Hitzerekord 41,7 Grad: Homeoffice-Tipps gegen Überhitzung
Veröffentlicht: 29.06.2026 um 16:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Für Millionen Beschäftigte im Homeoffice wird die Arbeit zur körperlichen Herausforderung. Experten raten zu drastischen Maßnahmen.
Arbeitsplatz umziehen – und zwar sofort
Der einfachste Trick: Schreibtisch weg vom Fenster. Noch besser: Ins kühlere Untergeschoss ausweichen. Wer bleiben muss, setzt auf atmungsaktive Stühle. Netzgewebe oder Baumwolle lassen die Luft zirkulieren und verhindern Hitzestau.
Zur schnellen Abkühlung helfen simple Hausmittel. Eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche auf dem Schoß wirkt Wunder. Kalte Fußbäder unter dem Schreibtisch entlasten den Kreislauf. Auch das Besprühen der Haut mit Wasser senkt die gefühlte Temperatur sofort.
Pflanzen als natürliche Klimaanlage
Die Plants & Flowers Foundation Holland und die Aktion „Das sichere Haus“ empfehlen Zimmerpflanzen zur Verbesserung des Mikroklimas. Besonders geeignet:
- Glücksfeder: 40 bis 60 Zentimeter hoch, robust und pflegeleicht
- Pilea: Braucht nur wöchentlich Wasser und befeuchtet die Luft
- Drachenbaum: Empfindlich gegen Zugluft – Temperaturen unter 18 Grad verträgt er nicht
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Langfristig helfen Fassaden- oder Dachbegrünungen. Kurzfristig bleiben Rollläden und Markisen das wichtigste Mittel gegen Überhitzung.
Klimageräte ausverkauft – Wartezeiten für Fachbetriebe
Die Hitzewelle hat die Nachfrage nach Klimatechnik explodieren lassen. Media Markt Saturn meldet leere Lager. Die Hersteller kommen mit Nachschub kaum nach.
Noch schlimmer trifft es alle, die fest installierte Anlagen wollen. Christoph Brauneis vom Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe spricht von einer massiven Nachfrage. Die Wartezeiten sind enorm. Wer kurzfristig eine Lösung braucht, muss auf organisatorische und biologische Maßnahmen setzen.
Die Lage ist ernst – auch nachts keine Erholung
Neben der Hitzeeinwirkung unterschätzen viele Unternehmen die rechtlichen Risiken und Pflichten bei der Arbeit außerhalb der Büroräume. Erfahren Sie in diesem Experten-Leitfaden, wie Sie mobile Mitarbeiter auch bei extremen Bedingungen rechtssicher absichern. Gratis E-Book: Mobiles Arbeiten & Sicherheit
Die Daten vom letzten Juni-Wochenende zeigen die Dringlichkeit. Neben den Tagesrekorden wurden auch die wärmsten Nächte seit Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen. Die nächtliche Regeneration fällt aus.
Die Feuerwehr Berlin verzeichnete allein am Samstag und Sonntag über 4.000 Einsätze. Die Deutsche Bahn warnte vor Reisen wegen Hitzeschäden an der Infrastruktur. Wer im Homeoffice bleibt, ist sicherer – vorausgesetzt, die klimatischen Bedingungen stimmen.
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