Gemini Spark: Googles 24/ 7-Agent verwaltet 15 Aufgaben gleichzeitig
31.05.2026 - 06:23:50 | boerse-global.deStatt passiver Chatbots setzen Technologiekonzerne zunehmend auf eigenständig agierende KI-Assistenten, die komplexe Aufgaben im Hintergrund erledigen. Google, Microsoft und Tencent haben in den letzten Maitagen 2026 gleich mehrere Produkte auf den Markt gebracht, die diesen Trend deutlich machen.
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Google Gemini Spark: Der 24/7-Assistent für Profis
Am 29. Mai startete Google die Auslieferung von Gemini Spark für Abonnenten des KI-Ultra-Tarifs. Der Dienst kostet rund 95 Euro pro Monat und bietet einen rund um die Uhr verfügbaren KI-Agenten, der auf virtuellen Maschinen mit Gemini 3.5 läuft. Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Assistenten: Der Agent arbeitet in der Cloud weiter – selbst wenn das Gerät des Nutzers zugeklappt oder offline ist.
Das System kann bis zu 15 Aufgaben gleichzeitig in Google Workspace ausführen, darunter die Verwaltung von Gmail, Kalender, Drive und Tabellen. Erste Tests vom 30. Mai bestätigen: Der Agent recherchiert eigenständig, plant Termine und fasst Newsletter zusammen. Er kann sogar einen entfernten Browser steuern, um Aktionen im Internet durchzuführen. Google warnt jedoch vor möglichen Sicherheitsrisiken durch sogenannte Prompt-Injection-Angriffe. Bei sensiblen Aktionen muss der Nutzer daher explizit zustimmen.
Ebenfalls am 30. Mai brachte Google einen neuen KI-Dokumentenscanner für Android heraus. Die in Google Drive und die Dateien-App integrierte Funktion arbeitet direkt auf dem Gerät, erkennt Duplikate und scannt ganze Stapel. Voraussetzung: mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Microsoft bündelt seine Kräfte
Auch Microsoft treibt die Entwicklung voran. Der Konzern arbeitet an einer sogenannten Super-App, die seine zersplitterten Copilot-Angebote vereinen soll. Das Projekt unter der Leitung von Jacob Andreou fasst GitHub Copilot, Copilot Chat und eine neue Funktion namens Autopilot in einer einzigen Oberfläche zusammen. Die Veröffentlichung ist für Ende Sommer 2026 geplant.
Asana kauft sich schlau
Das Projektmanagement-Unternehmen Asana sicherte sich am 28. Mai die Dienste von StackAI – für rund 70 Millionen Euro. StackAI bietet eine Plattform, mit der Unternehmen ohne Programmierkenntnisse KI-Agenten bauen und verwalten können. Diese Agenten greifen auf Systeme wie Salesforce, Oracle oder DocuSign zu. Asana-Chefs sehen in der Übernahme den Schlüssel zur Entwicklung eines Betriebssystems für die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI.
Internationale Konkurrenz: Tencent und Startups mischen mit
Auch chinesische Anbieter drängen auf den Markt. Tencent Cloud startete am 29. Mai die globale Version seines produktivitätsagenten WorkBuddy. Das Tool integriert sich in Slack, GitHub, Jira und Notion und bietet über 100 spezialisierte Expertenrollen. WorkBuddy unterstützt zudem externe Sprachmodelle über eine Programmierschnittstelle.
Am selben Tag brachte Sesame, ein Startup der Oculus-Gründer, seine iOS-App in 39 Ländern auf den Markt. Mit einer Finanzierung von rund 230 Millionen Euro aus einer Series-B-Runde ausgestattet, bietet die App vier verschiedene sprachbasierte KI-Agenten: Maya, Miles, Simone und Charlie. Sie führen Live-Suchen durch, machen Notizen und fassen Inhalte zusammen. Für 2027 plant Sesame zudem den Verkauf von KI-Brillen.
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Luxus-Hardware trifft KI
Der Trend zu integrierten KI-Agenten macht auch vor High-End-Geräten nicht halt. Der Luxus-Handy-Hersteller Vertu präsentierte am 28. Mai das Alpha Fold – ein faltbares Smartphone ab 6.300 Euro. Das Gerät enthält den Hermes Agent, einen persönlichen Assistenten für Datenanalyse und Terminplanung.
Im Software-Bereich launchte Superace Software Technologies am 29. Mai Nomostar. Die Mobile-App erkennt und übersetzt Dokumente automatisch in zwölf Sprachen. Und OpenAI aktualisierte am 30. Mai seine ChatGPT-App: iOS- und Android-Nutzer können nun Codex-Programmieraufgaben auf Windows-Systemen starten – eine Funktion, die bisher nur Mac-Nutzern vorbehalten war.
Analysten sehen Milliardenmarkt
Branchenbeobachter verfolgen die Entwicklungen genau. Bereits Anfang Mai deuteten Analysten der Bank of America an, dass die Integration von KI-Agenten in mobile Betriebssysteme zu einem bedeutenden Umsatztreiber werden könnte – vorausgesetzt, Drittanbieter schaffen es, ihre Anwendungen über intelligente Schnittstellen anzubinden. Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Bereich der autonomen KI-Assistenten hat gerade erst begonnen.
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