Graben-Neudorf: Täter bedroht 22-Jährigen mit Messer und fordert Handy
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 19:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Graben-Neudorf ist es am Mittwochabend zu einem gewaltsamen Raubversuch gekommen, bei dem ein 22-jähriger Mann verletzt wurde. Gegen 18:30 Uhr forderte ein bislang unbekannter Täter an einem Waldweg parallel zur Waldstraße unter Androhung von Gewalt die Herausgabe von Bargeld und einem Mobiltelefon. Der Angreifer, der auf einem E-Scooter unterwegs war, untermauerte seine Forderung mit einem Messer.
Demnach fügte der Täter dem 22-jährigen Opfer oberflächliche Verletzungen am Arm zu. Trotz der Gewaltanwendung floh der Unbekannte schließlich ohne Beute vom Tatort. Die Polizei beschreibt den Gesuchten als etwa 1,70 Meter groß und von dünner Statur. Zum Zeitpunkt der Tat trug er blaue Handschuhe und nutzte einen grauen E-Scooter. Der Kriminaldauerdienst nimmt Hinweise unter der Rufnummer 0721 666-5555 entgegen.
Ermittlungserfolge und Durchsuchungen in Stuttgart
Parallel zu den aktuellen Ereignissen in Graben-Neudorf meldete die Polizei in Stuttgart einen Ermittlungserfolg nach einem schweren Raubdelikt, das sich Ende August ereignet hatte. An einer Stadtbahnhaltestelle war ein 13-jähriger Jugendlicher mit einem Messer und Pfefferspray bedroht worden, woraufhin er einen Geldbeutel mit 230 Euro Bargeld aushändigte.
Im Zuge der Ermittlungen wurden nun vier Tatverdächtige im Alter von 14, 15, 16 und 22 Jahren identifiziert. Am Mittwoch wurden die Wohnungen der Verdächtigen in Stuttgart-Feuerbach durchsucht, wobei die Beamten Beweismaterial sicherstellten. Die Auswertung der Funde dauert an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Jugendlichen und der junge Mann vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt.
Bundesweite Zunahme von Smartphone-Raubdelikten am Mittwoch
Der Vorfall in Graben-Neudorf reiht sich in eine Serie von Raubüberfällen und Diebstählen ein, die am Mittwoch bundesweit die Sicherheitsbehörden beschäftigten. Ein Schwerpunkt bildeten dabei Delikte, bei denen es die Täter auf hochwertige Mobiltelefone abgesehen hatten.
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- Berlin-Neukölln: In der Delbrückstraße wurde eine 43-jährige Frau gegen 20:20 Uhr von drei jungen Männern angegriffen. Während einer der Täter ihr Pfefferspray ins Gesicht sprühte, versuchten seine Komplizen, den Schlüssel ihres Motorrollers zu entwenden. Die Frau wehrte sich erfolgreich, erlitt jedoch Reizungen im Gesicht sowie Verletzungen an Knie und Händen. Die Polizei nahm kurz darauf drei Tatverdächtige im Alter von 15, 16 und 20 Jahren vorläufig fest.
- Baden-Baden: Im Gewerbepark Cité versuchte ein Unbekannter gegen 16:30 Uhr, einer 25-jährigen Frau gewaltsam das Smartphone zu entreißen. Das Gerät wurde im folgenden Gerangel beschädigt. Der etwa 180 bis 185 cm große Täter mit roten Haaren konnte trotz des Eingreifens von Passanten fliehen.
- Braunschweig: Auf einem Parkplatz im BraWo-Park wurde ein 59-Jähriger gegen 16:00 Uhr von einem 30-jährigen Mann angegriffen. Der Täter nahm das Opfer in den Schwitzkasten und forderte dessen Laptop. Nachdem der Überfallene die Herausgabe verweigerte, wurde er mehrfach geschlagen und mit dem Tod bedroht. Der Verdächtige konnte im Rahmen einer Fahndung gestellt werden.
- Dresden: Ein Unbekannter drang am Vormittag in einen Skoda Octavia ein und entwendete Bargeld, Kreditkarten sowie ein Mobiltelefon. Als der Nutzer des Fahrzeugs den Täter überraschte, kam es zu einer Bedrohung, bevor der Dieb mit rund 330 Euro Bargeld entkam.
Besonderheiten bei Diebstahlsdelikten im öffentlichen Nahverkehr
Auch an Verkehrsknotenpunkten kam es zu Vorfällen. Am Flughafen Köln/Bonn beobachtete ein Zeuge am frühen Mittwochmorgen einen 42-jährigen Mann, der das Mobiltelefon eines bewusstlosen 40-Jährigen in einer S-Bahn entwendete.
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Videoaufnahmen dokumentierten, wie der Verdächtige das Diebesgut gegen 04:22 Uhr in einem Aufzugsschlitz versteckte. Die Bundespolizei stellte das Gerät sicher. Ein Atemalkoholtest beim Tatverdächtigen ergab zunächst einen Wert von 0,95 mg/l, eine spätere Messung lag bei 0,79 mg/l.
Die polizeilichen Berichte verdeutlichen eine anhaltend hohe Dynamik bei Raubstraftaten im öffentlichen Raum. Insbesondere die Kombination aus körperlicher Gewalt und der gezielten Entwendung von Kommunikationstechnologie stellt die Ermittlungsbehörden vor fortwährende Herausforderungen.
