Gewichtsverlust, Schnelle

Gewichtsverlust: Schnelle Abnahme hÀlt lÀnger ohne Jo-Jo-Effekt

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 00:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Norwegische Forscher widerlegen die Annahme, dass rasches Abnehmen den Jo-Jo-Effekt verstÀrkt. Nach einem Jahr lag der Gewichtsverlust der Schnellabnehmer höher.

Neue Studie: Schnelle DiÀt ohne Jo-Jo-Effekt möglich
Eine Stoffwechselanalysemaschine mit leuchtenden Bildschirmen und Sensoren, umgeben von abstrakten DatenflĂŒssen, die medizinische Fortschritte beim Abnehmen symbolisieren. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Eine norwegische Studie stellt die verbreitete Annahme infrage, dass der Jo-Jo-Effekt vor allem bei schnellem Abnehmen droht.

Studie: Schnelle Abnahme hÀlt lÀnger

Forscher des Vestfold Hospital Trust prĂ€sentierten im Mai 2026 auf dem EuropĂ€ischen Kongress fĂŒr Adipositas in Istanbul ĂŒberraschende Daten. 284 Erwachsene mit Adipositas nahmen an der Untersuchung teil. Eine Gruppe reduzierte ihre Kalorienzufuhr auf unter 1.000 Kilokalorien pro Tag und verlor innerhalb von vier Monaten rund 13 Prozent ihres Ausgangsgewichts.

Die Vergleichsgruppe mit moderater Reduktion auf etwa 1.400 Kilokalorien erreichte im selben Zeitraum nur 8 Prozent. Nach einem Jahr stabilisierte sich der Verlust in der schnellen Gruppe bei 14,4 Prozent, wÀhrend die langsame Gruppe bei 10,5 Prozent lag. Studienleiterin Dr. Line Kristin Johnson betont: Ein verstÀrkter Jo-Jo-Effekt sei bei der schnelleren Abnahme nicht beobachtet worden.

Neue Medikamente: Pille statt Spritze

Novo Nordisk treibt die orale Therapie voran. Jeder dritte Nutzer einer neuen Abnehmpille erzielte einen Gewichtsverlust von mindestens 20 Prozent. Im Juli 2026 erhielt eine orale Formulierung von Semaglutid EU-weit Zulassung. Nach 64 Wochen soll sie zu einer Gewichtsreduktion zwischen 14 und 17 Prozent fĂŒhren.

Die Wirkstoffklasse zeigt aber weit mehr als nur Effekte auf die Waage. Daten aus JAMA Network Open belegen: SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko bei Typ-2-Diabetes um 43 Prozent, GLP-1-PrÀparate um 33 Prozent.

Technik: Sensoren messen jetzt auch Ketonkörper

FĂŒr den Herbst 2026 kĂŒndigt Abbott das System Libre Duo an. Der Sensor misst neben dem Glukosespiegel auch Ketonkörper. Bestehende CGM-Systeme mit 15 Tagen Tragedauer senkten den HbA1c-Wert in Studien bereits um bis zu 1,0 Prozentpunkte.

Joghurt gegen biologisches Altern?

Die UniversitĂ€t Tokio untersuchte ĂŒber zwölf Wochen den Einfluss von Naturjoghurt in Kombination mit Bewegung bei ĂŒbergewichtigen MĂ€nnern. Die biologische Alterungsrate sank laut dem DunedinPACE-Marker um 2,2 Prozent. Die Forscher weisen jedoch auf die geringe StichprobengrĂ¶ĂŸe von 48 Teilnehmern hin.

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Die ketogene DiÀt zeigt positive Effekte bei behandlungsresistenter Depression, bipolaren Störungen und Schizophrenie. Eine kleine Studie aus Juni 2026 deutet sogar auf Verbesserungen bei Anorexia nervosa hin. Experten betonen: Strikte Àrztliche Begleitung ist zwingend nötig.

Vorsicht vor Trends und NahrungsergÀnzung

Foodwatch zeichnete das Produkt LaVita 2026 negativ aus. ErnÀhrungswissenschaftler merken an: Solche Konzentrate ersetzen keine ausgewogene ErnÀhrung. Bei echtem Mangel seien gezielte Supplementierungen kosteneffizienter.

Auch der virale Trend „Ozempic-Salat“ aus sozialen Netzwerken stĂ¶ĂŸt bei Fachleuten auf Kritik. Er liefere zwar Ballaststoffe, aber zu wenig Proteine – und ersetze keine pharmakologische Wirkung.

Schweiz: Hohe Kosten, schlechte Versorgung

Das Novo Nordisk Adipositas-Barometer aus April und Mai 2026 zeigt alarmierende Zahlen. 79 Prozent der Bevölkerung erkennen Adipositas als Krankheit an, doch 64 Prozent der Betroffenen berichten von Diskriminierung durch Gesundheitsfachpersonen. Die VersorgungsqualitÀt bewerten sie mit lediglich 4,9 von 10 Punkten.

In der Schweiz sind rund 43 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Die jĂ€hrlichen Kosten belaufen sich auf 6,8 Milliarden CHF. Gleichzeitig suchen 72 Prozent der Betroffenen aus Scham keine professionelle Hilfe.

Deutschland plant als Reaktion ein verpflichtendes Typ-2-Diabetes-Screening ab 2028.

Prominente als Vorbilder mit Nebenwirkungen

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Die ehemalige GrĂŒnen-Vorsitzende Ricarda Lang thematisierte im Juli 2026 in einem Podcast ihre Sorge: Nach einer Abnahme von 40 Kilogramm fĂŒrchtete sie, Menschen zu enttĂ€uschen, die sich zuvor von ihr reprĂ€sentiert fĂŒhlten. Die Reaktionen auf ihre VerĂ€nderung seien jedoch ĂŒberwiegend positiv ausgefallen.

Kliniken wie das Adimed in Winterthur oder spezialisierte Angebote im Falkensteiner Spa Resort Marienbad reagieren auf den Bedarf mit integrierten Programmen. Sie kombinieren Ă€rztliche Konsultationen und Stoffwechselmessungen mit konservativen oder chirurgischen Therapien. Die Wartezeiten fĂŒr Ersttermine betragen allerdings bis zu 14 Wochen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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