Google Play Services 26.28.33: NFC-Zahlungen auf China-Handys blockiert
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 23:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein aktuelles Software-Update der Google Play Services fĂŒhrt bei Nutzern von Smartphones mit chinesischer Firmware zu erheblichen EinschrĂ€nkungen bei mobilen Bezahldiensten. Berichten zufolge unterbindet die Version 26.28.33 der Systemanwendung die Nutzung von NFC-Zahlungsfunktionen auf GerĂ€ten, die ursprĂŒnglich fĂŒr den chinesischen Markt bestimmt waren, nun aber in Europa oder Brasilien betrieben werden.
Betroffene Hersteller und Modelle im Ăberblick
Die Problematik betrifft eine Vielzahl von High-End-Smartphones namhafter chinesischer Hersteller, die hĂ€ufig ĂŒber Importwege den Weg zu internationalen Nutzern finden. Nach aktuellen Erkenntnissen sind insbesondere GerĂ€te der Marken Vivo, Xiaomi, Oppo und OnePlus betroffen. Zu den konkret identifizierten Modellen gehören unter anderem das Vivo X200 Ultra, X300 Pro und X300 Ultra sowie das X100 Ultra. Auch die faltbaren Modelle Vivo X Fold5 und X Fold3 Pro sowie das kompakte Vivo X200 Pro mini weisen den Fehler auf.
DarĂŒber hinaus melden Nutzer von Oppo-GerĂ€ten wie dem Find N3 und dem Find X9 Pro entsprechende AusfĂ€lle. Auch das Xiaomi 17 Ultra und das OnePlus 15 sind von der Blockade der NFC-Schnittstelle fĂŒr ZahlvorgĂ€nge betroffen. Ein Branchenexperte bestĂ€tigte die Fehlfunktion am Beispiel eines Vivo X200 Ultra.
Technische Ursache: Erkennung der âCN SKUâ
Die Ursache fĂŒr die plötzliche Deaktivierung der Zahlungsfunktion wurde im XDA-Forum identifiziert. Demnach erkennt die Google-Software die betroffenen GerĂ€te nun explizit als sogenannte âCN SKUâ (Stock Keeping Unit fĂŒr China). Diese Klassifizierung fĂŒhrt dazu, dass der fĂŒr kontaktloses Bezahlen essenzielle Dienst âTapAndPay-HCEâ (Host Card Emulation) systematisch deaktiviert wird.
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Obwohl die GerĂ€te hardwareseitig ĂŒber die notwendigen NFC-Chips verfĂŒgen und Google-Dienste oft nachtrĂ€glich installiert wurden, verhindert die neue Logik des Updates die AusfĂŒhrung des Bezahldienstes in den betroffenen Regionen Europa und Brasilien. Eine offizielle Stellungnahme seitens Google zu dieser Ănderung oder den HintergrĂŒnden der verstĂ€rkten Abgrenzung von Import-GerĂ€ten liegt bislang nicht vor.
VorlÀufige LösungsansÀtze und Workarounds
Betroffene Nutzer suchen derzeit nach Wegen, die FunktionalitÀt ihrer GerÀte wiederherzustellen. Eine Möglichkeit besteht darin, das Beta-Programm der Google Play Services zu verlassen. In ersten Tests konnte die NFC-Zahlungsfunktion auf einem Vivo X200 Ultra durch diesen Schritt wieder aktiviert werden.
Als technischer Workaround wird zudem ein Downgrade der Google Play Services auf eine Ă€ltere Version wie 25.x.x oder 26.26.62 empfohlen. Dieser Vorgang muss ĂŒber die Android Debug Bridge (ADB) durchgefĂŒhrt werden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass das manuelle Installieren Ă€lterer Systemkomponenten Sicherheitsrisiken bergen kann, da wichtige Patches fehlen könnten.
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Alternativ wird die Nutzung von Drittanbieter-Diensten wie Curve Pay als mögliche Lösung genannt, um die systemseitige Blockade zu umgehen. Berichten aus Branchenkreisen zufolge wird ein offizieller Fix fĂŒr das Problem innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche erwartet. Bis dahin bleibt Nutzern von China-Importen in den betroffenen Regionen oft nur der RĂŒckgriff auf physische Karten oder alternative Bezahlsysteme.
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