Hexaware beigetreten: Microsoft baut Zero-Trust-Ökosystem aus
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 18:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der indische IT-Dienstleister Hexaware Technologies ist der Microsoft Intelligent Security Association (MISA) beigetreten – ein Schritt, der die Verbreitung von Zero-Trust-Architekturen in Unternehmen beschleunigen soll.
Sicherheit und Cloud wachsen zusammen
Im Zuge der Mitgliedschaft integriert Hexaware seine End-to-End-Sicherheitslösungen in Microsoft Azure und Microsoft 365. Die Angebote des Unternehmens, die nun im Microsoft Marketplace gelistet sind, konzentrieren sich auf zentrale Bereiche wie Extended Detection and Response (XDR), Security Information and Event Management (SIEM) und Identitätsmanagement. Vor der Ankündigung wurden die Lösungen von Microsoft-Technikexperten einem Validierungsprozess unterzogen.
Girish Ravindran, Executive Vice President bei Hexaware, und Maria Thomson von Microsoft betonten die Bedeutung dieser Integration für Kunden, die sich in zunehmend komplexen Bedrohungslagen zurechtfinden müssen. Das Ziel der Partnerschaft: Unternehmen mehr Transparenz und robustere Verteidigungsmechanismen über Cloud- und Hybrid-Infrastrukturen hinweg zu bieten.
Solide Geschäftszahlen als Fundament
Der Schritt in die MISA-Allianz folgt auf eine Phase finanziellen Wachstums bei Hexaware. Im ersten Quartal (Ende März 2026) meldete das Unternehmen einen Nettogewinnanstieg von 7,46 Prozent auf 351,60 Crore Rupien (rund 38 Millionen Euro), während der Umsatz um 12,63 Prozent auf 3.613 Crore Rupien (rund 390 Millionen Euro) kletterte. Das Unternehmen, das am 19. Februar 2025 durch einen Börsengang 8.750 Crore Rupien (rund 950 Millionen Euro) eingesammelt hatte, prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 eine EBITDA-Marge zwischen 13 und 14 Prozent.
Über die Sicherheitsinitiativen hinaus erweitert Hexaware sein Technologie-Ökosystem: So wurde das Unternehmen autorisierter Reseller für das KI-Unternehmen Anthropic und setzt auf die eigene Tensai-Plattform.
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Microsoft baut Zero-Trust-Ökosystem aus
Parallel zum Beitritt von Hexaware hat Microsoft seine internen Sicherheitsrahmen erweitert. Am 6. August 2026 ergänzte der Konzern seine Zero-Trust-für-KI-Strategie um eine KI-spezifische Säule in seinen Bewertungstools sowie eine DevSecOps-Säule in seinen Workshops. Wie Corporate Vice President Ron Pessner erläuterte, umfasst dies 15 Kontrollgruppen und 91 spezifische Aufgaben, die Organisationen dabei helfen sollen, ihre KI-Einführung und Entwicklungsprozesse abzusichern.
Branche in Bewegung
Auch im weiteren Cybersicherheitssektor war am 6. August einiges los: Sophos kündigte auf der Black-Hat-USA-Konferenz eine Partnerschaft mit OpenAI an, um moderne KI-Modelle in seine Sicherheitsoperationsplattform zu integrieren, die über 625.000 Organisationen nutzen. Die israelische Offensiv-Sicherheitsfirma A Security sicherte sich unterdessen 37 Millionen Dollar (rund 34 Millionen Euro) von Investoren wie Lightspeed Venture Partners und Cyberstarts. Die Plattform konzentriert sich darauf, Angriffspfade zu identifizieren und zu beheben, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können.
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Micware Co., Ltd. startete zudem neue Cloud- und KI-Sicherheitslösungen in Zusammenarbeit mit Wiz Ltd., die sich gezielt an die Automobil- und Mobilitätsbranche richten. Diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Branchenexperten wie Sarah Cecchetti von Semperis vor zunehmenden identitätsbasierten Angriffen in der Asien-Pazifik-Region warnen – Microsoft blockiert derzeit mehr als 7.000 Passwortangriffe pro Sekunde.
