Google Deepfake-Schutz: Selfie-Video statt Passwort ab sofort
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 15:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Samsung hat mit der Verteilung des Sicherheitspatches für Juli 2026 für das Smartphone-Modell Galaxy A34 begonnen. Die Aktualisierung, die zunächst in Südkorea für das Modell SM-A346N bereitgestellt wird, behebt eine Vielzahl kritischer Schwachstellen. Unter der Firmware-Version A346NKSSFFZG1 adressiert das Update insgesamt 57 Sicherheitslücken, um die Integrität der Nutzerdaten und des Systems zu gewährleisten.
Umfangreiche Sicherheitskorrekturen für die Galaxy-Serie
Die im aktuellen Patch enthaltenen 57 Fixes setzen sich aus Beiträgen verschiedener Entwickler zusammen. Den Großteil machen 42 Fehlerbehebungen aus dem Hause Google aus, während Samsung 15 spezifische Korrekturen für die eigene Benutzeroberfläche und Hardware-Integration beisteuert. Berichten zufolge werden durch das Update insbesondere Sicherheitslücken geschlossen, die als hochriskant eingestuft wurden.
Das Galaxy A34 wird derzeit mit der Benutzeroberfläche One UI 8.5 auf Basis von Android 16 QPR2 betrieben. Für die Nutzer dieses Modells stellt die aktuelle Software-Pflege einen wichtigen Bestandteil des Produktlebenszyklus dar. In der weiteren Planung ist vorgesehen, dass das Gerät später One UI 9.0 auf Basis von Android 17 erhalten wird, was nach derzeitigem Stand das letzte große Betriebssystem-Update für dieses Modell markieren soll. Während der Rollout in Südkorea den Anfang macht, ist die Ausweitung auf weitere Regionen für die nahe Zukunft vorgesehen.
Google erweitert Authentifizierungsverfahren gegen Deepfakes
Parallel zu den Geräte-Updates von Samsung führt Google neue Sicherheitsfunktionen für die Kontoverwaltung innerhalb des Android-Ökosystems ein. Eine zentrale Neuerung ist die Selfie-Video-Anmeldung für die Kontowiederherstellung. Dieses Verfahren nutzt eine sogenannte Liveness-Erkennung, die gezielt darauf ausgerichtet ist, Identitätsbetrug durch Deepfakes zu verhindern. Nutzer können diese Funktion in der Google-App unter den Sicherheitseinstellungen einrichten.
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Google betont dabei den Datenschutz: Erstellte Videos zur Identitätsprüfung können von den Anwendern jederzeit wieder gelöscht werden. Die Funktion steht jedoch nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Konten, die über Google Workspace verwaltet werden, sowie Kinder-Accounts und Konten mit aktiviertem erweiterten Schutzprogramm (Advanced Protection) sind von der Nutzung der Selfie-Video-Anmeldung derzeit ausgeschlossen.
Biometrische Anmeldung ohne Passwort
Zusätzlich treibt Google die Abkehr von klassischen Passwörtern voran. In den kommenden Tagen soll ein Rollout beginnen, der es Nutzern von Pixel-Geräten und Smartphones ab Android 7 ermöglicht, sich bei ausgewählten Google-Diensten mittels Fingerabdruck oder Bildschirmsperre anzumelden. Diese Technologie basiert auf etablierten Industriestandards wie FIDO2, W3C WebAuthn und FIDO CTAP.
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Ein wesentlicher Sicherheitsaspekt dieses Verfahrens ist die lokale Verarbeitung: Biometrische Daten wie Fingerabdrücke verbleiben auf dem Endgerät und werden nicht an die Server von Google übertragen. Damit soll ein hohes Maß an Vertraulichkeit gewahrt bleiben, während gleichzeitig der Komfort beim Zugriff auf Dienste erhöht wird. Diese Maßnahmen ergänzen die kontinuierlichen Bemühungen der Branche, die Sicherheit mobiler Endgeräte durch eine Kombination aus zeitnahem Patch-Management und modernen Authentifizierungsmethoden zu stärken.
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