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Hide My Email: Apples Datenschutz-Funktion nach zweitem Fix noch immer unsicher

Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 14:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples E-Mail-Verschleierungsfunktion bleibt trotz zweier Fehlerbehebungen angreifbar. Experten raten zu Diensten wie ProtonMail als Alternative.

Apples Hide My Email: SicherheitslĂŒcke trotz mehrerer Reparaturversuche
Digitales VorhĂ€ngeschloss mit rotem Warnsymbol ĂŒber einem unscharfen Apple-Logo, das eine SicherheitslĂŒcke symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Externe können damit die echte E-Mail-Adresse eines Nutzers mit 100-prozentiger Sicherheit ermitteln – und das, obwohl Apple mehrfach versuchte, das Problem zu beheben.

Fehlgeschlagene Reparaturversuche

Die Schwachstelle wurde erstmals im Juni 2025 von Tyler Murphy, einem Sicherheitsforscher bei EasyOptOuts, an Apple gemeldet. Die Funktion erlaubt es Nutzern, einmalige, zufÀllige E-Mail-Adressen zu erstellen, die Nachrichten an das persönliche Postfach weiterleiten. So bleibt die echte IdentitÀt vor Diensten Dritter verborgen.

Doch unabhÀngige Tests von 404 Media und TechCrunch belegen: Das System schafft es nicht, die nötige Trennung zwischen Alias und echter IdentitÀt aufrechtzuerhalten. Apple gab im MÀrz 2026 bekannt, das Problem gelöst zu haben. Nachdem Berichte das Gegenteil zeigten, folgte am 30. Juni 2026 ein weiterer Fix. Sicherheitsanalysten bestÀtigten nun: Auch dieser schlug fehl. Die Ursache liegt in einer fehlerhaften Grenzziehung zwischen E-Mail-Alias und Weiterleitungsziel.

Domain-Wechsel mit Nebenwirkungen

Am 15. Juni 2026 kĂŒndigte Apple an, die „Hide My Email“-Adressen auf eine neue Domain (private.icloud.com) umzuziehen. Was den Dienst verbessern soll, könnte jedoch neue Probleme schaffen. Durch die BĂŒndelung unter einer erkennbaren Domain können Drittanbieter die PrivatsphĂ€re-Nutzer leichter identifizieren und blockieren.

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Bis Anfang Juli 2026 bleibt die SicherheitslĂŒcke ungepatcht. Experten raten Nutzern, die zuverlĂ€ssigen E-Mail-Schutz benötigen, zu Alternativen wie ProtonMail oder Firefox Relay.

Weitere Datenschutz-Probleme bei Apple

Die anhaltenden Schwierigkeiten mit „Hide My Email“ sind nicht der einzige Fall, in dem Apples Datenschutzversprechen auf dem PrĂŒfstand stehen. Am 5. Juli 2026 wurde in Kalifornien eine Sammelklage eingereicht. Die KlĂ€gerin Sarah Simpson wirft Apple vor, dass der Safari-Browser selbst im privaten Modus „Canvas Fingerprinting“ ermögliche – also GerĂ€tedaten preisgebe.

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Hinzu kommen neue Bedrohungen fĂŒr das Apple-Ökosystem. Am heutigen Montag berichteten Forscher ĂŒber die macOS-Schadsoftware „Gaslight“, die durch Prompt-Injection KI-basierte Sicherheitsanalysen umgeht. Zudem identifizierten Google-Forscher eine Exploit-Kette namens „DarkSword“, die seit Ende 2025 iOS-Nutzer angreift – mit sechs Zero-Day-LĂŒcken, die KryptowĂ€hrungs-Wallets kompromittieren.

Apple aktualisierte Anfang Juni 2026 seine XProtect-Sicherheitsregeln und schloss in iOS 26.3 einige LĂŒcken. Doch der anhaltende Fehler bei „Hide My Email“ zeigt: Selbst Kernfunktionen des Datenschutzes sind nicht sicher.

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