GPT-Live, OpenAI

GPT-Live: OpenAI startet Kampagne mit Großmüttern als Testpersonen

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 09:17 Uhr, Redaktion boerse-global.de

OpenAI richtet sich mit neuen Angeboten und einer Senioren-Kampagne verstärkt an Familien und ältere Nutzer.

OpenAI-Strategiewechsel: Fokus auf Familien und Senioren
Ältere Erwachsene nutzen Tablet zu Hause, Symbol für KI-Nutzung durch ältere Zielgruppe. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Statt nur auf junge Tech-Enthusiasten zu setzen, will das Unternehmen künftig verstärkt Familien und Senioren ansprechen. Eine neue Kampagne mit Großmüttern als Testpersonen soll zeigen, dass KI keine Altersgrenze kennt.

Ältere Nutzer erobern ChatGPT

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im zweiten Quartal 2026 stieg der Anteil der ChatGPT-Nutzer ab 35 Jahren auf 31 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber 26 Prozent im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank die Nutzung in der jüngsten Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen von 34 auf 29 Prozent.

Besonders auffällig ist der Zuwachs bei Eltern. Knapp ein Viertel aller US-Eltern (24 Prozent) nutzt inzwischen ChatGPT, verglichen mit 16 Prozent im Vorjahr. Allerdings ist der Markt hart umkämpft: Googles Gemini liegt mit 32 Prozent Reichweite unter US-Eltern vorn, gefolgt von ChatGPT. Claude und Microsofts Copilot spielen mit vier beziehungsweise zwei Prozent nur eine Nebenrolle.

Um den Trend zu verstärken, sucht OpenAI derzeit einen Produktmanager in San Francisco. Dessen Aufgabe: die Entwicklung spezieller Angebote für Familien, Pflegekräfte und Senioren.

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Oma testet KI: Neue Kampagne mit Senioren

Am heutigen Montag startete OpenAI eine Werbeaktion, die zeigen soll, wie zugänglich die Technologie auch für ältere Generationen ist. Drei Großmütter testen das neue Sprachmodell GPT-Live und erledigen damit alltägliche Aufgaben.

Das Besondere an GPT-Live: Es nutzt eine sogenannte Vollduplex-Architektur, die natürlichere und flüssigere Gespräche ermöglicht als herkömmliche Sprachschnittstellen. Die Vollversion GPT-Live-1 rollt OpenAI derzeit für seine kostenpflichtigen Abostufen Go, Plus und Pro aus. Eine abgespeckte Variante, GPT-Live-1 mini, steht auch Nutzern der kostenlosen Version zur Verfügung.

Sicherheit neu aufgestellt

Die Expansion in den Familienmarkt geht mit Veränderungen in der Sicherheitsabteilung einher. Nach dem Abgang von Johannes Heidecke, dem bisherigen Leiter der Sicherheitssysteme, wurden die Sicherheitsoperationen unter Vizepräsidentin Mia Glaese neu strukturiert.

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Bereits eingeführt hat OpenAI mehrere Sicherheitsfunktionen: eine Vertrauenskontakt-Option, eine sensible Gesprächsweiterleitung sowie elterliche Kontrollmöglichkeiten wie Ruhezeiten und Sicherheitsbenachrichtigungen. Diese Maßnahmen kommen nicht von ungefähr – die gesamte Branche steht angesichts der Auswirkungen von KI auf Kinder unter genauer Beobachtung. Mehrere Klagen gegen KI-Unternehmen sind bereits anhängig.

Was noch kommen könnte

Für die Zukunft sind familien-spezifische Abomodelle, Kinder- und Jugendkonten sowie gemeinsame Gedächtnisfunktionen geplant. Branchenbeobachter erwarten zudem KI-Nachhilfetools und spezielle Schnittstellen für Pflegekräfte.

Der Markt ist vielversprechend: Laut einer Studie des Family Online Safety Institute (FOSI) nutzen bereits 27 Prozent der Eltern und 38 Prozent der Kinder wöchentlich generative KI. Genug Potenzial also für spezialisierte Haushaltsfunktionen – und ein neues Kapitel in der Geschichte des KI-Pioniers.

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