Google-Fitnessupdate: Wearables erkennen künftig über 100 Aktivitäten automatisch
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:32 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoogle baut die Fitness- und Gesundheitsfunktionen für seine tragbaren Geräte deutlich aus. Am 12. Oktober 2026 kündigte das Unternehmen an, dass Fitbit- und Pixel-Wearables künftig über 100 Aktivitätstypen automatisch erfassen können. Bislang war die automatische Aufzeichnung auf zehn Sportarten beschränkt. Das Update deckt unter anderem Krafttraining, Schwimmen sowie verschiedene Racket- und Teamsportarten ab.
Maschinelles Lernen für präzisere Trainingseinheiten
Die erweiterte Erkennung basiert auf Modellen des maschinellen Lernens, die laut Google in internen Offline-Tests eine fast doppelt so hohe Genauigkeit erreichten. Zudem soll sich die Quote verpasster Trainingseinheiten um mehr als die Hälfte verringern.
Die Software registriert Workouts automatisch ab einer Standarddauer von 15 Minuten bei erhöhtem Puls. Eine entsprechende Zusammenfassung wird in der Regel innerhalb von 30 Minuten in der zugehörigen App bereitgestellt. Das System lernt fortlaufend dazu, indem es manuelle Bestätigungen und nachträgliche Bearbeitungen der Nutzer auswertet.
Der Rollout der neuen Funktion ist für Ende Oktober 2026 vorgesehen. Sie wird für die Pixel Watch 3, 4 und 5 sowie für die Modelle Fitbit Air und Fitbit Edge bereitgestellt.
Neuer Tracker Fitbit Edge und Hardware-Integration
Neben dem Software-Update erweitert der Hersteller auch seine Hardware-Palette. Der Fitbit Edge startet am 27. Oktober 2026 und unterstützt die neue automatische Aktivitätserkennung ab Werk.
Wer sich mit dem Thema Krafttraining befasst, sollte wissen, dass der Körper ab 50 jedes Jahr wertvolle Muskelmasse verliert. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit nur 6 einfachen Übungen bequem von zuhause aus gegensteuern können. Alle Übungen kostenlos als PDF herunterladen
Das Modell besitzt ein Gehäuse aus vollständig recyceltem Aluminium mit Abmessungen von 39,2 mal 25,6 mal 11,6 Millimetern und wiegt 17,7 Gramm ohne Armband. Ausgestattet mit einem Ambiq-AP5-Prozessor und Bluetooth 5.4 verzichtet der Tracker auf Wear OS und NFC.
Das 1,34 Zoll große Always-On-AMOLED-Display ist 46 Prozent größer als beim Vorgänger. Das Gerät ist nach IP68 sowie 5 ATM gegen Wasser geschützt und verfügt über integriertes GPS, das laut Unternehmensangaben 40 Prozent präziser arbeitet als beim Charge 6. Der austauschbare 65-mAh-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu sieben Tagen und lädt in 90 Minuten vollständig auf.
Vorbestellungen liegen bei 179,99 US-Dollar beziehungsweise 180 Euro inklusive dreier Gratismonate für Google Health Premium. Eine Sonderedition von Stephen Curry kostet 219,99 US-Dollar. Für das Modell Fitbit Air nennt Google einen Preis von 13.999 Rupien für den indischen Markt.
Ausbau der Gesundheitsanalysen mit Health Guardian
Gemeinsam mit den Neuerungen stellte Google mehrere Kooperationen im Rahmen von Google Health vor, darunter Partnerschaften mit Flo Health für Zyklusdaten, Function Health für Laborergebnisse, MyFitnessPal für Ernährungsprotokolle und Abbott Lingo für Glukosemessungen.
Für die Einordnung digital erfasster Gesundheitsdaten ist ein grundlegendes Verständnis der eigenen Körperwerte entscheidend. Erfahren Sie in diesem 25-seitigen Gratis-Report, welche Laborwerte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Gesundheit aktiv schützen. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern
Zusätzlich führt das Unternehmen ab Ende Oktober 2026 das Programm Health Guardian auf der Fitbit Air für Abonnenten von Google Health Premium ein, das monatlich zehn US-Dollar kostet. Es liefert aggregierte Monatstrends zu Blutdruck und Insulinresistenz sowie Einblicke in die nächtliche Atemqualität.
Für Blutdruck-Trends sind Messungen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche nötig, während die Auswertung möglicher Insulinresistenz mindestens sieben Tragetage im Monat voraussetzt. Auf der Pixel Watch 3, 4 und 5 stehen die Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends ohne Zusatzkosten bereit.
Google betont, dass die Messungen auf langfristigen Veränderungen des Blutflusses beruhen und keine medizinischen Diagnosen oder Echtzeitwerte darstellen. Eine Erkennung von Atemnotfällen bleibt vorerst den Modellen Pixel Watch 4 und 5 in Verbindung mit einem Pixel-Smartphone in 14 Ländern vorbehalten.
