Google, Vergütung

Google AI contribution pilot: Vergütung für Website-Inhalte startet

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Googles begrenzter KI-Pilot vergütet ausgewählte Websites bei relevantem Beitrag zu Antworten und ergänzt die Search Console um neue Kontrollfunktionen.

Google testet Vergütung für Website-Inhalte in KI-Antworten
Minimalistisch eingerichteter, heller Arbeitsbereich mit natürlichem Licht und klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Google hat ein neues Pilotprogramm mit dem Namen „AI contribution pilot“ gestartet, das die Vergütung von Website-Inhalten durch Direktzahlungen untersucht. Wie aus aktuellen Branchenberichten hervorgeht, zielt die Initiative darauf ab, Webseitenbetreiber finanziell zu entschädigen, wenn deren Informationen signifikant zur Erstellung von Antworten in KI-Diensten wie Gemini, AI Overviews oder dem sogenannten AI Mode beitragen.

Das Programm befindet sich derzeit in einer begrenzten Beta-Phase, zu der Teilnehmer ausschließlich per Einladung zugelassen werden. Eine öffentliche Bewerbungsmöglichkeit besteht laut den Berichten nicht. Unter den Teilnehmenden befinden sich mindestens Dutzende Publisher, wobei der Fokus insbesondere auf kleinen und mittleren Anbietern liegt. Die Auswahl der Partner soll dabei weit über klassische Nachrichten-Publisher hinausgehen.

Integration in die Search Console und Vergütungsmodell

Für die technische Abwicklung nutzt Google die Search Console. Den teilnehmenden Partnern wird dort ein spezielles Earnings-Widget angezeigt, das die monatlichen Verdienste ausweist, die durch die Nutzung der Inhalte in generativen KI-Funktionen erzielt wurden. Details zur zugrunde liegenden Berechnungsformel legt Google gegenüber den Teilnehmern jedoch nicht offen.

Das Vorhaben wird als ein „Pay-per-Value-Lizenzmodell“ beschrieben. Zahlungen werden demnach nur geleistet, wenn die bereitgestellten Inhalte einen wesentlichen Beitrag zur KI-Antwort leisten. Rein bestätigende Informationen oder erst nachträglich zu einem Artikel hinzugefügte Links qualifizieren sich nach Unternehmensangaben ausdrücklich nicht für eine Vergütung im Rahmen dieses Pilotprojekts.

Historische Entwicklung und weitere KI-Funktionen

Die aktuelle Testphase folgt auf erste Ankündigungen im Juni 2026, in denen Google den „AI contribution pilot“ bereits in Aussicht gestellt hatte. Erste Erfahrungen mit ähnlichen Modellen sammelte das Unternehmen bereits im Dezember 2025, als ein KI-Pilotprojekt mit großen Medienhäusern wie dem Guardian, der Washington Post und der Times of India gestartet wurde. Zudem führte Google Ende 2025 ein kommerzielles Partnerschaftsprogramm für große News-Publisher durch.

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Flankierend zu den monetären Tests hat Google in den vergangenen Wochen auch die Kontrollmöglichkeiten für Webmaster erweitert. Am 31. August 2026 wurde die Search Console global um eine Opt-out-Funktion für generative KI-Features ergänzt. Damit können Betreiber entscheiden, ob ihre Inhalte für AI Overviews oder den AI Mode genutzt werden dürfen.

Standardmäßig ist die Inklusion aktiviert; ein Opt-out soll laut Google keinen Einfluss auf das allgemeine Suchmaschinen-Ranking haben. Für eine vollständige Entfernung aus dem Index bleibt jedoch weiterhin die Kennzeichnung als „noindex“ erforderlich.

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Zusätzlich zur Vergütung führt Google neue Analysewerkzeuge ein. Bereits im August 2026 wurde ein Performance-Bericht für generative KI in der Search Console implementiert. Dieser ermöglicht es Betreibern, Impressionen ihrer Inhalte innerhalb von KI-Anwendungen aufgeschlüsselt nach Seiten, Ländern und Endgeräten zu verfolgen.

Die Ausrollung dieser Berichte erfolgt schrittweise unter Berücksichtigung definierter Schwellenwerte. Ergänzt wird die Nutzererfahrung durch die Funktion „Preferred Sources“, mit der Anwender künftig eigene Präferenzen für Quellen in ihren KI-gestützten Suchergebnissen festlegen können.

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