbeiten, die über die üblichen Timeout-Grenzen hinausgehen.
Remote-Zugriff auf interne Systeme
Mit der Integration des Model Context Protocol (MCP) können Managed Agents nun direkt auf private Tools, interne Datenbanken und externe APIs zugreifen. Die Erweiterung erlaubt den sicheren Zugriff auf geschützte Unternehmensdaten.
Hinzu kommt die Möglichkeit, benutzerdefinierte Funktionen parallel zu den bestehenden Sandbox-Tools zu nutzen. Während die integrierten Werkzeuge weiterhin auf dem Server laufen, können die eigenen Funktionen spezifische Aufgaben an lokale Logik übergeben. Ein hybrider Ansatz, der Entwicklern mehr Flexibilität bei der Anbindung lokaler Software und spezialisierter Drittanbieterdienste bietet.
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Sicherheit und Zustandsspeicherung
Ein neuer Mechanismus zur Aktualisierung von Zugangsdaten bewahrt den Zustand der Sandbox. Das Dateisystem, installierte Pakete und Repositories bleiben erhalten, während Netzwerkregeln oder Zugangsdaten aktualisiert werden.
Die Neuerungen sind Teil umfassenderer Sicherheitsmaßnahmen für das Gemini-Ökosystem. Seit Anfang Juli setzt Google Firebase App Check für AI Logic ein, um sicherzustellen, dass Anfragen von authentischen Geräten und Anwendungen stammen. Dazu gehört ein Replay-Schutz durch zeitlich begrenzte Token. Bereits seit Mitte Juni verlangt die Gemini API zudem eingeschränkte API-Schlüssel, um unbefugte Nutzung zu verhindern.
Verfügbarkeit und Modellunterstützung
Die neuen Managed-Agent-Funktionen sind über die Gemini Interactions API verfügbar und unterstützen Python, JavaScript und cURL. Google weist darauf hin, dass es sich um eine Vorschauversion handelt – Versionierung und Subagent-Verschachtelung werden derzeit noch nicht unterstützt.
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Entwickler können die neuen Agent-Funktionen mit Modellen wie Gemini 3.1 Flash-Lite kombinieren. Dieses seit Mai verfügbare Modell setzt auf Kosteneffizienz und bietet ein Kontextfenster von einer Million Tokens sowie spezielle Funktionen wie strukturierte Ausgaben und Audioeingabe. Der Wissensstand des Modells endet im Januar 2025.
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