Generation, Erwachsene

Generation Z: 76,8 Prozent der 20- bis 24-Jährigen erwerbstätig

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Junge Erwachsene erreichen mit 76,8 Prozent die höchste Erwerbsquote seit 25 Jahren. Auch Studierende arbeiten zunehmend neben dem Studium.

Generation Z: Rekord-Erwerbsquote junger Erwachsener im August 2026
Ein junger Erwachsener arbeitet konzentriert an einem Laptop in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie Daten der Bundesagentur für Arbeit zeichnen ein deutliches Bild der gegenwärtigen Arbeitsmarktsituation junger Erwachsener. Entgegen verbreiteter Annahmen über eine nachlassende Arbeitsmoral zeigt die Generation Z eine historisch hohe Präsenz im Berufsleben. Mit einer Erwerbsquote von 76,8 Prozent bei den 20- bis 24-Jährigen wurde im August 2026 ein Niveau erreicht, das die Beteiligung früherer Jahrzehnte deutlich übertrifft.

Langfristiger Aufwärtstrend bei jungen Erwachsenen

Die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen weist über das letzte Jahrzehnt eine kontinuierliche Steigerung auf. Nach Berechnungen des IAB kletterte die Quote zwischen den Jahren 2015 und 2025 um insgesamt 7,1 Prozentpunkte. Dieser Zuwachs führte zu dem aktuellen Höchststand von 76,8 Prozent, den auch die Bundesagentur für Arbeit im August 2026 bestätigte. Damit ist die Erwerbsquote in dieser Altersklasse so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. Mehr als drei Viertel der Angehörigen dieser Altersgruppe sind somit entweder bereits erwerbstätig oder befinden sich aktiv auf Stellensuche.

Ein detaillierter Blick auf die Daten verdeutlicht die Dynamik innerhalb der Generation Z, die die Jahrgänge 1995 bis 2010 umfasst. Während die Erwerbsquote der 25- bis 64-Jährigen im Zeitraum von 2015 bis 2025 lediglich um 3,1 Prozentpunkte anstieg, fiel das Wachstum bei den jüngeren Erwachsenen mehr als doppelt so hoch aus. Dieser Trend setzte sich auch in der jüngeren Vergangenheit fort: Seit dem Jahr 2023 verzeichnete das IAB bei den 20- bis 24-Jährigen ein weiteres Plus von 0,9 Prozentpunkten.

Anzeige

Wer sich mit der Integration junger Talente in den Arbeitsmarkt befasst, sollte den ersten Eindruck nicht dem Zufall überlassen. Diese kostenlose Checkliste hilft Ihnen, neue Mitarbeiter strukturiert einzuarbeiten und langfristig an Ihr Unternehmen zu binden. Neue Mitarbeiter schneller einarbeiten und langfristig binden – mit dieser kostenlosen Onboarding-Checkliste

Starker Anstieg der Erwerbstätigkeit unter Studierenden

Ein maßgeblicher Faktor für die hohe Gesamtquote ist die veränderte Arbeitsmarktbeteiligung innerhalb des Bildungssystems. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Studierenden im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. In dieser Teilgruppe stieg die Erwerbsquote im Zeitraum von 2015 bis 2023 um mehr als 19 Prozentpunkte an.

Laut den Erhebungen des IAB gehen inzwischen 56 Prozent der Studierenden in dieser Alterskategorie einer geregelten Arbeit nach. Diese Zahlen belegen, dass Ausbildung und Erwerbstätigkeit zunehmend parallel verlaufen und die Integration in den Arbeitsmarkt bereits während der akademischen Qualifizierungsphase ein hohes Ausmaß erreicht hat.

Anzeige

Ein strukturiertes Onboarding ist gerade bei jungen Berufseinsteigern der entscheidende Faktor, um eine frühzeitige Kündigung in der Probezeit zu vermeiden. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, welche drei Phasen für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung wirklich zählen. Onboarding-Checkliste und Experten-Ratgeber jetzt gratis herunterladen

Forschungsergebnisse revidieren Vorurteile zur Arbeitsmoral

Die statistischen Befunde stehen im Kontrast zu dem oft öffentlich diskutierten Klischee einer arbeitsunwilligen Generation. IAB-Forscher Enzo Weber wies im Kontext der Datenanalyse darauf hin, dass die Behauptung einer generellen Arbeitsunwilligkeit der Generation Z angesichts der vorliegenden Zahlen nicht zutreffe. Vielmehr belegten die Daten eine hohe faktische Präsenz und Suchaktivität am Markt.

Diese Einschätzung wird durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen gestützt. Die im Jahr 2026 veröffentlichte Studie „Jugend in Deutschland 2026“ attestiert der jungen Generation ebenfalls eine hohe Leistungsbereitschaft. Die Kombination aus steigenden Erwerbsquoten bei Vollzeit- und Teilzeitkräften sowie der signifikant höheren Arbeitsbeteiligung von Studierenden deutet darauf hin, dass strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt und eine hohe Eigeninitiative der jungen Erwachsenen den aktuellen Rekordstand begünstigt haben. Die Generation Z ist damit so umfassend in den Arbeitsmarkt integriert wie keine andere junge Generation in den vorangegangenen Jahrzehnten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69941950 |