Hermes-Phishing: Betrüger fordern 1,99 Euro Zollgebühr per SMS
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Smartphone-Nutzer sehen sich aktuell einer neuen Welle betrügerischer Nachrichten ausgesetzt, die unter der Identität des Logistikunternehmens Hermes verbreitet werden. Ziel der Kriminellen ist es, Empfänger zur Zahlung vermeintlicher Zollgebühren zu bewegen und sensible Daten zu entwenden. Berichten zufolge fordern die Absender dabei gezielt einen Betrag von 1,99 Euro ein.
Der Mechanismus hinter der gegenwärtigen Betrugsserie folgt einem Muster der Internetkriminalität, das gezielt auf die Erwartungshaltung von Online-Bestellern setzt. In den gefälschten Nachrichten werden die Empfänger darüber informiert, dass ein für sie bestimmtes Paket aufgrund ausstehender Zollgebühren blockiert sei.
Um die Sendung angeblich freizuschalten, wird eine Gebühr in Höhe von 1,99 Euro verlangt. Die Kurznachrichten enthalten einen Link, der die Nutzer zur schnellen Regulierung des Betrags auffordert.
Dieser Link führt jedoch nicht zu einer offiziellen Plattform des Versanddienstleisters, sondern auf eine manipulierte, gefälschte Webseite. Dort sollen die Betroffenen ihre Zahlungsdaten hinterlegen.
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Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass es den Tätern dabei primär um den Zugriff auf Kreditkarteninformationen oder Online-Banking-Zugänge der Opfer geht und der geringe geforderte Betrag lediglich als Vorwand dient, um die Hemmschwelle für die Dateneingabe zu senken.
Die Faktencheck-Plattform Mimikama hat bereits eine ausdrückliche Warnung vor dieser Phishing-Welle herausgegeben. Es handle sich um einen Fall von Identitätsmissbrauch, bei dem das Vertrauen in etablierte Markennamen ausgenutzt werde, um Sicherheitsmechanismen der Nutzer zu umgehen.
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Die Experten der Plattform beobachten die Verbreitung dieser Nachrichten intensiv und raten zur erhöhten Vorsicht bei unaufgeforderten Zahlungsaufforderungen im Zusammenhang mit Paketzustellungen.
Betroffene, die eine solche Nachricht erhalten, sollten unter keinen Umständen auf den enthaltenen Link klicken oder persönliche Informationen auf den verknüpften Seiten eingeben. Zur Überprüfung der Echtheit von Benachrichtigungen wird empfohlen, ausschließlich die offiziellen Kanäle des Unternehmens zu nutzen.
Die Authentizität einer Sendung oder etwaiger Gebührenforderungen lasse sich sicher über die offizielle Hermes-App oder die offizielle Hermes-Webseite kontrollieren. Dort können Kunden den Status ihrer Pakete mithilfe der Sendungsnummer einsehen, ohne auf potenziell schädliche Links in Kurznachrichten angewiesen zu sein.
Sollten Nutzer bereits Daten auf einer der gefälschten Webseiten eingegeben haben, raten Fachanwälte und IT-Sicherheitsexperten dazu, umgehend das jeweilige Kreditinstitut zu informieren, um betroffene Karten oder Konten sperren zu lassen. Zudem wird in solchen Fällen geraten, den Vorfall bei den zuständigen Polizeibehörden zur Anzeige zu bringen.
