Glukose-Trick, Gewichtsabnahme

Glukose-Trick: Gewichtsabnahme durch die Methode ist nicht belegt

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 10:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Methode ist nicht als Abnehmhilfe belegt; Fachleute warnen vor pauschalen Empfehlungen und Messwerten ohne medizinische Einordnung.

Glukose-Trick von Jessie Inchauspé: Kritik an Wirkung und Tracking
Frisches Gemüse auf einem Holztisch bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der sogenannte Glukose-Trick der Autorin Jessie Inchauspé steht fachlich zunehmend in der Kritik. Wie aus einer Aktualisierung eines Berichts der Augsburger Allgemeinen hervorgeht, ist die behauptete Wirkung der Methode auf eine Gewichtsabnahme wissenschaftlich nicht belegt.

Das Konzept sieht vor, Lebensmittel bei Mahlzeiten in einer strikten Reihenfolge zu sich zu nehmen: Zuerst soll ballaststoffreiches Gemüse gegessen werden, danach folgen Fett, Kohlenhydrate und Fleisch, während Zucker und Stärke erst ganz zum Schluss verzehrt werden dürfen.

Kritik an Fixierung auf einzelne Messwerte

Fachleute sehen den Trend zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung bei gesunden Menschen mit Skepsis. Der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop kritisiert in diesem Kontext die einseitige Konzentration auf einen isolierten Blutwert.

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Ein dauerhaftes Glukose-Selbsttracking könne für Anwender zu einer psychischen Belastung werden. Knop gibt zudem zu bedenken, dass Menschen physiologisch höchst unterschiedlich auf verschiedene Lebensmittel reagieren. Pauschale Verzehrempfehlungen griffen daher zu kurz.

Diese individuelle Variabilität belegen auch wissenschaftliche Arbeiten. Der Bericht verweist hierzu auf eine israelische Studie aus dem Jahr 2016, die bereits früh zeigte, dass identische Nahrungsmittel bei verschiedenen Testpersonen keineswegs zu denselben Blutzuckerverläufen führen.

Messdaten ohne medizinischen Kontext

Im Zuge des Trends greifen immer mehr gesunde Personen zu kontinuierlichen Glukosemessgeräten, um Stoffwechselreaktionen in Echtzeit zu verfolgen. Fachleute betonen jedoch regelmäßig, dass kurzfristige Blutzuckerschwankungen nach einer Mahlzeit bei gesunden Menschen eine normale physiologische Reaktion des Körpers darstellen.

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Technische Messdaten allein liefern ohne professionelle medizinische Einordnung keinen Nachweis über eine tatsächliche Verbesserung des Stoffwechsels oder eine nachhaltige Gewichtsreduktion.

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