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Google ATLAS: KI-Studie analysiert 15 Millionen Gemini-Interaktionen

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 23:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Googles ATLAS-Studie analysiert 15 Millionen KI-Interaktionen. Private Nutzung dominiert, KI agiert meist als Assistenz statt als Jobkiller.

Google ATLAS-Projekt: Neue KI-Daten aus 150 Ländern
Ein moderner Schreibtisch mit einem Laptop, auf dem abstrakte Datenvisualisierungen und globale Netzwerkknoten zu sehen sind. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Google hat mit „AI & Economy ATLAS“ ein neues Forschungsprojekt gestartet, das tiefgreifende Einblicke in die weltweite Nutzung künstlicher Intelligenz ermöglichen soll. Die Initiative basiert auf der Auswertung von 15 Millionen anonymisierten Interaktionen mit den hauseigenen Gemini-Diensten. Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen von KI auf die globale Wirtschaft, verschiedene Berufsfelder und den Alltag der Menschen präziser zu erfassen.

Umfangreiche Datenbasis über Sprachgrenzen hinweg

In der ersten Version des ATLAS-Projekts wurden Daten aus über 150 Ländern und in 140 Sprachen herangezogen. Die Analyse umfasst dabei rund 800 unterschiedliche Berufe und etwa 4000 spezifische Aufgabenbereiche. Damit reagiert das Unternehmen auf die massive Verbreitung seiner KI-Dienste, die monatlich von mehr als einer Milliarde Menschen weltweit in Anspruch genommen werden.

Ein zentrales Ergebnis der ersten Datenerhebung betrifft die sprachliche Verteilung der Nutzung. Entgegen der oft angenommenen Dominanz des Englischen im Technologiesektor zeigt die Auswertung, dass nur etwa ein Drittel der weltweiten KI-Gespräche auf Englisch geführt wird. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung lokalisierter Sprachmodelle für die globale Nutzerschaft.

Schwerpunkt liegt auf privater Anwendung und Alltagsorganisation

Die Analyse der Interaktionsmuster liefert zudem überraschende Erkenntnisse über die Kontexte, in denen künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Den Daten zufolge finden 86 % der KI-Gespräche außerhalb des beruflichen Umfelds statt. Die Nutzer greifen vor allem bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben auf die Technologie zurück. Zu den am häufigsten identifizierten Einsatzgebieten zählen die Einkaufsplanung, die Organisation des Haushalts sowie allgemeine Verwaltungsaufgaben.

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KI im Berufsleben: Assistenz statt vollständiger Automatisierung

Obwohl die private Nutzung überwiegt, zeigt das ATLAS-Projekt eine deutliche Präsenz von KI in der Arbeitswelt, insbesondere auf dem US-Markt. Die Technologie deckt demnach Berufe ab, die über 88 % der Gesamtbeschäftigung in den USA ausmachen. In rund 68 % der US-Berufe, in denen etwa 90 % aller Beschäftigten tätig sind, ist die KI bereits vorgedrungen.

Trotz dieser breiten Abdeckung ist die tatsächliche Durchdringung der täglichen Arbeitsabläufe noch begrenzt. Die Auswertung ergab, dass die KI derzeit lediglich an 21 % der anfallenden Aufgaben aktiv beteiligt ist. Eine vollständige Automatisierung von Tätigkeiten wird bei weniger als 10 % der untersuchten Prozesse beobachtet.

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Die Forscher des ATLAS-Projekts kommen zu dem Schluss, dass künstliche Intelligenz derzeit primär als intelligenter Co-Pilot fungiert. Sie diene eher der Unterstützung und Ergänzung menschlicher Arbeit, anstatt Arbeitskräfte vollständig zu ersetzen. Das Projekt soll künftig als kontinuierliche Quelle für Daten zur wirtschaftlichen Transformation durch KI dienen und regelmäßig aktualisierte Einblicke in die Entwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion liefern.

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