Hilfsmittel, Eigenanteil

Hilfsmittel: Eigenanteil für Senioren steigt auf 159 Euro

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GKV-Ausgaben für medizinische Hilfsmittel erreichen 2025 neuen Höchststand. Trotz steigender Kosten bleibt die Basisversorgung für 78 Prozent der Fälle zuzahlungsfrei.

Krankenkassen: Ausgaben für Hilfsmittel steigen auf 12,1 Milliarden
Ein moderner Rollator und ein Hörgerät auf einem Holztisch in einer hellen, professionellen Praxisumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2025 rund 12,1 Milliarden Euro für medizinische Hilfsmittel ausgegeben. Das sind 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Die Zahlen des GKV-Spitzenverbands zeigen: Knapp 32 Millionen Versorgungsfälle stecken hinter dieser Summe. Besonders Hörgeräte und Rollatoren treiben die Kosten.

Versicherte zahlen tiefer in die Tasche

Die durchschnittlichen Mehrkosten für Hilfsmittel sind 2025 um 10 Euro gestiegen. Im Schnitt zahlten Versicherte nun 159 Euro extra – immer dann, wenn sie ein Produkt wählten, das über die Standardversorgung hinausgeht.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille.

78 Prozent bleiben kostenfrei

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Trotz der gestiegenen Durchschnittswerte: Die große Mehrheit der Versorgungen kommt ohne private Aufschläge aus. Bei 78 Prozent aller abgegebenen Hilfsmittel deckte die Kasse die Kosten vollständig – abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung.

Diese Zuzahlung lag meist zwischen 7,50 und 15 Euro. In rund 7 Millionen Fällen griffen Versicherte dafür in die Tasche. Insgesamt summierten sich die gesetzlichen Beteiligungen auf über 1,1 Milliarden Euro.

Spannungsfeld zwischen Basis und Komfort

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Die Entwicklung zeigt ein klares Bild: Während die Basisversorgung für die meisten gesichert ist, wächst der Markt für Premiumlösungen. Vor allem moderne Hörsysteme mit besserer Technik treiben die privaten Zusatzkosten.

Der Anstieg von 11,5 auf 12,1 Milliarden Euro unterstreicht den wachsenden Bedarf in einer alternden Gesellschaft. Mobilitätshilfen und Sinnesprothesen werden für die Teilhabe am öffentlichen Leben immer wichtiger.

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