GMKtec Evo-X3: Mini-PC mit 50-TOPS-KI-Chip ab 22. Juni
Veröffentlicht: 20.06.2026 um 11:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Mehrere Hersteller bringen noch im Juni und Juli kompakte PCs auf den Markt, die speziell fĂŒr anspruchsvolle KI-Aufgaben ausgelegt sind. Die GerĂ€te setzen auf leistungsstarke Speicher und spezielle KI-Chips, um rechenintensive Modelle lokal auszufĂŒhren â und damit die AbhĂ€ngigkeit von Cloud-Diensten zu reduzieren.
GMKtec Evo-X3: KI-Workstation im Konsolenformat
Der chinesische Hersteller GMKtec steigt mit dem Evo-X3 in den High-End-KI-Markt ein. Das GerĂ€t ist kaum gröĂer als eine Spielekonsole, aber technisch eine Ansage. Die Early-Access-Phase startet am 22. Juni 2026 mit einem Rabatt fĂŒr FrĂŒhbucher, der weltweite Verkauf beginnt am 29. Juni.
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Im Herzen des Evo-X3 arbeitet der AMD Ryzen AI Max+ 395 â ein Prozessor mit 16 Zen-5-Kernen, 32 Threads und einer Taktfrequenz von bis zu 5,1 GHz. Die KI-Einheit (NPU) liefert 50 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS). Dazu kommt eine integrierte Radeon 8060S-Grafikeinheit. Besonders beeindruckend: Das System lĂ€sst sich mit bis zu 128 Gigabyte LPDDR5X-8000 Unified Memory konfigurieren â genug, um groĂe Sprachmodelle (LLMs) und komplexe DatensĂ€tze lokal zu verarbeiten.
FĂŒr noch anspruchsvollere Nutzer plant GMKtec eine âPRO 495"-Version mit bis zu 192 GB RAM. Ein OCuLink-Gen-4-Anschluss erlaubt zudem den Anschluss externer Grafikkarten â etwa fĂŒr KI-Inferenz oder 3D-Rendering.
Lenovo setzt auf chinesischen Chip fĂŒr den Massenmarkt
WĂ€hrend GMKtec auf die globale Nische zielt, bringt Lenovo ein gĂŒnstigeres Modell speziell fĂŒr den chinesischen Markt. Der Lenovo AI Host Mini erscheint am 1. Juli 2026 zu einem Preis von umgerechnet rund 400 Euro (2.999 CNY).
Anders als die westliche Konkurrenz setzt Lenovo auf den Cixin P1 SoC â einen 12-Kern-ARM-Chip aus chinesischer Entwicklung, der 45 TOPS KI-Leistung bietet. Das GehĂ€use misst nur etwa 10 x 10 Zentimeter. Vorinstalliert ist eine spezielle Version von Ubuntu Linux mit der Lenovo Tianxi Claw AI-Plattform. Sie erlaubt das einfache Verwalten und AusfĂŒhren lokaler KI-Modelle ĂŒber einen zentralen Katalog.
Warum lokale KI-Workstations boomen
Der Trend zu leistungsstarken Mini-PCs ist kein Zufall. Immer mehr âPower-User" verlagern ihre KI-Workloads von der Cloud auf lokale Hardware. Die Vorteile liegen auf der Hand: Datenschutz, geringere Latenz und langfristig niedrigere Kosten.
Bereits heute verarbeiten High-End-Mini-PCs mit Ryzen AI Max+ Hardware zwischen 50 und 80 Millionen Tokens pro Tag. Ein dokumentierter Fall zeigt, dass ein Nutzer durch den Betrieb quantisierter Modelle auf zwei Mini-PCs innerhalb von zwei Monaten rund 1.500 Euro im Vergleich zu Cloud-APIs sparte.
Weitere Hersteller ziehen nach
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Die Entwicklung bleibt nicht auf zwei Anbieter beschrÀnkt:
- ASRock Industrial bringt den AI BOX-A395, ebenfalls mit Ryzen AI Max+ 395 und 50 TOPS. Das kompakte System ist fĂŒr Edge-KI-Anwendungen konzipiert und verfĂŒgt ĂŒber zwei 10GbE-LAN-AnschlĂŒsse fĂŒr Hochgeschwindigkeits-Umgebungen.
- Gigabyte erweitert seine BRIX-Serie um die Modelle GB-BRU5 und GB-BRU7. Sie nutzen Intels Core Ultra âPanther Lake"-Prozessoren und unterstĂŒtzen bis zu 96 GB DDR5-RAM sowie PCIe-Gen5-Speicher. Preise und Termine stehen noch aus.
Die Botschaft ist klar: Der Mini-PC-Markt wandelt sich. War frĂŒher die BĂŒroarbeit das MaĂ der Dinge, bestimmen heute die Anforderungen generativer KI und lokaler Inferenz die Hardware-Entwicklung.
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