Gemini Enterprise: Google baut KI-Plattform mit Intel und Parallel aus
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 15:14 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Google Cloud und Google Search erweitern die KI-Plattform Gemini um strategische Partnerschaften und neue Funktionen für Unternehmen und Verbraucher.
Der US-Tech-Konzern treibt seine KI-Offensive gleich auf mehreren Fronten voran. Im Zentrum stehen drei Entwicklungen: eine tiefgreifende Integration mit dem Such-Startup Parallel Web Systems, der globale Rollout von Gemini Enterprise beim Chipriesen Intel sowie neue Verbraucherfunktionen in der Google-Suche.
Parallel-Integration: KI-Suche der nächsten Generation
Seit dem 16. Juli 2026 ist Parallel Web Systems als nativer Datenanbieter in die Gemini Enterprise Agent Platform eingebunden. Das von Ex-Twitter-CEO Parag Agrawal gegründete Unternehmen stellt eine speziell für KI-Modelle optimierte Such-API bereit.
Entwickler können die Parallel-Suche nun direkt über die Gemini-API ansteuern oder über Agent Studio konfigurieren. Die Abrechnung läuft bequem über den Google Cloud Marketplace. Parallel hatte erst im April 2026 in einer Finanzierungsrunde 230 Millionen Euro eingesammelt und wird mittlerweile mit rund zwei Milliarden Euro bewertet. Zu den Geldgebern zählen die renommierten Venture-Capital-Firmen Sequoia, Khosla Ventures, Kleiner Perkins und Index Ventures.
Intel setzt voll auf Gemini
Ebenfalls am 16. Juli gab Intel bekannt, Gemini Enterprise konzernweit einzuführen. Der Halbleiterriese will die KI-Plattform in zahlreichen Bereichen nutzen – von der Programmierunterstützung über die Automatisierung von Ingenieursprozessen bis hin zu maßgeschneiderten Agenten-Workflows.
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Doch die Partnerschaft geht weiter: Intel setzt für seine Forschung und Entwicklung künftig auch auf Googles Hochleistungs-Instanzen C4 und N4. Damit will der Chipkonzern komplexe Halbleiter-Simulationen beschleunigen. Die KI soll zudem in der Lieferkettensteuerung und den Unternehmensabläufen zum Einsatz kommen.
Neue Funktionen für Verbraucher und Handwerker
Auch für Endnutzer gibt es Neuerungen. Google führte am 16. Juli „Connected Apps" für den KI-Modus in der Suche ein. Das Feature, das ursprünglich Anfang 2025 startete, erlaubt US-Nutzern nun, Dienste wie Canva, Instacart und YouTube Music direkt mit der Suche zu verknüpfen.
Die Integration macht komplexe Aufgaben möglich, ohne die Suchergebnisse verlassen zu müssen: Zutaten direkt in den Instacart-Warenkorb legen, Design-Vorlagen in Canva auswählen oder Playlists generieren – alles aus einem Fenster.
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Einen Tag später, am 17. Juli, gab Google eine Partnerschaft mit der britischen Handelskette Screwfix bekannt. Ziel ist es, Handwerkern KI-Schulungen anzubieten. Der Hintergrund: Laut unternehmenseigenen Studien nutzen zwar 86 Prozent der Beschäftigten im Bausektor bereits KI, und 71 Prozent wollen dazulernen – aber 54 Prozent wissen nicht, wo sie verlässliche Anleitungen finden. Die Schulungen in den Screwfix-Filialen konzentrieren sich auf praktische Anwendungen: Skizzen in 3D-Modelle verwandeln oder Notizen von der Baustelle in formelle Projektvorschläge umwandeln.
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