GPT-6.1 Sol: OpenAI erreicht 86,6 Prozent im COBOL-Migrationstest
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn internen Prüfungen zur Modernisierung von Altsystemen hat das KI-Modell GPT-6.1 Sol eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängergeneration erzielt. Wie aus Berichten vom 19. Oktober 2026 hervorgeht, erreichte das Modell von OpenAI in einem COBOL-Migrationstest bei geringem Reasoning-Aufwand eine Genauigkeit von 86,6 Prozent.
Das Vorgängermodell GPT-5.6 Sol kam unter denselben Bedingungen auf einen Wert von 5,4 Prozent. Bei erhöhtem Reasoning-Aufwand stieg die Erfolgsquote von GPT-6.1 Sol auf 97,9 Prozent, was nahe an eine vollständige Sättigung heranreicht.
Strenge Testkriterien und Evaluation der API-Kosten
Der von OpenAI durchgeführte Migrationstest stellte hohe technische Anforderungen: Verlangt wurde eine Byte-für-Byte-Parität zwischen Quell- und Zielcode. Als Zielsprachen der Konvertierung dienten C++, Java, Kotlin, Python und Rust, wobei ausschließlich vollständig fehlerfreie Durchläufe gewertet wurden.
Hinsichtlich der geschätzten API-Kosten schnitt das neue Modell laut Berichten vom 20. Oktober 2026 günstiger ab: Die Aufwendungen für GPT-6.1 Sol lagen im COBOL-Migrationstest 39 Prozent unter denen von GPT-5.6 Sol, während andere Quellen von 61 Prozent der API-Kosten des Vorgängermodells sprechen.
Diese Differenzen beziehen sich jedoch ausdrücklich nur auf die API-Kosten der Testauswertung und lassen keine direkten Rückschlüsse auf die Gesamtkosten eines realen Migrationsprojekts in Produktionsumgebungen zu.
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Die Relevanz solcher Migrationen ist für die Finanz- und IT-Branche beträchtlich. Laut Angaben von OpenAI stützen sich nach wie vor mehr als 40 Prozent der Online-Banking-Systeme, 80 Prozent der weltweiten Vor-Ort-Kreditkartentransaktionen sowie 95 Prozent der Geldautomaten-Transaktionen auf COBOL-Architekturen.
Auch andere historische Programmiersprachen wie Fortran bleiben in der Wettervorhersage und der nuklearen Sicherheitsanalyse verbreitet. Laut ITHardware stieg die 1959 eingeführte Sprache COBOL im TIOBE-Index von Platz 23 im Oktober 2025 auf Platz 16.
Ergebnisse im MultiLangBench und Sicherheitsaspekte
Parallel zu den COBOL-Auswertungen veröffentlichte OpenAI die Testsuite MultiLangBench auf GitHub. Der Benchmark prüft eine SQLite-kompatible Engine über 20 Programmiersprachen hinweg.
Unter maximalem Reasoning erzielte GPT-6 Astra eine Erfolgsquote von 87,4 Prozent, verglichen mit 26,8 Prozent bei GPT-5.6 Sol, und übertraf in 19 von 20 Sprachen die Marke von 83 Prozent. Auf dieser Benchmark steigerte sich COBOL von 10,9 auf 72,1 Prozent, Fortran von 21,4 auf 83,5 Prozent, Visual Basic von 27,5 auf 89,4 Prozent und OCaml von 25,6 auf 85,8 Prozent.
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COBOL gilt dabei als anspruchsvollste Testdisziplin. Das kompaktere Modell GPT-6 Luna erreichte 40,3 Prozent bei geschätzten API-Kosten von 0,77 US-Dollar pro Sample gegenüber 3,48 US-Dollar bei GPT-5.6 Sol, was einer Ersparnis von rund 78 Prozent entspricht.
OpenAI wies darauf hin, dass beide Versuchsreihen intern konzipiert wurden und bislang keine externe Verifizierung vorliegt. Die Messergebnisse böten keine Garantie für fehlerfreie Code-Konvertierungen; ein Produktiveinsatz erfordere weiterhin die Prüfung durch menschliche Fachleute.
Ergänzend zu den Modellbenchmarks passt OpenAI seine Programmierschnittstellen an. Die Agents API erhält Fähigkeiten zur Bedienung von Benutzeroberflächen sowie asynchrone Funktionsaufrufe und Eingriffsmöglichkeiten während längerer Ausführungszyklen.
Preislich liegt GPT-6.1 Sol bei einem Fünftel der Kosten von Astra, bei computergestützten Operationsszenarien bei einem Siebtel. Die Sicherheitsrichtlinien des Anbieters sehen vor, den Zugriff auf Anwendungen streng aufgabenbezogen zu beschränken und für risikobehaftete Aktionen wie Finanztransaktionen vorab verbindliche Freigaben einzuholen.
