Herzkrankheiten, Minuten

Herzkrankheiten in Österreich: Alle 17 Minuten stirbt ein Mensch daran

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Fachgesellschaft verlangt mehr Prävention, digitale Überwachung und eine stärker alters- und geschlechtsspezifische Versorgung.

ÖKG fordert neue Prioritäten für Herzgesundheit in Österreich
Ein moderner, heller Untersuchungsraum in einer medizinischen Einrichtung mit hochwertigen Diagnosegeräten. Illustration mit AI erstellt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören unverändert zu den größten medizinischen Herausforderungen. In Österreich verlangt die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG) vor diesem Hintergrund einen grundlegenden Aufbruch für die Herzgesundheit.

Wie Medienberichte vom 28. September 2026 darlegen, stirbt in Österreich alle 17 Minuten ein Mensch an den Folgen einer Herzkrankheit. Anlässlich des Weltherztags am 29. September 2026 präsentierte die Fachgesellschaft im Rahmen einer Pressekonferenz den aktuellen Handlungsbedarf.

Hohe Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Ursachen

Nach Angaben von ÖKG-Präsident Daniel Scherr geht in Österreich jeder dritte Todesfall auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Damit erweise sich diese Krankheitsgruppe als tödlicher als Krebserkrankungen und Verkehrsunfälle zusammen.

Angesichts dieser statistischen Belastung fordert die ÖKG, die Herzgesundheit als klare gesundheitspolitische Priorität zu verankern. Neben der Akutmedizin müssten vor allem Maßnahmen im Bereich der Prävention verstärkt werden, um Risikofaktoren in der Bevölkerung frühzeitiger zu adressieren und Folgeschäden abzuwenden.

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Digitale Überwachung und Einsatz Künstlicher Intelligenz

Um die kardiologische Versorgung an moderne Möglichkeiten anzupassen, dringt die Fachgesellschaft auf technologische Innovationen. ÖKG-Sekretär Lukas Fiedler sprach sich im Zuge der Forderungen für eine verstärkte Nutzung von Künstlicher Intelligenz aus.

Zusätzlich plädiert die ÖKG für die Implementierung digital überwachter Blutwerte. Mithilfe telemedizinischer und digitaler Kontrollen ließen sich relevante Veränderungen von Parametern schneller erfassen, was die engmaschige Betreuung von chronisch herzkranken Patienten erleichtern und Behandlungsentscheidungen verbessern könne.

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Geschlechter- und altersbezogene Unterschiede in der Diagnose

Ein weiterer zentraler Aspekt des geforderten Maßnahmenpakets betrifft die Differenzierung nach Alter und Geschlecht. Die ÖKG weist darauf hin, dass geschlechts- und altersspezifische Faktoren in der Praxis noch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Insbesondere bei Frauen zeigen sich erhebliche Versorgungsdefizite: Herzerkrankungen werden bei ihnen laut ÖKG tendenziell später erkannt, zudem erhalten weibliche Patienten seltener eine adäquate Behandlung. Um die Überlebenschancen zu verbessern, fordert die Gesellschaft eine Anpassung der klinischen Routinen an diese spezifischen Unterschiede.

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