Homöopathie: Krankenkassen zahlen ab Januar 2027 nicht mehr
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 06:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Bundestag beschloss das am 10. Juli mit 319 Stimmen.
Das GKV-Stabilisierungsgesetz tritt voraussichtlich am 1. Januar 2027 in Kraft. Ab dann sind entsprechende Arzneimittel, Satzungsleistungen und spezielle Versorgungsverträge tabu. Eilanträge dagegen scheiterten am 9. Juli vor dem Bundesverfassungsgericht. Die betroffenen Therapierichtungen verschwinden damit weitgehend aus der solidarisch finanzierten Versorgung.
Schlechte Noten für Rückenschmerz-Webseiten
Während die Politik die Zügel anzieht, rückt die Qualität der Patienteninformation in den Fokus. Eine Studie des Physiotherapeuten Alexander Thiel (FH Campus Wien) untersuchte Webseiten zum Thema Rückenschmerz. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent der Seiten empfehlen Interventionen, die nicht den medizinischen Leitlinien entsprechen. Die Arbeit erhielt im Mai den Prof. Dr. Klingler Preis der Österreichischen Schmerzgesellschaft.
In Steyr übernahmen die Elisabethinen Linz-Wien zum 1. Juli die Führung des Zentrums für ambulante kardiologische Rehabilitation. Primar Norbert Fritsch leitet das kardiologische Zentrum medizinisch, Magdalena Wagner-Dauerböck die Verwaltung. Das Team bleibt an Bord.
Neue Wege in der Schmerztherapie
Ab Januar 2027 zahlen gesetzliche Krankenkassen keine Homöopathie mehr. Wer als Privatpatient auf Naturheilverfahren setzt, muss jetzt handeln. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie Ihre Behandlung selbst finanzieren, welche Versicherungen noch zahlen und welche Alternativen wirklich wirken. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Die OsteMed Klinik in Bremervörde hat einen Erweiterungsbau für Geriatrie und Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie eröffnet. Chefarzt Yuri Alexei Cabanillas Diaz setzt bei Patienten ab 65 Jahren auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, um die Selbstständigkeit wiederherzustellen. Ein Informationstag am 18. Juli gibt Einblicke in die neuen Behandlungsmethoden – mit dabei ist auch Dr. Vivien Lange.
In Bad Kreuznach kombiniert das Therapiezentrum Melias auf 400 Quadratmetern podologische Behandlungen mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Medizinische Fußpflege gilt als anerkanntes Heilmittel. Für Risikopatienten mit diabetischem Fußsyndrom, Neuropathie oder Querschnittslähmung übernehmen die Kassen die Kosten. Experten empfehlen Kontrollen alle sechs bis acht Wochen, um Komplikationen wie Amputationen vorzubeugen.
Curcumol hemmt Brustkrebszellen im Labor
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Die Forschung liefert neue Impulse für die begleitende Krebstherapie. Eine Studie der Guilin Medical University untersuchte den Wirkstoff Curcumol aus der Heilpflanze Curcuma kwangsiensis. In Laborversuchen stoppte die Substanz die Ausbreitung von Brustkrebszellen über spezifische Signalwege. Die Ergebnisse erschienen am 24. Juni in Phytotherapy Research. Die Forscher betonen: Weitere Studien müssen zeigen, ob sich die Ergebnisse auf die klinische Anwendung übertragen lassen.
Trotz des regulatorischen Drucks halten einige Betriebe an traditionellen Verfahren fest. Das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang pflegt die Kneipp-Tradition und erhielt dafür den DACH Spa Award 2026. Auch Kräuterführungen zu Natur-Kneipp-Becken in Büdingen oder geführte Terrainwanderungen im Waldpark von Bad Nauheim erleben eine Renaissance. Letztere basieren auf Konzepten aus dem späten 19. Jahrhundert.
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