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Google Maps: Ask Maps und 3D-Navigation für Android und iOS

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google erweitert Maps um KI-Sprachassistenten und 3D-Navigation. Die neuen Funktionen sind zunächst in den USA und Indien verfügbar.

Google Maps: KI-Assistent und 3D-Navigation für Android und iOS
Ein Smartphone zeigt eine detaillierte 3D-Kartenansicht einer Stadt mit transparenten Gebäuden und Navigationsrouten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google hat mit der Einführung von „Ask Maps“ und einer sogenannten „Immersive Navigation“ die nach eigenen Angaben umfangreichsten Änderungen an seinem Kartendienst seit einem Jahrzehnt vorgenommen. Die Neuerungen, die Funktionen für natürliche Sprachverarbeitung und hochauflösende 3D-Darstellungen kombinieren, stehen derzeit für Nutzer von Android- und iOS-Geräten in den USA sowie in Indien zur Verfügung. Eine Version für Desktop-Systeme soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Erweiterte Navigationsfunktionen und 3D-Darstellung

Kernstück der Aktualisierung ist die immersive Navigation, die eine realistische 3D-Ansicht inklusive detailliertem Rendering von Wahrzeichen ermöglicht. Diese visuelle Aufbereitung soll die Orientierung in komplexen urbanen Umgebungen erleichtern. Ergänzt wird dies durch „Ask Maps“, eine Funktion, die es Anwendern erlaubt, Fragen in natürlicher Sprache direkt an die Anwendung zu richten, um spezifische Informationen oder Empfehlungen zu erhalten.

Die Integration dieser Technologien wurde bereits im Frühjahr 2026 eingeleitet und erreicht nun eine breitere Verfügbarkeit. In den vergangenen Tagen wurde zudem bekannt, dass die immersive Navigation mit 3D-Darstellung auch für die Nutzung in Android Auto bereitgestellt wird. Diese spezifische Erweiterung umfasst eine präzisere Signaletik, einen intelligenten Zoom sowie die Darstellung transparenter Gebäude, um die Sicht auf die Route nicht zu behindern. Zusätzlich wurden verbesserte Routenalternativen mit präzisierten Ankunftszeiten sowie ein Geschwindigkeitsmesser mit Warnfunktionen implementiert.

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Optimierungen für Entwickler und API-Schnittstellen

Parallel zu den sichtbaren Funktionen für Endverbraucher hat Google technische Verbesserungen an den Programmierschnittstellen (APIs) vorgenommen. Durch Anpassungen an der Travel Time API konnte die Genauigkeit der voraussichtlichen Ankunftszeit (ETA) in dicht besiedelten Stadtgebieten um bis zu 15 % gesteigert werden.

Für Web-Entwickler bietet die Google Maps JavaScript API neue Möglichkeiten durch die Einführung von „Advanced Markers“, die sich derzeit in einer Testphase befinden. Diese erlauben die Verwendung anpassbarer Pins, eigener Bilder und HTML-Elemente. Laut technischer Dokumentation zeichnen sich diese neuen Marker durch eine um 66 % schnellere Ladezeit aus und bieten zudem eine verbesserte Barrierefreiheit.

Hinweise auf tiefergehende Gemini-Integration

Untersuchungen der aktuellen Beta-Version von Google Maps (Version 26.30.00.950492155) deuten darauf hin, dass die Integration von Künstlicher Intelligenz künftig noch weiter gehen wird. Im Programmcode wurden Hinweise auf eine „Gemini Personal Intelligence“-Integration gefunden. Dieses Feature ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht aktiv, soll jedoch perspektivisch in der Lage sein, Informationen wie Reservierungen oder Flugdaten aus anderen Google-Anwendungen innerhalb von Maps zu verarbeiten und bereitzustellen.

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Bereits jetzt wird Gemini teilweise innerhalb von Android Auto genutzt, um die Routenführung und Interaktion während der Fahrt zu unterstützen. Die kontinuierliche Einbindung von KI-Modellen in die Navigationsplattform unterstreicht das Ziel des Unternehmens, den Kartendienst von einer rein visuellen Orientierungshilfe zu einem proaktiven Assistenzsystem weiterzuentwickeln.

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