Hitzebelastung, Frauen

Hitzebelastung: Frauen doppelt so hÀufig betroffen wie MÀnner

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 08:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Hitzewelle belastet vor allem Frauen: Umfrage zeigt deutliche Unterschiede bei gesundheitlichen Beschwerden zwischen den Geschlechtern.

Sommerhitze: Gesundheitsrisiken und Schutzmaßnahmen im Überblick
Eine geöffnete Reiseapotheke mit Medikamenten, Sonnencreme und Insektenschutzmittel vor einem verschwommenen sommerlichen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Drittel der Deutschen leidet bereits unter Hitzebeschwerden. Ärzte und Apotheker geben konkrete Tipps fĂŒr den Sommer.

Hitzewelle: Frauen stÀrker betroffen als MÀnner

Ende Juni bis Anfang Juli 2026 befragten Forscher 1.519 Menschen zu ihren Hitzebeschwerden. Das Ergebnis: 71 Prozent klagten ĂŒber MĂŒdigkeit, 68 Prozent ĂŒber Schlafprobleme. Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent) folgen dicht auf.

Besonders auffĂ€llig: Frauen sind fast doppelt so hĂ€ufig betroffen wie MĂ€nner. 40 Prozent der Frauen gaben gesundheitliche BeeintrĂ€chtigungen an, bei den MĂ€nnern waren es nur 21 Prozent. Trotz der Beschwerden suchten lediglich fĂŒnf Prozent der Betroffenen einen Arzt auf.

Drei Viertel der Befragten halten die bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen fĂŒr unzureichend. Fachleute warnen zudem vor psychischen Folgen: Hitzewellen treiben den Cortisolspiegel hoch, Schlafstörungen verstĂ€rken psychische Probleme.

Haut in Gefahr: Von Quallen bis Sonnenbrand

Der Sommer lockt ins Wasser – doch der Badespaß hat TĂŒcken. Nach dem Schwimmen in Seen tritt hĂ€ufig juckender Ausschlag auf. Auslöser sind meist Algen oder Zerkarien. Die Gegenmaßnahme: Haut sofort abtrocknen, Kleidung wechseln, bei Bedarf juckreizhemmende Mittel auftragen.

Auch Blasen an den FĂŒĂŸen sind ein Klassiker. Experten raten: Nicht aufstechen, sondern Blasenpflaster verwenden. Die Heilung dauert vier bis fĂŒnf Tage. Gegen wunde Oberschenkel helfen Hosen mit glatten NĂ€hten und Zinkschaum.

Beim Sonnenschutz kommt es auf den Stoff an. Kunstfasern wie Polyester oder Nylon bieten hohen UV-Schutz – besonders in dunklen Farben. Nasse Baumwolle dagegen verliert fast ihre gesamte Schutzwirkung. Zertifizierte UV-Kleidung nach Standard 801 schĂŒtzt selbst im nassen Zustand zuverlĂ€ssig.

Der Hintergrund ist ernst: Die Zahl der HautkrebsfĂ€lle hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Mediziner der Berliner CharitĂ© warnen zudem vor möglichen EinschrĂ€nkungen bei Vorsorgeuntersuchungen fĂŒr Menschen ab 35 Jahren.

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Reiseapotheke: Was muss rein?

Die Zusammenstellung der Reiseapotheke hÀngt vom Ziel ab. Zur Grundausstattung gehören:

  • Dauermedikamente
  • Verbandsmaterial
  • Fieber- und Schmerzmittel
  • DurchfallprĂ€parate
  • Ausreichend Sonnenschutz

Bei extremer Hitze empfehlen Apotheker zusÀtzlich Elektrolytlösungen.

FĂŒr Kinder gilt: Nur altersgerechte Arzneimittel verwenden. Erwachsenenmedikamente können lebensgefĂ€hrlich sein. Chronisch Kranke sollten laut ADAC mindestens 50 Prozent mehr Medikamente mitfĂŒhren als geplant. Wichtig: Alles in Originalverpackung mit Beipackzettel.

Wer BetĂ€ubungsmittel wie Methylphenidat oder Fentanyl dabeihat, muss die Einreisebestimmungen des Ziellands vorher checken. Die Lagerung der Medikamente sollte kĂŒhl erfolgen – ideal unter 25 Grad. Das erhitzte Auto ist tabu.

Impfschutz: Nicht nur fĂŒr Fernreisen

Das Gesundheitsamt empfiehlt, vor Reisen den Impfstatus zu prĂŒfen. Basisimpfungen gegen Masern, Polio, Tetanus und Diphtherie sollten aktuell sein. Je nach Ziel kommen Hepatitis A, Typhus oder Gelbfieber hinzu.

In tropischen Regionen ist MĂŒckenschutz essenziell. Repellents, Moskitonetze und lange Kleidung schĂŒtzen vor Dengue-Fieber, Chikungunya und Malaria.

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Gefahr an der KĂŒste: Quallenalarm auf Fehmarn

Mitte Juli 2026 kam es an der Ostsee zu einem Massenansturm von Feuerquallen. Auf Fehmarn mussten ĂŒber 270 BadegĂ€ste medizinisch versorgt werden. Die Behandlung: Rasierschaum auf die betroffenen Stellen auftragen, mit einem Holzspatel abtragen. SĂŒĂŸwasser dagegen verstĂ€rkt die Beschwerden.

Auch die DLRG schlĂ€gt Alarm. Im Juni 2026 registrierten die Retter mindestens 99 ErtrinkungsfĂ€lle – die höchste Zahl seit ĂŒber 20 Jahren. Über 90 Prozent der Opfer waren mĂ€nnlich. Experten warnen: Die Risiken in offenen GewĂ€ssern werden oft unterschĂ€tzt.

Festival-Sommer: Sicherheit hat Vorrang

Großveranstaltungen wie das Parookaville-Festival in Weeze (Mitte Juli) haben strenge Regeln. Neben einer medizinischen Rund-um-die-Uhr-Versorgung gilt ein striktes Glasverbot. Eigene Speisen und GetrĂ€nke sind fĂŒr Tagesbesucher tabu – eine leere 0,5-Liter-Flasche fĂŒr Wasser ist erlaubt. Cannabis-Konsum bleibt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gestattet.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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