Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Todesursachen 2025

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben hÀufigste Todesursache

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 09:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben 2025 die hĂ€ufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl der TodesfĂ€lle sank jedoch binnen drei Jahren deutlich – besonders bei tödlichen Herzinfarkten.

Die Zahl tödlicher Herzinfarkte ist im Jahresvergleich zurĂŒckgegangen. - Bild: Frank Molter/dpa
Die Zahl tödlicher Herzinfarkte ist im Jahresvergleich zurĂŒckgegangen. - Bild: Frank Molter/dpa

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben 2025 die hÀufigste Todesursache in Deutschland, doch die Zahl der daran gestorbenen Menschen ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 334.100 gesunken.

Deutlicher RĂŒckgang seit 2022

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Zahl der TodesfĂ€lle damit 6,7 Prozent unter dem Wert von 2022. Besonders stark ging die Zahl der tödlichen Herzinfarkte zurĂŒck: Sie sank in diesem Zeitraum um 15,2 Prozent.

Auch bei den sogenannten zerebrovaskulĂ€ren Krankheiten gab es einen RĂŒckgang um 6,3 Prozent. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem SchlaganfĂ€lle, Hirnblutungen und Hirninfarkte. Zwischen 2019 und 2022 war die Zahl der TodesfĂ€lle in beiden Bereichen noch gestiegen.

Frauen profitieren beim Herzinfarkt stÀrker

Bei Frauen ging die Zahl der tödlichen Herzinfarkte seit 2022 um 16,8 Prozent zurĂŒck, bei MĂ€nnern um 14,1 Prozent. Alle Altersgruppen verzeichneten einen RĂŒckgang. Besonders deutlich war er bei den 80- bis 85-JĂ€hrigen mit 30,6 Prozent.

Bei den zerebrovaskulÀren Krankheiten sank die Zahl der TodesfÀlle bei MÀnnern seit 2022 um 4,6 Prozent und bei Frauen um 7,7 Prozent.

Insgesamt starben rund 1,01 Millionen Menschen

Insgesamt starben 2025 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen. Das waren 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr und der dritte RĂŒckgang der Gesamtzahl in Folge.

Krebs folgt auf Platz zwei

Die zweithÀufigste Todesursache war Krebs mit 228.800 TodesfÀllen. Danach folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 81.200 Verstorbenen. Fast zwei Drittel aller TodesfÀlle entfielen damit auf eine der drei hÀufigsten Krankheitsgruppen.

Bei Frauen waren Demenz mit 7,7 Prozent, die chronische ischÀmische Herzkrankheit mit 5,8 Prozent und Herzinsuffizienz mit 4,3 Prozent die hÀufigsten einzelnen Todesursachen. Bei MÀnnern lagen die chronische ischÀmische Herzkrankheit mit 7,7 Prozent, bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge mit 5,2 Prozent sowie der Herzinfarkt mit 4,8 Prozent vorn.

RĂŒckgang trotz alternder Bevölkerung

Die Statistik markiert eine wichtige Entwicklung: Obwohl der Anteil Ă€lterer Menschen wĂ€chst und das Lebensalter ein zentraler Treiber von Gesundheitsausgaben ist, gingen die TodesfĂ€lle durch Herzinfarkte und zerebrovaskulĂ€re Krankheiten seit 2022 zurĂŒck. Der RĂŒckgang fĂ€llt bei Herzinfarkten besonders deutlich aus und betrifft Frauen wie MĂ€nner sowie sĂ€mtliche Altersgruppen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben dennoch die grĂ¶ĂŸte gesundheitspolitische Herausforderung. Sie verursachten 2024 mit 69,4 Milliarden Euro die höchsten direkten Krankheitskosten in Deutschland. Darin enthalten sind unter anderem medizinische Behandlung, Pflege, PrĂ€vention und Rehabilitation; indirekte Folgen wie ArbeitsausfĂ€lle werden nicht berĂŒcksichtigt.

PrÀvention bleibt entscheidend

Die Zahlen zu tödlichen VerlĂ€ufen sagen zudem nichts darĂŒber aus, wie viele Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen leben oder dauerhaft behandelt werden mĂŒssen. FĂŒr Betroffene und Angehörige bleiben deshalb Vorsorge, eine konsequente Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes sowie der Verzicht auf Tabak wichtige Ansatzpunkte. Auch schnelle medizinische Hilfe bei Warnzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls kann die Überlebenschancen und die Folgen der Erkrankung beeinflussen.

Der Abstand zu Krebs als zweithĂ€ufigster Todesursachengruppe bleibt groß: Fast zwei Drittel aller TodesfĂ€lle entfielen 2025 auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Krankheiten des Atmungssystems. FĂŒr die Gesundheitsversorgung bedeutet das, dass sinkende Sterbefallzahlen den hohen Bedarf an PrĂ€vention, Akutmedizin, Rehabilitation und Pflege nicht beseitigen.

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