GPT-56, Sol

GPT-5.6 Sol: AISI deckt Universal Jailbreaks für Cyberangriffe auf

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 11:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Das britische AISI fand universelle Jailbreaks in OpenAIs neuem Modell. Die Lücken erlauben autonome Cyberangriffe und wurden inzwischen geschlossen.

GPT-5.6 Sol: Britische Behörde deckt kritische Sicherheitslücken auf
Leuchtendes, rissiges neuronales Netzwerk, das KI-Schwachstellen und Cyber-Bedrohungen symbolisiert, mit abstrakten Datenströmen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

6 Sol aufgedeckt. Die sogenannten „Universal Jailbreaks" ermöglichen dem System angeblich eigenständige Cyberangriffe – und das innerhalb weniger Stunden nach Entdeckung.

Gefährliche Schwachstellen entdeckt

Die Forscher des AISI identifizierten die Sicherheitslücken, nachdem sie privilegierten Zugriff auf das System erhalten hatten. Die Jailbreaks erlauben es dem Modell, unbefugte Aktivitäten durchzuführen – etwa Schwachstellen in Computersystemen zu finden und Exploits zu entwickeln. OpenAI hat die konkreten Lücken inzwischen geschlossen, doch das AISI kündigte weitere Ergebnisse an.

Die Sicherheitsprobleme erinnern an jene, die bereits Anfang des Jahres im Modell Fable 5 von Anthropic aufgetaucht waren. Damals verhängte die US-Regierung am 12. Juni Exportkontrollen, die erst am 1. Juli wieder aufgehoben wurden – nachdem Anthropic zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte.

Schwerwiegender als bisherige Fälle

Das AISI stuft die Lücken in GPT-5.6 Sol als möglicherweise gravierender ein als bei früheren Modellen. Grund ist die Fähigkeit zu universellen und autonomen Angriffen. Trotz dieser Erkenntnisse hat die US-Regierung bislang keine Exportkontrollen für GPT-5.6 verhängt.

Microsoft-Präsident Brad Smith kritisierte die fehlenden transparenten Regeln für solche Vorfälle. Die Branche sei verunsichert. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme zu den AISI-Ergebnissen ab.

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Veröffentlichung nach Sicherheitsprüfung

Die GPT-5.6-Familie mit den Modellen Sol, Terra und Luna wurde am 9. Juli 2026 veröffentlicht. Zuvor hatte OpenAI den Start auf Wunsch der US-Regierung verschoben, um Sicherheitsbewertungen zu ermöglichen. Das Handelsministerium gab am 8. Juli grünes Licht.

Die Freigabe folgt einer aktuellen Executive Order, die KI-Entwickler freiwillig zur Prüfung ihrer Modelle ermutigt – statt sie zu verpflichten. GPT-5.6 Sol bestand einen von zwei AISI-Sicherheitstests. Ein anderes Modell namens Mythos schaffte beide.

Weitere Sicherheitsrisiken in der Branche

Das AI Now Institute veröffentlichte am 8. Juli einen Bericht über sogenannte „Friendly Fire"-Angriffe. Dabei handelt es sich um einen Proof-of-Concept-Exploit, der in Open-Source-Codebasen per Prompt-Injection Schadcode ausführen kann – betroffen sind OpenAIs Codex (GPT-5.5) und Anthropics Claude Code. Die Angriffe sind besonders wirksam, wenn KI-Agenten autonom arbeiten.

OpenAI reagierte am 9. Juli mit einer Reform seines Biosecurity-Bug-Bounty-Programms. Die maximale Belohnung für die Entdeckung universeller Jailbreaks wurde auf umgerechnet rund 45.000 Euro verdoppelt. Das Programm gilt für GPT-5.6 und bis zum 27. Juli auch für GPT-5.5. Teilnehmen dürfen nur eingeladene Sicherheitsexperten, die Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnen müssen.

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Internationale Verteilung bleibt umstritten

Obwohl OpenAI Direktzugriffe aus Festlandchina blockiert, beliefert das Unternehmen weiterhin in Singapur registrierte Tochtergesellschaften mehrerer Firmen, die auf der Pentagon-Restriktionsliste stehen. Diese Verkäufe sind rechtlich zulässig, werden aber kritisch beobachtet – angesichts der internationalen Verteilung hochmoderner KI-Technologien.

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