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Gemini: Google lässt Nutzer KI-Wasserzeichen entfernen

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 15:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google führt Media Watermark ein, um sichtbare KI-Kennzeichen in Gemini zu deaktivieren. Unsichtbare SynthID-Markierungen und C2PA-Metadaten bleiben jedoch erhalten.

Google Gemini: Neue Funktion erlaubt Entfernung sichtbarer KI-Wasserzeichen
Eine Person sitzt an einem modernen Schreibtisch vor einem Laptop in einem hellen, professionell eingerichteten Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat eine neue Funktion namens Media Watermark eingeführt, die Nutzern der KI-Plattform Gemini weitreichendere Kontrolle über die Kennzeichnung generierter Inhalte einräumt.

Wie das Unternehmen Mitte August mitteilte, können Anwender künftig entscheiden, ob sichtbare Wasserzeichen in von der Künstlichen Intelligenz (KI) erzeugten Bildern, Videos und Musikstücken angezeigt oder entfernt werden sollen. Damit reagiert der Technologiekonzern auf eines der am häufigsten geäußerten Anliegen seiner Nutzerschaft.

Deaktivierung für Bilder, Videos und Musik

Die neue Einstellung ist ab sofort in den Diensten Gemini und Flow verfügbar. Laut offiziellen Angaben betrifft die Option zur Deaktivierung sichtbarer Kennzeichnungen spezifische KI-Modelle des Unternehmens: Nano Banana für die Bildgenerierung, Omni für Videoinhalte sowie Lyria für musikalische Erzeugnisse. Eine Ausweitung der Funktion auf die Google-Suche sei für einen späteren Zeitpunkt geplant, sofern keine gesetzlichen Hindernisse entgegenstehen.

Josh Woodward, Vizepräsident bei Google, kündigte die Neuerung an und betonte, dass die Änderung ausschließlich für neu generierte Inhalte gilt. Bereits in der Vergangenheit erstellte Medien behalten ihre ursprünglichen Kennzeichnungen. Trotz der Möglichkeit, die optisch wahrnehmbaren Wasserzeichen zu unterdrücken, verzichtet das Unternehmen nicht vollständig auf Herkunftsnachweise.

Unsichtbare Schutzmechanismen bleiben bestehen

Auch wenn die sichtbaren Markierungen entfernt werden, bleiben im Hintergrund weiterhin Schutzmaßnahmen aktiv. Google setzt hierbei auf das System SynthID, das unsichtbare Wasserzeichen direkt in die Mediendaten integriert.

Zudem bleiben die sogenannten Content Credentials nach dem C2PA-Standard in den Metadaten der Dateien erhalten. Diese Informationen sollen sicherstellen, dass die KI-Herkunft eines Mediums auch ohne äußere Kennzeichen technisch nachvollziehbar bleibt.

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In diesem Zusammenhang hat Google zudem die Software-Bibliothek Credentio veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine in C++ geschriebene Open-Source-Bibliothek, die zur Validierung von C2PA-Metadaten dient. Dies soll Entwicklern und Plattformen helfen, die Authentizität von digitalen Inhalten effizienter zu prüfen.

Regionale Einschränkungen und technische Grenzen

Die Verfügbarkeit der neuen Einstellung ist stark von regionalen Gesetzgebungen abhängig. In Ländern, in denen eine strikte gesetzliche Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte besteht, wird die Option zur Entfernung der Wasserzeichen nicht angeboten. In Märkten wie Indien, Südkorea und Vietnam ist der Zugriff zudem auf Abonnenten des Ultra-Dienstes beschränkt.

Trotz der technischen Vorkehrungen gibt es Hinweise auf die Grenzen der Identifikationssysteme. Die Erkennung durch SynthID basiert auf probabilistischen Verfahren.

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Branchenexperten und unabhängige Forscher wiesen darauf hin, dass die Zuverlässigkeit dieser unsichtbaren Wasserzeichen nach starken Transformationen oder Bearbeitungen der Dateien abnehmen kann. Es bestehe das Risiko, dass Markierungen entfernt werden könnten oder fälschlicherweise positive Ergebnisse geliefert würden.

Als zusätzliche Hilfestellung für Anwender bietet Google die Möglichkeit, die KI direkt nach dem Ursprung von Inhalten zu befragen. Nutzer können innerhalb der Gemini-Umgebung Informationen darüber einholen, ob ein vorliegendes Medium mithilfe der KI-Modelle des Unternehmens erstellt wurde.

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