Hitzewallungen: Salbei und HirtentÀschel wirken langfristig
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 20:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Salbei und HirtentÀschel stehen dabei ganz oben auf der Liste.
Salbei-Sirup â oft kombiniert mit Zitronenextrakten â soll langfristig gegen Hitzewallungen helfen. HirtentĂ€scheltee dagegen wird speziell bei akuten Beschwerden empfohlen. Die Anwendung ist einfach und die Mittel sind in jeder Apotheke erhĂ€ltlich.
KĂŒhlung aus der Natur
Bei entzĂŒndlichen Erkrankungen wie Gicht setzen Heilpraktiker auf Pflanzen mit harntreibender Wirkung. Brennnessel, Goldrute, BirkenblĂ€tter und MĂ€desĂŒĂ stehen hoch im Kurs. Auch Selleriesamen und Sauerkirschen sollen den HarnsĂ€urespiegel senken.
FuĂbĂ€der mit Heublumen ergĂ€nzen die Behandlung von auĂen. Sie fördern die Entspannung und regulieren das Temperaturempfinden â ein einfaches Hausmittel mit groĂer Wirkung.
Asiatische Pflanzen im Fokus
In Zentralvietnam erreichten die Temperaturen Mitte Juli bis zu 38 Grad. Kein Wunder, dass die traditionelle Medizin dort auf lokale KrÀuter setzt:
SternfruchtblÀtter enthalten Flavonoide, Tannine und Saponine. Ein Aufguss aus 100 bis 200 Gramm frischen BlÀttern hilft als Tee oder Kompresse gegen Juckreiz und innere Hitze.
Schwarze Bohnen wirken kĂŒhlend und entgiftend. Geröstetes Bohnenwasser â 50 bis 100 Gramm auf eine Abkochung â oder Kombinationen mit LotusblĂ€ttern und Reis sollen thermisch entlasten.
Wasserknöterich (Polygonum hydropiper) enthĂ€lt Ă€therische Ăle mit Methylthymol. In Dosierungen von 15 bis 20 Gramm pro Tag wird die Pflanze traditionell bei Fieber und Atembeschwerden eingesetzt.
Gardenie: Mehr als nur KĂŒhlung
Die wissenschaftliche Forschung entdeckt immer neue Potenziale. Eine Studie im Chinese Journal of Natural Medicine zeigt: Extrakte der GardenienblĂŒte â besonders Geniposid und Gardenosid â verbessern das GedĂ€chtnis. Das ist vor allem fĂŒr die Alzheimer-Forschung relevant.
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Ein Forschungsinstitut fĂŒr traditionelle Medizin bestĂ€tigt zudem antibakterielle und stresslindernde Wirkungen der Gardenie. Die Pflanze könnte also doppelt nĂŒtzlich sein.
Hibiskus fĂŒrs Herz
Dem Hibiskus (Atiso ??) wird eine signifikante Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System zugeschrieben. Durch die Hemmung des ACE-Enzyms senkt die Pflanze den Blutdruck. Antioxidative Eigenschaften schĂŒtzen zusĂ€tzlich die Leber.
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Jasmin als Wirtschaftsfaktor
Die wirtschaftliche Dimension dieser KrĂ€uter zeigt sich am Beispiel Jasmin. In der chinesischen Region Hengzhou liefert man ĂŒber 60 Prozent des weltweiten Jasmintees. Der Industriewert erreichte 2025 ĂŒber 19 Milliarden Yuan â rund 2,8 Milliarden USD.
Das Anbausystem auf etwa 12.000 Hektar wurde 2022 von der WelternÀhrungsorganisation (FAO) als global bedeutendes kulturelles Erbe anerkannt.
Neue Trends: Oolong mit Longan
Im GetrĂ€nkesektor zeichnet sich ein Trend ab: Oolong-Tee mit frischen LonganfrĂŒchten und Kokosnuss wird zur kĂŒhlenden Alternative. Die Kombination schmeckt nicht nur erfrischend, sondern soll auch thermisch entlasten.
Neben pflanzlichen Mitteln betonen Fachleute die Bedeutung der Stressreduktion. Waldbaden (Shinrin Yoku) etwa senkt nachweislich Stresshormone und stÀrkt das Immunsystem. Die Aufnahme von Terpenen in Waldgebieten hilft indirekt bei der Regulation des körpereigenen WÀrmehaushalts.
