Gesunde Systemgastronomie: Salatketten wachsen langsamer als Fast Food
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 08:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Frische Salate und Bowl-Konzepte haben in den vergangenen Jahren als Alternative zu traditionellen Schnellrestaurants an Bedeutung gewonnen. Eine Auswertung von Transaktionsdaten gibt detaillierte Einblicke in die tatsächliche Dynamik dieser Segmente.
Laut einem Bericht des Portals jkn.co.kr vom 5. Oktober 2026 untersuchte die NH Nonghyup Bank rund 2,06 Millionen Kartenzahlungen und Daten von 630.000 Nutzern, um die Expansion und das Konsumentenverhalten im Bereich gesundheitsorientierter Systemgastronomie zu erfassen.
Die Auswertung der Bank zeigt, dass die Filialzahl von fünf führenden Salatmarken – Salad'y, Slow Cali, Poke All Day, To Go Salad und Preppers Diet Food – im Jahr 2024 um 13 Prozent gegenüber 2023 zulegte.
Im selben Zeitraum verzeichneten sechs führende Fast-Food-Marken (KFC, No Brand Burger, Lotteria, Mom's Touch, Burger King und Frank Burger) ein Wachstum von 15 Prozent. Das etablierte Fast-Food-Segment wuchs damit um zwei Prozentpunkte stärker als die spezialisierten Salatketten.
Demografische Verteilung der Kundengruppen
Bei der Nutzerstruktur der Salatgastronomie zeigen die Erhebungen der NH Nonghyup Bank deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Der Kundenkreis setzt sich demnach zu 70 Prozent aus Frauen und zu 30 Prozent aus Männern zusammen.
Innerhalb der weiblichen Kundschaft bilden jüngere Verbraucherinnen den größten Anteil:
- 20-Jährige machen 42,3 Prozent aus,
- 30-Jährige stellen 18,7 Prozent,
- 50-Jährige erreichen einen Anteil von 15,2 Prozent,
- 40-Jährige kommen auf 13 Prozent.
Die Zahlen zeigen, wer die Salattheke füllt: 70 Prozent Frauen, 42,3 Prozent davon in den Zwanzigern. Wer sein Konzept auf diese Gruppe zuschneidet, trifft die Kundschaft, die tatsächlich kommt. Unser kostenloser Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Zielgruppe, Sortiment und Standort aufeinander abstimmen. Kostenlosen Leitfaden zur Salatgastronomie anfordern
Bei den männlichen Konsumenten verteilt sich die Nachfrage gleichmäßiger über verschiedene Altersgruppen:
- 30-Jährige stellen mit 26,6 Prozent die stärkste Gruppe,
- 20-Jährige folgen mit 24 Prozent,
- 50-Jährige machen 20 Prozent aus,
- 40-Jährige liegen bei 14,9 Prozent,
- Personen über 60 Jahre erreichen einen Anteil von 12,5 Prozent.
Frequenz und monatliche Konsumausgaben
Neben der Demografie beleuchtet die Auswertung der NH Nonghyup Bank auch das Zahlungsverhalten. Der Großteil der Kundschaft nutzt die Angebote demnach eher unregelmäßig: 79 Prozent der erfassten Kunden zahlten einmal im Monat bei den analysierten Salatketten. 12 Prozent rechneten zweimal monatlich ab, während 9 Prozent der Konsumenten dreimal oder öfter im Monat entsprechende Umsätze tätigten. Zusammengenommen kamen 21 Prozent der Nutzer auf mindestens zwei Besuche pro Monat.
Mit steigender Besuchsfrequenz stiegen auch die monatlichen Gesamtausgaben moderat an. Bei Kunden mit einem monatlichen Besuch lag der durchschnittliche Monatsbetrag bei 15.000 Won. Kunden mit zwei Zahlungen im Monat gaben im Schnitt 16.000 Won aus, während bei drei oder mehr Besuchen ein durchschnittlicher Monatsbetrag von 19.000 Won registriert wurde.
Methodische Grenzen und Branchenkontext
Hinsichtlich der Aussagekraft betont die NH Nonghyup Bank methodische Einschränkungen. Der Vergleich stützt sich ausschließlich auf ausgewählte Hauptmarken der jeweiligen Sektoren und spiegelt nicht die vollständige Gastronomiebranche wider. Zudem basieren die Ergebnisse ausschließlich auf Transaktionen von Inhabern einer Karte der NH Nonghyup Bank, weshalb die Erhebung nicht repräsentativ für den gesamten Markt ist.
79 Prozent der Salatkunden zahlen nur einmal im Monat — bei zwei Besuchen steigen die Monatsausgaben nur um rund 1.000 Won, bei drei oder mehr auf 19.000 Won. Genau hier liegt Ihr Wachstumshebel. Der Leitfaden zeigt fünf Schritte, mit denen Sie aus Einmalkunden Stammgäste machen. 5-Schritte-Frequenzplan jetzt sichern
Die Expansion von Franchise-Konzepten im Gastronomiegewerbe bildete in den vergangenen Monaten auch auf Fachveranstaltungen einen Schwerpunkt. So fand vom 25. bis 27. August 2026 die 84. Franchise-Gründungsmesse in der Halle D des Messezentrums COEX im Bezirk Gangnam-gu in Seoul statt, auf der neue Markenauftritte und Systemkonzepte präsentiert wurden.
