Gemini-App: Google ergänzt Live-Karte für ortsbezogene KI-Fragen
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google stattet seine Gemini-App mit einem spezialisierten Karten-Werkzeug aus. Mit dieser neuen Funktion können Nutzer einen bestimmten Bereich auf einer interaktiven Live-Karte markieren und der Künstlichen Intelligenz gezielte Fragen zu diesem Gebiet stellen. Die Neuerung ist auf mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen Android und iOS beschränkt; eine Umsetzung für die Web-Version der Anwendung gibt es nicht.
Ortsbezogene Abfragen über interaktiven Kartenausschnitt
Das Werkzeug reiht sich am Ende der horizontalen Leiste innerhalb der Gemini-App ein, in der bereits Funktionen wie Fotos, Kamera, Avatar, Dateien, Google Drive und Notebooks zur Auswahl stehen. Beim ersten Öffnen verlangt das System eine Freigabe des Standorts, wobei Anwender zwischen einer ungefähren und einer genauen Positionsbestimmung wählen können.
Anschließend präsentiert die Funktion eine Live-Karte mit dem aktuellen Standort sowie einem kreisförmigen Fokusbereich. Dieser Ausschnitt lässt sich manuell verschieben und vergrößern oder verkleinern. Für die gezielte Suche nach bestimmten Orten ist eine Lupe integriert, während das Werkzeug über eine Schließen-Schaltfläche wieder beendet werden kann.
Über eine Schaltfläche zur Erkundung des gewählten Bereichs wird der Eintrag für das Kartengebiet direkt in die Eingabezeile übernommen. Nutzer können daraufhin konkrete ortsbezogene Prompts verfassen. Für die generierten Empfehlungen führt das System Daten aus Google Maps mit allgemeinen Informationen aus dem Web zusammen.
Breiter Rollout ohne offizielle Ankündigung
Erste Hinweise auf die Neuerung waren laut Medienberichten bereits im Februar in einer Vorabversion aufgetaucht. Nun ist die Funktion in der regulären Version der App angekommen. Branchenberichten zufolge wird das Werkzeug bereits weltweit breit für die Mehrheit der Nutzer auf Android und iOS verteilt. Eine offizielle Ankündigung oder ein begleitender Eintrag auf den Hilfeseiten des Unternehmens liegt bisher jedoch nicht vor.
Da die neuen Funktionen ausschließlich auf mobilen Betriebssystemen verfügbar sind, sollten Nutzer besonders auf die korrekte Konfiguration ihrer Geräte achten. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät in diesem kostenlosen Ratgeber, welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten. Kostenloses Experten-Wissen für iOS-Nutzer sichern
Die Neuerung baut auf bestehenden Bestrebungen auf, Kartendienste enger mit generativer KI zu verknüpfen. In ausgewählten Regionen testet Google bereits Dialogfunktionen zur Befragung von Maps; in Märkten wie Taiwan steht diese Option bislang noch nicht bereit.
Umbau der Befehlsstruktur und Sicherheitsfunktionen
Parallel dazu zeichnen sich in der Beta-Version 17.63 der Google-App weitere strukturelle Anpassungen ab. Das bisherige Schrägstrich-Kürzel für Befehle wird schrittweise durch das At-Zeichen ersetzt, um Funktionserweiterungen künftig in einem einheitlichen Menü zusammenzuführen. Diese Anpassung befindet sich in einer begrenzten Testphase, ein breiterer Rollout wird für die kommenden Wochen erwartet.
Zudem stehen begriffliche und funktionale Umstellungen bevor: Die sogenannten Connected Apps firmieren künftig unter der Bezeichnung Connectors, während bisherige Gems durch Skills abgelöst werden. Die Verteilung der neuen Skills soll ab dem 13. Oktober anlaufen.
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Im Bereich der Sicherheitsvorgaben ergänzt das Unternehmen Schutzmaßnahmen für Audioinhalte. Die Replikation von Stimmen erfordert künftig eine ausdrückliche Zustimmung und unterliegt in einigen Regionen Einschränkungen. Überdies werden KI-generierte Tonaufnahmen mit SynthID-Wasserzeichen sowie C2PA-Herkunftsnachweisen versehen.
