GoPro Mission 1 Pro ILS: Kleinste Cinema-Kamera mit Wechselobjektiv
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 00:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
GoPro hat die Mission 1 Pro ILS vorgestellt, nach eigenen Angaben die weltweit kleinste und robusteste Kompakt-Cinema-Kamera mit Wechselobjektiv-System. Seit dem 26. August 2026 lÀsst sich das GerÀt vorbestellen, der Versand soll ab dem 2. September beginnen.
Der Preis liegt bei 699,99 US-Dollar, Abonnenten des GoPro-Programms zahlen 599,99 US-Dollar. Eine abweichende Angabe zum Versandstart nennt den 6. September; die Vorbestellbarkeit selbst war auch am 27. August weiterhin bestÀtigt.
Technische Ausstattung
HerzstĂŒck der Kamera ist ein 50-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format, der Videoaufnahmen in 8K mit 60 Bildern pro Sekunde sowie in 4K mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde ermöglicht. FĂŒr Zeitlupenaufnahmen unterstĂŒtzt die Mission 1 Pro ILS Burst-Raten von bis zu 960 Bildern pro Sekunde.
Der neue GP3-Prozessor verarbeitet die Daten mit einer Bitrate von 240 Mbit/s, aufgenommen wird in 10-Bit-Farbtiefe. Der Dynamikumfang soll dank des GP-Log2-Profils 14 Blendenstufen erreichen. ZusĂ€tzlich unterstĂŒtzt die Kamera 32-Bit-Float-Audio, was Tonaufnahmen ohne Ăbersteuerungsrisiko erlauben soll.
An Videomodi bietet das GerĂ€t neben 8K60 und 4K240 auch 1080p mit 960 Bildern pro Sekunde, 1440p mit 480 Bildern pro Sekunde sowie Open-Gate-Aufnahmen in 8K30 und 4K120. FĂŒr Fotografen stehen die vollen 50 Megapixel des Sensors zur VerfĂŒgung.
Wechselobjektive mit EinschrÀnkungen
Die Kamera nutzt einen Micro-Four-Thirds-Anschluss (MFT), allerdings ohne elektronische Kontakte. Das bedeutet: Autofokus gibt es nicht, Fokus und Blende mĂŒssen manuell ĂŒber Ring bedient werden.
Von 135 auf dem Markt erhĂ€ltlichen MFT-Objektiven sind laut Testberichten nur 27 tatsĂ€chlich voll nutzbar. Hinzu kommt, dass der 1-Zoll-Sensor mit seinen MaĂen von 13 mal 10 Millimetern nur den Zentrumsbereich des MFT-Bildkreises ausnutzt, was einen Crop-Faktor von 2,7x zur Folge hat â mit aktivierter Stabilisierung steigt dieser auf 3 bis 3,3x.
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Objektive im 16-Millimeter- oder S16-Format decken den Sensor unter UmstĂ€nden nicht vollstĂ€ndig ab. In Tests kamen unter anderem ein Laowa-7,5-mm- sowie ein 7artisans-25-mm-Objektiv zum Einsatz, zudem wurden PL-Objektive ĂŒber Adapter erprobt.
Gewicht, Akku und Bedienung
Mit 197 Gramm bleibt die Mission 1 Pro ILS vergleichsweise leicht. Betrieben wird sie ĂŒber einen Enduro-2-Akku mit 2150 mAh, dessen Laufzeit bei maximaler Bitrate bei rund zwei Stunden liegt, bei 4K30 hingegen ĂŒber drei Stunden erreichen soll. Objektive ĂŒber 250 Gramm benötigen laut GoPro zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung.
Da ein Autofokus fehlt, integriert die Kamera Fokus-Peaking als manuelle Hilfe. Die integrierte HyperSmooth-Stabilisierung sorgt fĂŒr Aufnahmen aus der Hand, stöĂt bei Belichtungszeiten von 1/48 Sekunde jedoch an Grenzen; fĂŒr Bewegungen im Lauf gilt sie als nicht geeignet. Wichtig fĂŒr den Einsatz im Freien: Die Kamera ist wetterfest, aber nicht wasserdicht.
App und Zubehör
Zur Steuerung dient die kostenlose Mission-Monitor-App, die fĂŒr iOS angekĂŒndigt ist und eine Bedienung ĂŒber USB erlaubt. Als Zubehör empfiehlt sich laut Testberichten der Media-Mod-Cage fĂŒr 149,99 US-Dollar, der zusĂ€tzliche StabilitĂ€t und Anschlussmöglichkeiten bieten soll.
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Erste Testreaktionen
In ersten Tests fĂ€llt das Urteil gemischt aus. Engadget vergab eine Bewertung von 8,2 von 10 Punkten. PetaPixel bezeichnete das Konzept der Kamera als kopfzerbrechend, verwies dabei insbesondere auf die EinschrĂ€nkungen bei kompatiblen Objektiven und den fehlenden Autofokus, die das GerĂ€t vor allem fĂŒr erfahrene Filmschaffende attraktiv machen dĂŒrften.
