Hackerangriff auf Berlin: Verwaltung ohne Internet und E-Mail
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz (BeLa) am 17. August 2026 sind weite Teile der Berliner Verwaltung mit erheblichen IT-Störungen konfrontiert.
Wie offizielle Stellen mitteilten, wurden die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz bereits am vorangegangenen Freitag präventiv vom Netz isoliert. Erste Untersuchungen bestätigten unterdessen, dass sensible Daten aus der Verwaltungsstruktur abgeflossen sind.
Infrastrukturelle Auswirkungen und Netztrennung
Das Berliner Landesnetz fungiert als zentrale Kommunikationsarchitektur der Hauptstadt und verbindet rund 600 Standorte der Berliner Verwaltung miteinander. Durch die am Freitag eingeleitete Isolation der zwei betroffenen Senatsverwaltungen sollte eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware innerhalb dieses weitverzweigten Netzwerks verhindert werden.
Experten für IT-Sicherheit führen derzeit forensische Untersuchungen durch, um den Weg der Angreifer in das System zu rekonstruieren. Während die technische Trennung der betroffenen Ressorts als notwendige Sicherheitsmaßnahme gilt, hat sie die digitale Arbeitsfähigkeit der Behörden massiv eingeschränkt. Über die Hintergründe der Attacke sowie über das genaue Ausmaß des Datenabflusses liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Ermittlungen durch LKA und BSI eingeleitet
Angesichts der Schwere des Vorfalls wurden umgehend die Strafverfolgungsbehörden sowie nationale Sicherheitsinstanzen eingeschaltet. Das Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft haben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die Verantwortlichen für den Cyberangriff zu identifizieren.
Zudem unterstützt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Berliner Behörden bei der Analyse und der Wiederherstellung der Systemsicherheit.
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Zur Koordinierung der notwendigen Maßnahmen wurde ein Notfallkrisenstab eingerichtet. Dieser steuert die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Verwaltungen, den IT-Dienstleistern des Landes und den Sicherheitsbehörden. Bislang liegen jedoch keine Informationen zu den möglichen Tätern oder deren Motiven vor. Auch zum exakten Umfang des Datenverlusts machten die Behörden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine näheren Angaben.
Massive Einschränkungen im laufenden Dienstbetrieb
Die Folgen der Netztrennung sind für die Mitarbeiter der betroffenen Senatsverwaltungen gravierend. Seit der Abschaltung besteht kein Zugriff auf das Internet und keine Möglichkeit, externe E-Mails zu empfangen oder zu versenden. Auch der Remote-Zugriff auf behördliche Systeme vom Homeoffice oder von unterwegs aus ist vollständig unterbrochen.
Berichten aus den betroffenen Häusern zufolge sei ein geregelter Dienstbetrieb unter diesen Bedingungen kaum möglich. Mitarbeiter bezeichneten die Situation als kritisch und gaben an, praktisch arbeitsunfähig zu sein.
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Da die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Mobilität zentrale Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Hauptstadt steuern, könnten länger andauernde IT-Ausfälle auch Auswirkungen auf externe Dienstleister und laufende Bauprojekte haben.
Die IT-Forensiker arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Integrität der Systeme zu prüfen. Wann die Senatsverwaltungen wieder vollständig an das Berliner Landesnetz angeschlossen werden können, bleibt abzuwarten. Priorität habe derzeit die lückenlose Aufklärung des Vorfalls sowie die Sicherung der verbliebenen Datenbestände.
