Google Sheets ab 13. Juli: 3D-Diagramme von Excel bleiben erhalten
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 11:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Intelligente Visualisierungen, KI-Assistenten und bessere Kompatibilität verändern die Arbeit mit Excel und Google Sheets grundlegend.
Die Welt der Tabellenkalkulation erlebt im Juli 2026 einen Technologieschub. Gleich mehrere Entwicklungen bei Microsoft, Google und spezialisierten KI-Anbietern machen das Arbeiten mit Zahlenreihen und Finanzmodellen effizienter. Im Mittelpunkt stehen dabei intelligentere Visualisierungen, wiederverwendbare KI-Fähigkeiten und eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Plattformen.
Smarte Farben und 3D-Ansichten
Aktuelle Anleitungen vom 3. Juli zeigen, wie Anwender mit bedingter Formatierung und Heatmaps intuitive „Ampelsysteme" in ihren Tabellen erstellen können. Diese Methode hebt Leistungstrends und Ausreißer auf einen Blick hervor. Experten empfehlen zudem den Einsatz des 3D Maps-Add-ins für die Visualisierung von Standortdaten.
Ein wichtiger Schritt zur besseren Kompatibilität kommt von Google: Ab dem 13. Juli 2026 wird Google Sheets die 3D-Formatierung importierter Excel-Diagramme beibehalten. Bisher wurden solche Darstellungen automatisch in 2D umgewandelt – ein Ärgernis für viele Nutzer, die zwischen den Programmen wechseln.
Der Siegeszug der „KI-Fähigkeiten"
Microsoft testet derzeit eine neue Funktion namens „AI Skills" für Excel. Das berichten Brancheninsider am heutigen Samstag. Das Feature soll es ermöglichen, komplexe Finanz-Workflows einmalig zu definieren und dann immer wieder zu nutzen – ohne jedes Mal neue Anweisungen an die KI formulieren zu müssen.
Wie leistungsfähig KI bei der Tabellenarbeit bereits ist, zeigt ein aktueller Benchmark des Anbieters Vals AI. Der „Excel Modeling Benchmark" (EMB) testete 17 verschiedene KI-Agenten bei der Erstellung anspruchsvoller Finanzmodelle wie Leveraged Buyouts (LBO) und Discounted Cashflow (DCF) -Analysen. Das Ergebnis:
Der neue Excel-KI-Benchmark zeigt: Selbst Spitzenmodelle erreichen nur 61 % numerische Präzision. Mit dem kostenlosen Wissens-Check sehen Sie, welche KI-Skills Ihre Finanzmodelle verbessern – und wie Sie 3D-Diagramme plattformübergreifend nutzen. Wissens-Check per E-Mail anfordern
- Claude Opus 4.8 erreichte die höchste Genauigkeit mit 69,4 Prozent und bestand 87 Prozent aller Formel-Struktur-Prüfungen.
- Claude Sonnet 5 folgte mit 66,3 Prozent.
- GPT-5.5 erzielte eine Genauigkeit von 64,5 Prozent.
Doch der Benchmark offenbart auch eine Schwäche: Während die Formelstrukturen meist korrekt waren, lag die numerische Präzision beim Spitzenmodell nur bei 61 Prozent. Die Zahlen stimmten also nicht immer.
Trainierbare KI-Agenten
Forscher von Microsoft haben am 2. Juli ein System namens „SkillOpt" vorgestellt. Es behandelt die Fähigkeiten von KI-Agenten wie trainierbare Parameter. In Tests mit GPT-5.5 konnte dieser Ansatz die durchschnittliche Leistung von 58,8 auf 82,3 Punkte steigern – ein enormer Sprung.
Datenmanagement und Plattform-Wechsel
Auch bei den Grundlagen tut sich etwas. Für Nutzer von Excel 2019 und neueren Versionen empfiehlt sich die TEXTJOIN-Funktion. Sie verbindet Texte aus mehreren Zellen mit einem Trennzeichen und ignoriert auf Wunsch leere Zellen – deutlich effizienter als frühere Methoden.
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Google hat zudem sein Tool NotebookLM aktualisiert. Es erlaubt nun den Aufbau von Quellen-Repositorien über Chat-Schnittstellen, die auf Gemini 3.5 basieren. Das System exportiert Daten unter anderem ins Excel- und CSV-Format und bietet einen „Deep Research"-Modus, der die einzelnen Schritte der Datensynthese nachvollziehbar macht.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen einen klaren Trend: Tabellenkalkulation wird smarter. Visuelle Logik, plattformübergreifende Kompatibilität und KI-gestützte Modellierung nehmen den Profis zunehmend die manuelle Routinearbeit ab.
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