Glute Bridge: Unter 20 Sekunden zeigt Muskelschwäche im Alter
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 10:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Glute Bridge – also das Beckenheben in Rückenlage – ist mehr als nur eine Übung. Mediziner nutzen sie zunehmend als Gradmesser für die körperliche Fitness im Alter.
Bewertet wird vor allem die Haltezeit. Wer unter 20 Sekunden durchhält, sollte dringend an der Muskulatur arbeiten. 20 bis 40 Sekunden gelten als solide Basis, 40 bis 60 Sekunden als gute Stabilität. Alles darüber spricht für eine sehr gute Rumpf- und Hüftkraft.
Training für Einsteiger: Vier Wochen bis zur Stabilität
Die gute Nachricht: Auch im Alter lässt sich die Kraft aufbauen. Für Menschen über 60 Jahre gibt es ein spezifisches Programm aus dem Juli 2026. In der ersten Woche reichen drei Sätze mit je 10 bis 15 Sekunden Haltezeit. Bis zur vierten Woche steigerst du die Dauer auf 40 bis 60 Sekunden pro Satz.
Bei Schmerzen oder Unsicherheiten raten Experten aber zum Arztbesuch. Neben der Glute Bridge empfehlen Fachleute eine Kombination aus Alltagsübungen: Aufstehen vom Stuhl, Treppensteigen und Krabbelbewegungen beugen dem natürlichen Muskelabbau vor.
Knochenbrüche vermeiden: Die unterschätzte Gefahr der Gebrechlichkeit
Die Relevanz solcher Maßnahmen zeigt eine aktuelle Studie im Fachblatt Arthritis Care & Research. Bei 2.912 US-Veteranen fanden die Forscher heraus: Moderate Gebrechlichkeit verdreifacht das Risiko für Knochenbrüche, schwere Gebrechlichkeit verfünffacht es sogar.
Neben fehlendem Training gilt Rauchen als wesentlicher, beeinflussbarer Risikofaktor. Wer also seine Knochen schützen will, sollte beides angehen.
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WHO: 45 Prozent der Demenzfälle vermeidbar
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte im Juli 2026 neue Leitlinien. Demnach wären bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle durch Prävention vermeidbar. Neben Rauchstopp und Behandlung von Bluthochdruck empfiehlt die WHO explizit ein wöchentliches Krafttraining von 40 bis 60 Minuten.
Aktuelle Daten zeigen jedoch: Nur 23 Prozent der Erwachsenen erreichen dieses Pensum. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen – bereits moderate Bewegung hilft.
Mythos 10.000 Schritte: Schon 2.200 senken das Herzrisiko
Studien aus den Jahren 2024 und 2025 belegen: Die berühmten 10.000 Schritte täglich sind nicht nötig. Bereits über 2.200 Schritte senken das Herz-Kreislauf-Risiko. Bei 7.000 Schritten reduziert sich das Risiko für Demenz, Krebs, Typ-2-Diabetes und Depressionen deutlich.
Neben körperlicher Bewegung spielt die gezielte geistige Vorsorge eine zentrale Rolle, um das Demenzrisiko effektiv zu senken. Dieser Ratgeber liefert Ihnen 11 praktische Alltagsübungen und wertvolle Ernährungstipps, mit denen Sie Ihre Konzentration und mentale Fitness bis ins hohe Alter bewahren. Kostenlosen Ratgeber für geistige Fitness anfordern
Fitness für über 90-Jährige: Kostenloses Zirkeltraining startet
Die Branche reagiert auf den demografischen Wandel. Im Juli 2026 starteten erste Initiativen in regionalen Gesundheitszentren: Über 90-Jährige können dort ein kostenloses, Chip-gesteuertes Zirkeltraining absolvieren. Ziel ist es, Barrieren für die älteste Zielgruppe abzubauen.
BGH stärkt Verbraucherrechte bei Fitnessstudio-Kündigungen
Parallel dazu hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Juli 2026 die Rechte von Fitnessstudio-Mitgliedern gestärkt. Das Urteil (Az. I ZR 200/25) stellt klar: Studios dürfen den Kündigungsprozess auf Online-Plattformen nicht durch Einblendungen von Vertragspausen erschweren.
Die Entscheidung betrifft schätzungsweise 11,71 Millionen Fitnessstudio-Mitglieder in Deutschland. Sie unterstreicht die Notwendigkeit transparenter Vertragsstrukturen in einer wachsenden Gesundheitsbranche.
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