Haustiere, Sommer

Haustiere im Sommer: Bakterien im Napf ab 20 Grad gefÀhrlich

Veröffentlicht: 05.07.2026 um 16:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ab 20 Grad drohen Bakterien im Futter. Experten raten zu hÀufiger Napfreinigung und mehreren Wasserstellen.

Sommerhitze: Hygiene-Tipps fĂŒr Hunde- und Katzenfutter
Ein sauberer, leerer Haustierfutternapf auf einer hellen OberflĂ€che, im Hintergrund verschwommen ein Haustier. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Gefahr im Napf

Bereits ab 20 Grad steigt das Risiko fĂŒr Bakterien und Schimmel im Futter rapide an. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) warnt besonders vor Nassfutter und Rohfleischprodukten.

Futterreste gehören spĂ€testens nach 30 Minuten aus dem Napf. Besser: mehrere kleine Portionen ĂŒber den Tag verteilen statt einer großen Mahlzeit. Die NĂ€pfe sollten tĂ€glich mit heißem Wasser und SpĂŒlmittel gereinigt werden.

Geöffnete Nassfutterdosen kommen in den KĂŒhlschrank – und vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringen. Trockenfutter lagert in luftdichten BehĂ€ltern an kĂŒhlen Orten.

Wasserstellen als BrutstÀtten

Hunde und Katzen brauchen mindestens zwei Wasserstellen, die zweimal tĂ€glich frisch befĂŒllt werden. Doch im Außenbereich lauert eine unterschĂ€tzte Gefahr: VogeltrĂ€nken.

Vogelexperte Kurt Klemm empfiehlt eine tĂ€gliche Reinigung mit heißem Wasser. Der Grund: Die Asiatische TigermĂŒcke nutzt selbst kleinste Wasseransammlungen zur Brut. Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum warnt: „VogeltrĂ€nken sollten spĂ€testens alle drei Tage komplett gereinigt werden." Stehende Wasserquellen gehören beseitigt.

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In Berlin hat sich zudem das West-Nil-Virus etabliert – ĂŒbertragen durch MĂŒcken.

Pfoten: Weniger ist mehr

Viele Hundehalter rasieren im Sommer die Haare zwischen den Pfotenballen. Ein Fehler, sagt Hundetrainerin Katharina Marioth. Diese Haare schĂŒtzen vor Hitze, Schmutz und Reibung. Zudem dienen sie als Tastorgan.

Nur bei Verfilzungen oder wenn der Hund auf glatten Böden den Halt verliert, ist ein KĂŒrzen sinnvoll. Das betrifft hĂ€ufig Rassen wie Australian Shepherd, Golden Retriever, Border Collie oder Pudel. Wichtig: Werkzeuge mit Schutzvorrichtungen oder abgerundeten Spitzen verwenden.

Zur aktiven AbkĂŒhlung bieten sich Wasserspielmatten, Hundepools oder KĂŒhlmatten an – besonders in Haushalten ohne Klimaanlage.

Tierheime am Limit

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Die Sommerhitze bringt die Infrastruktur vieler Tierheime an ihre Grenzen. Im Tierheim Aachen wurden ĂŒber 30 Grad in den UnterkĂŒnften gemessen. Die Einrichtung musste zusĂ€tzliche KlimagerĂ€te installieren.

Viele Heime verlegen Gassirunden in die frĂŒhen Morgenstunden vor 9 Uhr. Beim Tiertransport helfen UV-Schutz-Blenden, die bis zu 97 Prozent der Strahlung abschirmen. Die wichtigste Regel: Klimaanlage nutzen und Standzeiten in der Sonne vermeiden.

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