Gesichtsmasken: 15 von 17 günstig – teure Produkte durchgefallen
28.05.2026 - 09:40:22 | boerse-global.deViele Verbraucher vertrauen auf den Preis als Qualitätssiegel – doch ein aktueller Test zeigt: Günstige Gesichtsmasken sind oft die bessere Wahl. Die Verbraucherschutzorganisation Öko-Test hat 17 verschiedene Gesichtsmasken unter die Lupe genommen, mit überraschenden Ergebnissen.
Teuer heißt nicht besser
15 der getesteten Produkte erhielten die Bestnote „sehr gut" – und das waren überwiegend günstige Marken. Die beiden teuersten Masken im Test fielen dagegen durch: Sie bekamen nur die Noten „befriedigend" und „mangelhaft". Ein Paradebeispiel dafür, dass der Preis allein kein Indikator für hochwertige Inhaltsstoffe ist.
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Die Gründe für die Abwertung der Premiumprodukte sind klar benannt. Die Tester fanden gleich mehrere problematische Substanzen: Das Konservierungsmittel Chlorphenesin, das allergische Reaktionen auslösen kann, sowie Polyethylenglykole (PEGs). Besonders brisant: Künstliche Moschusduftstoffe wie Galaxolid und Tonalid – sie stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein oder die Leber zu schädigen.
Neue Regeln für mehr Transparenz
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) prüft diese Duftstoffe derzeit neu. Und ab August 2026 müssen Hersteller allergene Duftstoffe auf Verpackungen deutlich kennzeichnen. Ein wichtiger Schritt für Verbraucher, die bewusst einkaufen wollen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch ganz auf industrielle Produkte verzichten. Verbraucherschützer empfehlen selbstgemachte Masken aus natürlichen Zutaten: Honig, Avocado, Haferflocken oder Quark pflegen die Haut ohne synthetische Zusätze.
Estée Lauder: Fusion geplatzt, Umbau läuft
Während die Verbraucherseite auf mehr Sicherheit drängt, verändert sich die Industrie rasant. Am 26. Mai 2026 platzten die Fusionsverhandlungen zwischen dem US-Kosmetikkonzern Estée Lauder und dem spanischen Parfümriesen Puig. Grund waren Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gründerfamilien. Die Börse reagierte positiv: Der Aktienkurs stieg um zehn Prozent. Analysten werteten den Schritt als strategisch klug.
Estée Lauder setzt nun voll auf den eigenen Sparkurs. Das Programm „Beauty Reimagined" sieht den Abbau von bis zu 10.000 Stellen vor. Ziel: jährliche Einsparungen von rund 1,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig kaufte der Konzern die indische Marke Forest Essentials – ein klares Signal, dass man weiter auf spezialisierte Nischenmarken setzt.
Auch beim Essen lauern Risiken
Die Probleme mit unerwünschten Stoffen beschränken sich nicht auf Kosmetik. Im Mai 2026 testete Öko-Test 21 Roggen-Vollkornknäckebrote. Fünf Produkte schnitten „sehr gut" ab, darunter die Biomarken Campo Verde und Naturata. Mehr als die Hälfte der Proben fiel jedoch wegen erhöhter Acrylamid-Werte durch.
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Noch alarmierender: Eine länderübergreifende Untersuchung von Foodwatch analysierte 64 Produkte aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Österreich. Das Ergebnis: 67 Prozent der getesteten Artikel enthielten Pestizide, die in der EU nicht zugelassen sind. Besonders betroffen waren Discounter-Eigenmarken und etablierte Teesorten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt zwar Entwarnung – die Werte stellten keine akute Gesundheitsgefahr dar. Dennoch fordern Verbraucherschützer eine Null-Toleranz-Politik für nicht zugelassene Substanzen.
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