Herbsttrockenheit: TCM empfiehlt Birnen und weißen Zitterpilz
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zum kalendarischen Beginn des Herbstes raten Fachleute der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu gezielten Anpassungen des Alltags und der Ernährung. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen gegen die sogenannte Herbsttrockenheit. Dabei werden vor allem milde Lebensmittel wie Birnen und weißer Zitterpilz empfohlen, um saisonale Beschwerden zu lindern, wie Fachberichte vom 23. September 2026 darlegen.
Typische Beschwerden durch die Herbsttrockenheit
Mit dem Übergang von sommerlicher Wärme zu kühlerer Witterung und sinkender Luftfeuchtigkeit dominiert nach der Lehre der TCM das Phänomen der Trockenheit. Häufige Beschwerden in dieser Phase sind trockene Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, Halskratzen, trockener Reizhusten sowie ein leichtes Engegefühl im Brustbereich. Ebenso treten vermehrt eine verstopfte Nase und juckende Haut auf.
Durch die spürbaren Temperaturunterschiede zwischen den Morgen- und Abendstunden steigt zudem das Risiko für Erkältungen sowie Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Bei Personen mit vorbestehenden Atemwegs- oder Hautproblemen wie Asthma oder chronischem Husten fallen die Reaktionen oftmals ausgeprägter aus.
Befeuchtende Ernährung und weiße Lebensmittel
In der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre ist die Farbe Weiß dem Funktionskreis der Lunge zugeordnet. Weiße Nahrungsmittel gelten überwiegend als neutral bis leicht kühlend und eignen sich nach Ansicht von TCM-Medizinern dazu, Körpersäfte anzuregen und Trockenheit ausgleichn.
Empfohlen werden vor allem Birnen, Lilienzwiebeln, weißer Zitterpilz, Yamswurzel und Lotuswurzel. Ergänzend wird dazu geraten, scharfe und stark fettige Speisen zu reduzieren und vermehrt milde Säure aufzunehmen – etwa durch Weintrauben oder Weißdorn –, um den Verlust von Körperflüssigkeiten einzudämmen.
In Fachkreisen werden dazu traditionelle Zubereitungen genannt:
* Gedämpfte Birne: Eine Birne wird mit zehn Millilitern Honig für 30 Minuten im Wasserbad gegart und über drei bis fünf Tage hinweg täglich verzehrt.
* Lilien-Zitterpilz-Suppe: 30 Gramm getrocknete Lilienzwiebeln, ein weißer Zitterpilz und 15 Gramm Goji-Beeren werden über zwei Stunden sanft geköchelt.
* Yamswurzel-Brei: 100 Gramm Yamswurzel, 50 Gramm für zwei Stunden eingeweichte Hiobstränensamen und 100 Gramm Reis werden zu einem nährenden Brei gekocht.
* Lungen-Tee: Sechs Gramm Lilienzwiebeln, sechs Gramm Maimendong und etwas Süßholz werden in rund 1000 Millilitern heißem Wasser für etwa 20 Minuten gekocht oder ziehen gelassen.
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Lebensführung, Bewegung und Vorbeugung
Neben der Ernährung spielt die Anpassung der täglichen Gewohnheiten eine zentrale Rolle. Fachleute raten dazu, sich den kühleren Morgen- und Abendstunden entsprechend zu kleiden und insbesondere Nacken, Bauch und Knöchel vor Kälte zu schützen. Ein geregelter Schlafrhythmus mit zeitigem Zubettgehen unterstütze das Immunsystem. Vor dem Schlafen könne ein 15- bis 20-minütiges warmes Fußbad für Ausgleich sorgen.
Bei körperlicher Aktivität wird zu Mäßigung geraten. Anstrengende Trainingseinheiten mit starkem Schwitzen seien zu meiden, da hierbei zu viele Säfte verloren gingen. Geeignet seien sanfte Bewegungsmethoden wie Spaziergänge, Tai-Chi, Baduanjin oder Dehnübungen. Ergänzend weisen Experten auf die sanfte Massage bewährter Akupressurpunkte wie Hegu, Lieque, Chize und Feishu hin.
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Typgerechte Anpassung und Grenzen der Selbstbehandlung
Mediziner betonen, dass gesundheitliche Maßnahmen stets an die individuelle Konstitution angepasst werden müssen. Eine pauschale Einnahme stark wärmender Stärkungsmittel oder schwerer Fleischgerichte könne die noch vom Spätsommer belastete Verdauung überfordern.
Wer zu einem empfindlichen Magen oder Durchfall neigt, sollte kühlende Lebensmittel wie Birnen oder Lotuswurzeln dünsten oder dämpfen und auf eiskalte Getränke verzichten. Schwangere sowie Menschen mit chronischen Vorerkrankungen sollten die Einnahme von Kräutertees vorab medizinisch abklären. Sollten Symptome wie Husten, Halsschmerzen oder Schlafprobleme länger als ein bis zwei Wochen anhalten, wird ein Arztbesuch empfohlen.
