Herbstliche, Rückenschmerzen

Herbstliche Rückenschmerzen: TCM-Punkt soll mit 50 bis 100 Klopfern helfen

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kühle Witterung kann Muskel- und Gelenkbeschwerden begünstigen; Bewegung, Wärme und ärztliche Abklärung bei anhaltenden Schmerzen sind wichtig.
Eine dampfende Schale mit warmem Kräuterwasser auf einem dunklen Holztisch in einer herbstlichen Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Einzug des Herbstes und ausgeprägten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht klagen viele Menschen über zunehmende Nacken- und Rückenschmerzen. Wenn die Differenz der Tagestemperaturen teils mehr als 10 Grad Celsius beträgt und kühle, trockene Witterung einsetzt, nehmen Muskel- und Gelenkbeschwerden spürbar zu.

Mediziner und Praktiker der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) empfehlen daher eine frühzeitige Behandlung, um Verspannungen gezielt zu lösen und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Wie Kältereize und Temperatursprünge Muskeln und Gelenke belasten

Bereits bei tageszeitlichen Temperaturunterschieden von 8 bis 10 Grad Celsius reagiert der Körper mit physiologischen Schutzmechanismen. Die oberflächlichen Blutgefäße ziehen sich zusammen, was den Blutkreislauf verlangsamt.

In der Folge verspannen sich Muskeln und Bänder reflektorisch, um die Körperwärme zu halten. Durch diese Verengung und verminderte Gewebedurchblutung werden Beschwerden im Nacken-, Schulter- und Lendenbereich sowie Steifheit und Schmerzen bei degenerativen Gelenkerkrankungen begünstigt.

Bei derart markanten Umschwüngen treten neben Reizungen des Bewegungsapparats erfahrungsgemäß auch Beschwerden der Atemwege, des Herz-Kreislauf-Systems und des Magen-Darm-Traktes gehäuft auf.

Schutzmaßnahmen und Ansätze aus der Praxis

Um den Organismus in den kühleren Monaten zu entlasten, raten Fachleute zu einfachen präventiven Verhaltensweisen im Alltag. Ein wesentlicher Aspekt betrifft den Schutz der unteren Extremitäten: Die Füße sollten stets bedeckt gehalten und vor Auskühlung geschützt werden. Ein warmes Fußbad am Abend gilt als effektive Maßnahme, um die Durchblutung zu fördern und den Gelenkbereich zu entspann-en.

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Zusätzlich verschärft langes, ununterbrochenes Sitzen – wie es im Arbeitsalltag häufig vorkommt – das Problem. Fehlhaltungen und Bewegungsmangel begünstigen Nervenkompressionen sowie Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen. Fachleute empfehlen daher regelmäßige, kurze Bewegungspausen, beispielsweise durch stündliches Umhergehen oder kurze Kniebeugen zur Aktivierung der Zirkulation.

Aus Sicht der TCM kann zudem die gezielte Stimulation bestimmter Leitpunkte Entlastung bringen. So lässt sich etwa der Punkt Weizhong (BL40) in der Kniekehle durch Klopfen stimulieren; empfohlen werden 50 bis 100 Klopfer pro Bein, um Beschwerden im unteren Rücken zu lindern. Unterstützend kommen in der fernöstlichen Kräuterkunde Rezepturen zum Einsatz, die unter anderem auf Komponenten wie Kudzu, Yamswurzel, Poria und schwarzen Sojabohnen setzen.

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Warnzeichen und Abgrenzung zu Infekten

Treten Schmerzen auf, ist eine Differenzierung der Ursache wichtig. Schmerzen, die durch äußere Kälteeinwirkung und muskuläre Verkrampfung entstehen, sind von Schüttelfrost und Gliederschmerzen abzugrenzen, die im Rahmen einer fieberhaften Infektion auftreten. Bei einer Influenza beispielsweise entwickeln sich typischerweise plötzliches Fieber, ausgeprägte Ganzkörperschmerzen, starke Erschöpfung sowie Husten und Halsschmerzen.

Bleiben Nacken- oder Rückenschmerzen trotz Schonung und Wärme länger als eine Woche ohne Besserung bestehen, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Besondere Dringlichkeit besteht bei neurologischen Begleitsymptomen: Kommen Anzeichen wie Taubheitsgefühle in den Armen, Schwindel, Übelkeit oder Gangunsicherheiten hinzu, ist eine gezielte fachärztliche Untersuchung in der Orthopädie, der Rehabilitationsmedizin oder der Wirbelsäulenchirurgie erforderlich.

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