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Google Play 2027: Neue RAM-Limits für Apps ab Februar

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 13:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google begrenzt ab Februar 2027 den Speicherverbrauch von Android-Apps und Spielen und verlangt effizienteren Code sowie neue Anmeldeverfahren.

Google verschärft Play-Store-Regeln für Android-Apps ab 2027
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro, der Bildschirm ist dunkel. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google plant eine weitreichende Umgestaltung der Performance-Standards im Play Store. Ab Februar 2027 greifen neue Speicher- und Leistungsgrenzwerte für Android-Anwendungen. Apps und Spiele, welche die vorgegebenen Limits überschreiten, müssen mit spürbaren Konsequenzen rechnen.

Laut entsprechenden Berichten können betroffene Anwendungen verlangsamt, durch das System beendet oder in ihrer Sichtbarkeit auf der Plattform Google Play eingeschränkt werden.

Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine flüssige Nutzererfahrung über alle Preisklassen von Endgeräten hinweg sicherzustellen. Die neuen Anforderungen reagieren auf eine veränderte Marktlage bei der Hardware: Aufgrund des weltweiten KI-Booms und damit einhergehender Knappheit bei Speicherchips sowie steigender RAM-Preise wurde bereits beobachtet, dass aktuelle Smartphone-Modelle teilweise mit weniger Arbeitsspeicher ausgestattet werden.

So verfügen beispielsweise die Modelle Pixel 11 Pro und 11 Pro XL über weniger RAM als deren Vorgängergenerationen. Die Speicherlimits wurden zudem bereits mit Android 17 auf Pixel-Geräten eingeführt.

Gestaffelte Grenzwerte nach Geräteklasse

Die neuen Anforderungen von Google sind nach der Arbeitsspeicher-Ausstattung der jeweiligen Endgeräte gestaffelt. Dabei wird zwischen herkömmlichen Anwendungen und Spielen unterschieden, wobei für Spiele grundsätzlich großzügigere Margen vorgesehen sind.

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In der 4-GB-RAM-Stufe darf eine App im Vordergrund maximal 2 GB beanspruchen, während für Spiele ein Limit von 2,25 GB gilt. Bei Geräten der 8-GB-Stufe liegen die Grenzwerte bei 2.25 GB für Apps und 3,5 GB für Spiele. In der High-End-Klasse ab 16 GB RAM sind für Anwendungen 4,25 GB und für Spiele bis zu 5 GB zulässig.

Zusätzlich zu diesen RAM-Stufen führt Google spezifische Obergrenzen für das Management von Bitmap-Ressourcen ein. Diese belaufen sich auf 200 MB für vom Nutzer wahrgenommene Dienste sowie den Hintergrundbetrieb. Für gecachte Bitmaps wird ein Limit von 400 MB festgesetzt. Die Grenzwerte umfassen zudem Vorgaben für den dynamischen Speicher, konkret für Anonymous RSS und Swap-Speicher.

Technische Optimierung und Diagnose-Tools

Neben den reinen Speicherkapazitäten rückt die Code-Effizienz in den Fokus. Google verlangt künftig eine DEX-Code-Optimierung mit einer Abdeckung von mindestens 25 %. Um Entwicklern die Anpassung an diese strengeren Regeln zu erleichtern, stellt das Unternehmen neue Diagnose-Werkzeuge in der Play Console bereit. Diese geben Warnmeldungen aus, sobald eine App die definierten Limits überschreitet.

Zudem ist die Veröffentlichung einer sogenannten Memory-Limiter-Funktion geplant, mit der Entwickler das Verhalten ihrer Anwendungen unter restriktiven Bedingungen testen können.

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Die Einhaltung der Vorgaben ist für die Präsenz im Play Store entscheidend. Bei Verstößen drohen nicht nur technische Einschränkungen auf den Endgeräten, sondern auch ein Ausschluss von der Neuveröffentlichung oder eine reduzierte Auffindbarkeit innerhalb des Stores.

Weitere Neuerungen im Anmeldeprozess

Flankierend zu den Performance-Regeln setzt Google weitere Standards für die Nutzerinteraktion um. Ab April 2027 wird die Funktion Zero-Tap-Sign-In für reguläre Apps zur Pflicht. Diese Technologie soll den Anmeldeprozess für Nutzer beschleunigen und vereinfachen.

Für Spiele wird diese Verpflichtung erst zu einem späteren Zeitpunkt im Laufe des Jahres 2027 greifen. Damit setzt Google den Kurs fort, die technische Qualität und die Benutzerfreundlichkeit des Android-Ökosystems durch verbindliche Mindeststandards enger zu steuern.

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