GPT-5.6: OpenAI erreicht 91,9% im TerminalBench-Test
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 05:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Gleich mehrere Schwergewichte haben neue KI-Modelle, Systemfunktionen und Entwickler-Tools vorgestellt, die den Arbeitsalltag grundlegend verändern könnten.
OpenAI setzt neue Maßstäbe mit GPT-5.6
Nach einer behördlichen Prüfung hat OpenAI sein Modell GPT-5.6 am 9. Juli für die breite Öffentlichkeit freigegeben. Das Besondere: Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl – Sol, Terra und Luna. Die Spitzenvariante Sol Ultra erreichte stolze 91,9 Prozent im TerminalBench-Test.
Die Preise variieren deutlich: Für Sol zahlen Nutzer umgerechnet rund 4,60 Euro pro eine Million Input-Token und 27,60 Euro für Output-Token. Die günstigere Luna-Variante kostet etwa 0,92 Euro beziehungsweise 5,50 Euro.
Nur zwei Tage später, am 11. Juli, folgte ChatGPT Work – eine Version, die auf Aufgabenautomatisierung setzt. Sie integriert sich nahtlos in Slack, Microsoft Teams und Google Drive. Parallel dazu erschien eine Desktop-App für Windows und macOS mit integriertem Codex-Modell und eigenem Browser.
Meta zieht mit kostenpflichtigem KI-Angebot nach
Auch Meta mischt jetzt im bezahlten KI-Geschäft mit. Muse Spark 1.1, ein multimodales Reasoning-Modell, ist ab sofort als US-Preview verfügbar. Der Preis liegt bei umgerechnet 1,15 Euro pro Million Input- und 3,90 Euro pro Output-Token.
Mit einem Kontextfenster von einer Million Token ist das Modell für komplexe Computeraufgaben und Multi-Agenten-Koordination ausgelegt. Im MCP-Atlas-Benchmark erzielte es 88,1 Punkte.
Microsoft testet Cloud-basierte Systemwiederherstellung
Ein stiller, aber bedeutsamer Schritt kommt von Microsoft. In den aktuellen Insider-Builds von Windows 11 testet der Konzern das Cloud Rebuild-Tool. Es ermöglicht, das Systemlaufwerk zu formatieren und Windows direkt aus der Cloud neu zu installieren – ganz ohne USB-Stick oder lokale Wiederherstellungspartition.
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Der Haken: Der Vorgang löscht alle Daten. Ein vollständiges Backup und eine stabile Internetverbindung sind Pflicht.
Entwickler-Tools: Von Google bis Mistral
Der 11. Juli brachte gleich mehrere Neuerungen für Entwickler:
- Google Labs veröffentlichte offizielle Stitch-Plugins für Claude Code, Cursor, Codex, Gemini CLI und Antigravity – ideal für die Generierung mehrseitiger Websites.
- Mistral machte Leanstral 1.5 unter Apache 2.0 open source. Das Modell zur Verifikation von Code und mathematischen Beweisen löste 587 von 672 Aufgaben im PutnamBench.
- Kyutai präsentierte MuScriptor, einen offenen Transformer für Musik-zu-MIDI-Transkription.
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Kreativ-Tools und Produktivität: Von Paint.NET bis LibreOffice
Auch für Kreative gab es Neuigkeiten. Paint.NET 5.2 Alpha unterstützt jetzt CICP-Metadaten und HDR-zu-SDR-Tonemapping. Die COSMIC-Desktop-Umgebung in Version 1.2, die auf Rust basiert und Standard bei Pop!_OS ist, bietet natives System-Monitoring und bedarfsgesteuertes Tiling.
LibreOffice 24.8 erreichte den vierten und letzten Release Candidate – 87 Fehler wurden behoben. Und Wine 11.13 optimiert FFmpeg auf ARM64EC, was vor allem Gamer alter Titel freuen dürfte.
Der unabhängige Entwickler Youssef Sheeba veröffentlichte zudem File Organizer, ein schlankes Windows-Tool, das Dateien automatisch nach Erweiterungen sortiert. Für sichere Kommunikation sorgt Chatto 0.4 mit den ersten nativen Windows-Builds.
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