Googlebook ab Q3: Google ersetzt ChromeOS mit Aluminium OS
10.06.2026 - 01:55:02 | boerse-global.de
Google, NVIDIA und zahlreiche Hardware-Hersteller setzen auf Geräte, die künstliche Intelligenz direkt im Gerät ausführen – ohne Umweg über Rechenzentren. Das verspricht mehr Tempo, mehr Datenschutz und eine völlig neue Generation von Notebooks.
Googlebook statt Chromebook: Aluminium OS löst ChromeOS ab
Bereits am 12. Mai kündigte Google einen radikalen Strategiewechsel an. Das neue Aluminium OS, basierend auf Android 17, wird ChromeOS als Plattform für Verbraucher ablösen. Der Clou: Eine neue Geräteklasse namens Googlebook soll ab dem dritten Quartal 2026 auf den Markt kommen.
Während die neue Generation von KI-Notebooks mit hohen Preisen auf den Markt drängt, gibt es einen effizienten Weg, vorhandene Hardware weiterzunutzen. IT-Experte Martin Koch zeigt im Gratis-Report, wie ChromeOS Flex selbst älteste Geräte wieder flott macht – ganz ohne Fachkenntnisse. ChromeOS Flex Startpaket kostenlos anfordern
Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo arbeiten bereits an den ersten Modellen. ChromeOS selbst bleibt zwar für Unternehmen und Bildungseinrichtungen bis etwa 2028 unterstützt – doch der Fokus liegt klar auf der neuen Plattform.
Voraussetzung fĂĽr das Upgrade: Bestehende Chromebooks aus dem Baujahr 2021 oder neuer brauchen mindestens einen Intel-Prozessor der 12. Generation oder einen MediaTek Kompanio 520, 8 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher. Wer diese HĂĽrde nimmt, bekommt Gemini KI systemweit integriert und zehn Jahre Updates.
NVIDIA RTX Spark: Ein Superchip fĂĽr den Schreibtisch
Anfang Juni präsentierte NVIDIA auf der Computex in Taipei seinen RTX Spark Superchip – eine Hardware, die große Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausführen kann. Die Leistung: 1 Petaflop KI-Rechenpower, kombiniert aus einer Blackwell GPU mit 6.144 CUDA-Kernen und einer 20-Kern-Grace-CPU, unterstützt von bis zu 128 Gigabyte Unified Memory.
Dell, HP, Lenovo und ASUS wollen die ersten Geräte mit diesem chip im Herbst 2026 auf den Markt bringen. Microsoft plant offenbar ein Surface Laptop Ultra mit 15-Zoll-Mini-LED-Display auf Basis des neuen Chips. Die Softwareindustrie reagiert bereits: Adobe arbeitet eigenen Angaben zufolge daran, Photoshop und Premiere für die RTX-Spark-Architektur zu optimieren.
Neue Snapdragon-Geräte: Leistung für unterwegs
Erst am 8. Juni kündigte Acer das Swift Spin 14 AI an – ein Convertible mit Snapdragon X2 Elite oder Plus Prozessoren, die über die NPU bis zu 80 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) schaffen. Das 14-Zoll-WQXGA-Touchdisplay und bis zu 23 Stunden Videowiedergabe machen es zum Reisebegleiter. Verfügbar in der EMEA-Region ab Juli 2026.
Parallel dazu brachte ASUS das ProArt PZ14 Creator Tablet in den USA auf den Markt. Auch hier arbeitet ein Snapdragon X2 Elite, kombiniert mit einem 14-Zoll-3K-OLED-Touchdisplay. Weitere Konfigurationen sollen im dritten Quartal 2026 folgen.
Google installierte KI-Modelle direkt auf Geräten
Seit dem 8. Juni installiert Google aktiv das Gemini Nano-Modell (4 Gigabyte groß) auf berechtigten Geräten – direkt über den Chrome-Browser. Das ermöglicht KI-Funktionen ohne Internetverbindung. Vorausgegangen war die Einführung des Gemma 197M-Modells und der Prompt-API auf der Google I/O.
Systemanforderungen für lokale KI in Chrome: Mindestens 16 Gigabyte RAM und vier CPU-Kerne oder mehr als 4 Gigabyte VRAM. Seit dem 3. Juni ist die Google AI Edge Gallery zudem für Apple Silicon Macs verfügbar – auch dort lassen sich Gemma- und Gemini-Modelle offline nutzen.
Marktentwicklung: Zwischen Hype und Realität
Die Branche treibt die KI-Integration massiv voran – doch die Marktforscher von IDC bremsen die Euphorie. Sie prognostizieren für 2026 einen Rückgang der PC-Verkäufe um 11,3 Prozent. Hohe Preise und mögliche Engpässe bei Speicherchips könnten die Verbreitung der High-End-KI-Geräte bremsen.
Im Handel zeigen sich bereits erste Preisanpassungen: Das Acer Chromebook Plus 516 (2025) mit Google-KI und Intel Core i3 war am 9. Juni bei Best Buy für umgerechnet rund 280 Euro zu haben – ein deutlicher Rabatt. Auch ASUS senkte die Preise für Modelle wie das Chromebook C425. Die Branche räumt die Lager, um Platz für die nächste Generation zu schaffen.
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