Hautkrebs, Fälle

Hautkrebs: 120.100 stationäre Fälle 2024, Todesfälle um 65% gestiegen

29.05.2026 - 20:39:49 | boerse-global.de

Stationäre Hautkrebsfälle in Deutschland stiegen binnen 20 Jahren um 95 Prozent. Experten fordern gezieltere Vorsorge für Risikogruppen.

Hautkrebs: 120.100 stationäre Fälle 2024, Todesfälle um 65% gestiegen - Foto: über boerse-global.de
Hautkrebs: 120.100 stationäre Fälle 2024, Todesfälle um 65% gestiegen - Foto: über boerse-global.de

Rund 120.100 Patienten wurden 2024 stationär behandelt – ein Anstieg von 95 Prozent im Vergleich zu 2004. Auch die Todesfälle nahmen zu: 4.600 Menschen starben 2024 an Hautkrebs, 65 Prozent mehr als vor zwei Jahrzehnten. Das Statistische Bundesamt machte am 28. Mai 2026 UV-Strahlung als Hauptrisikofaktor aus.

Helle und schwarze Hautkrebsfälle im Vergleich

Besonders stark stiegen die Fälle von nicht-melanozytärem (hellem) Hautkrebs: plus 117 Prozent. Bei malignen Melanomen, dem schwarzen Hautkrebs, betrug der Zuwachs 42 Prozent. Die Zahlen verdeutlichen, wie massiv sich die Gefahr durch Sonnenstrahlung in den letzten Jahren verschärft hat.

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Schutz fĂĽr die Augen: Worauf es wirklich ankommt

Doch nicht nur die Haut ist betroffen. Auch die Augen leiden unter zunehmender UV-Belastung. Dr. Tim Ahmels vom Pius-Hospital in Oldenburg erklärte am 29. Mai 2026, worauf beim Sonnenschutz für die Augen zu achten ist. Entscheidend seien die Kennzeichnung UV-400 und das CE-Zeichen. Ein weit verbreiteter Irrtum: Die Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus.

„Kinder brauchen besonders intensiven Schutz, da ihre Augenlinse noch nicht vollständig ausgereift ist“, betont der Augenarzt. Sie seien deutlich anfälliger für Strahlenschäden.

Altersbedingte Augenprobleme im Fokus

Neben UV-Schäden plagen ältere Menschen auch altersbedingte Veränderungen der Augenlider. Die 60-jährige Cindy Crawford leidet seit ihrem 50. Geburtstag an einer Blepharoptose – einem herabhängenden Oberlid. Dermatologin Dr. Dendy Engelman erklärt, dass die Ursache meist in einer nachlassenden Muskulatur liegt. Vorübergehende Linderung verschaffen spezielle Augentropfen wie Upneeq, die das Lid kurzfristig anheben.

Hautkrebs-Screening: Deutschland diskutiert ĂĽber Kosten

Trotz der alarmierenden Zahlen steht die flächendeckende Hautkrebsvorsorge für Über-35-Jährige auf dem Prüfstand. Die Bundesregierung prüft derzeit, ob die Screenings aufgrund von Haushaltszwängen fortgeführt werden. Eine Entscheidung soll bis Ende 2027 fallen.

Titus Brinker, Dermatologe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), plädiert für einen gezielteren Ansatz: „Statt alle zu screenen, sollten wir uns auf Risikogruppen konzentrieren.“ Dazu zählen Berufsgruppen mit hoher Sonnenexposition wie Postboten oder Dachdecker.

Sonnencreme fĂĽr Kinder: Ă–ko-Test mit guten Noten

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Für die jüngste Generation gibt es erfreuliche Nachrichten: Die Verbraucherorganisation Öko-Test bewertete in ihrer Juni-Ausgabe 22 Kindersonnencremes. 13 Produkte erhielten die Note „sehr gut“, darunter Alverde Kids, Alterra Baby, Nivea Sun Kids und Tabaluga. Schadstoffe fanden die Tester in keinem der Produkte in relevanten Mengen.

Allerdings gab es eine Ausreißerin: Die Bevola Kids-Sonnencreme von Kaufland schnitt nur „befriedigend“ ab. Der gemessene Lichtschutzfaktor lag unter dem auf der Verpackung angegebenen Wert.

Experten empfehlen weiterhin, konsequent auf hohe Lichtschutzfaktoren zu setzen und zusätzlich auf physische Barrieren wie Sonnenbrillen zu achten. Denn eines zeigt der Trend eindeutig: Die UV-Belastung nimmt zu – und damit auch die gesundheitlichen Risiken.

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