GMKtec, EVO-X3

GMKtec EVO-X3: Mini-PC mit 128 GB RAM und 126 TOPS KI-Power

18.06.2026 - 02:24:58 | boerse-global.de

Hersteller präsentieren leistungsstarke Kleinstcomputer mit KI-Fokus. Neue Prozessoren von Intel und AMD ermöglichen lokales Ausführen großer Sprachmodelle.

Mini-PC-Revolution: Neue KI-Chips von Intel und AMD vorgestellt
GMKtec - A sleek, futuristic mini PC with glowing blue internal lights, symbolizing advanced computing and artificial intelligence. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleich mehrere Hersteller haben Anfang der Woche eine neue Generation von Mini-PCs vorgestellt, die speziell für anspruchsvolle KI-Aufgaben und Hochleistungsrechnen ausgelegt sind. Die zwischen dem 16. und 17. Juni 2026 präsentierten Systeme setzen auf die neuesten Prozessorarchitekturen von Intel und AMD – darunter Intels Panther Lake und Wildcat Lake sowie AMDs Ryzen AI Max+ „Halo"-Chips.

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AMDs Ryzen AI Max+: Workstation-Power im Kleinformat

Ein echter Gamechanger im Mini-PC-Markt ist die Integration von AMDs Ryzen AI Max+-Prozessoren. Diese Chips bieten Kernzahlen und Speicherkapazitäten, die bisher vollwertigen Workstations vorbehalten waren. Am 17. Juni 2026 kündigte GMKtec den EVO-X3 an – einen vertikalen „Blade"-Mini-PC mit dem Ryzen AI Max+ 395. Der Prozessor vereint 16 Zen-5-Kerne mit einer Radeon 8060S GPU.

Der EVO-X3 unterstützt bis zu 128 GB LPDDR5X-8000 Arbeitsspeicher. Eine zukünftige Variante mit dem Ryzen AI Max+ 495 soll sogar bis zu 192 GB Unified Memory bieten. Zur Ausstattung gehören ein nativer OCuLink-Anschluss für externe Grafikkarten sowie zwei M.2-Steckplätze mit je bis zu 8 TB Speicherkapazität. Der Verkaufsstart in China ist für den 22. Juni 2026 geplant.

Auch für Entwickler gibt es Neues: Seit dem 16. Juni 2026 ist eine Ryzen AI Halo Developer Platform bei MicroCenter vorbestellbar. Das System kostet umgerechnet rund 3.700 Euro und liefert mit dem Ryzen AI Max+ 395 beeindruckende 126 TOPS an KI-Leistung. Dank der 128 GB Unified Memory kann es große Sprachmodelle (LLMs) lokal ausführen – ein entscheidender Vorteil für datenschutzsensible Anwendungen.

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Intel Panther Lake und Wildcat Lake: Zwei Architekturen für verschiedene Einsatzzwecke

Auch Intels neueste Mobile-Architekturen finden rasant Verbreitung. Gigabyte präsentierte am 17. Juni 2026 drei neue BRIX-Mini-PC-Modelle mit Intel Core Ultra (Serie 3) Panther Lake Prozessoren. Das Flaggschiff GB-BRU9-386H kommt mit einem 16-Kern-Ultra-9-Prozessor und unterstützt bis zu 128 GB RAM sowie WiFi 7.

Die „Wildcat Lake"-Architektur zielt derweil auf kompaktere und spezialisiertere Anwendungen:

  • ACEMAGIC stellte am 17. Juni den Kron Mini K5 vor – mit Intel Core 5 320, sechs Kernen und einem integrierten AI Boost NPU mit 16 TOPS.
  • MINIX enthüllte am 16. Juni den N304-AI mit Intel Core 3 304. Er bietet bis zu 24 TOPS kombinierte KI-Leistung und unterstützt drei Displays gleichzeitig.
  • AAEON kündigte den UP WCL an – einen Einplatinencomputer in der Größe eines Raspberry Pi. Er wird mit Prozessoren bis zum Core 7 350 erhältlich sein. Die Massenproduktion soll im dritten Quartal 2026 anlaufen.

Neue Anschlüsse und Verfügbarkeit

Ein neuer Trend bei den Mini-PCs 2026 sind innovative Anschlussstandards. GPD startete am 17. Juni 2026 eine Indiegogo-Kampagne für die GPD Box. Das Besondere: ein MCIO-8i-Anschluss mit 512 Gbit/s Bandbreite – deutlich schneller als herkömmliche OCuLink- oder USB4-Verbindungen für externe Grafikkarten. Die GPD Box kostet umgerechnet ab etwa 1.350 Euro für die Core-Ultra-7-356H-Konfiguration.

Auch die großen Hersteller bereiten sich auf den Markt vor. HP kündigte am 17. Juni 2026 den OmniDesk Mini Desktop an. Das System mit Intel Core Ultra Serie 3 Prozessoren und Thunderbolt Share Technologie soll im August 2026 in den Handel kommen. Branchenkreisen zufolge werden zudem OEM-Systeme mit dem AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 ab dem dritten Quartal 2026 breiter verfügbar sein.

Die neue Mini-PC-Generation zeigt: Leistungsfähige KI und rechenintensive Anwendungen sind nicht länger großen Towern vorbehalten. Die Zukunft der Computertechnik könnte deutlich kompakter ausfallen – und das bei stetig steigender Performance.

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