Housesitting: Paar spart mit rund 20 Aufenthalten bis zu 30.000 Euro
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 07:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Übernachtungspreise stellen bei Urlaubs- und Fernreisen häufig den größten Ausgabenposten dar. Ratgeber verweisen vor diesem Hintergrund auf das Modell des Housesittings, mit dem Reisende ihre Unterkunftskosten gezielt einsparen können.
Das Prinzip basiert auf einer gegenseitigen Vereinbarung: Reisende wohnen kostenfrei in fremden Häusern oder Wohnungen und verpflichten sich im Gegenzug dazu, während der Abwesenheit der Eigentümer vor Ort definierte Aufgaben zu übernehmen.
Betreuung von Haus und Tieren als Gegenleistung
Zu den typischen Pflichten, die den temporären Bewohnern übertragen werden, gehört vor allem die Haustierbetreuung. Darüber hinaus zählen das regelmäßige Gießen von Pflanzen, das Rasenmähen sowie die rechtzeitige Bereitstellung der Mülltonnen zu den praktischen Anforderungen. Auch die regelmäßige Annahme der Post gehört zu den Tätigkeiten, die Reisende übernehmen, um die Immobilie bewohnt und gepflegt zu halten.
Wie hoch das Einsparpotenzial durch dieses Modell in der Praxis ausfallen kann, verdeutlicht das Beispiel des Paares Theresa und Christopher. Durch rund 20 Aufenthalte sparten die beiden nach eigenen Angaben zwischen 20.000 und 30.000 Euro an Unterkunftskosten ein.
Wer bei der Unterkunft sparen will, kann statt Hotelzimmer fremde Häuser betreuen — ein Paar kam nach eigenen Angaben mit rund 20 Aufenthalten auf 20.000 bis 30.000 Euro Ersparnis. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Aufgaben, Übergabe und Plattformwahl vorab klären. Housesitting-Guide jetzt anfordern
Ihr erster Einsatz dauerte neun Tage und umfasste die Betreuung eines Hauses mit einer Katze in Singapur. Spätere Einsätze führten zu längeren Aufenthalten: In Panama verbrachte das Paar zwei Monate in einem Haus mit Pool, Strand und einem Auto. In Thailand betreuten sie Pool-Villen, bei denen bereits eine Reinigungskraft, ein Gärtner sowie ein Poolservice vorhanden waren.
Vermittlungsplattformen und organisatorische Vorbereitung
Für die Vermittlung zwischen Immobilienbesitzern und interessierten Reisenden existieren spezialisierte Netzwerke. Als Plattformen für Housesitting werden unter anderem Trustedhousesitters und Nomador genannt. Der Zugriff auf diese Angebote ist mit Kosten verbunden: Die Mitgliedschaft liegt je nach Anbieter zwischen einmalig 25 Euro und rund 120 Euro pro Jahr.
Pflanzen gießen, Post annehmen, Haustiere versorgen: Wer fremde Häuser betreut, sollte vor der Abreise genau wissen, was auf ihn zukommt. Die Checkliste für Übergabe und schriftliche Vereinbarung verhindert Missverständnisse beim Aufenthalt. Checkliste für Übergabe und Vertrag sichern
Damit der Aufenthalt für beide Seiten reibungslos verläuft, ist eine gründliche Abstimmung vor Reiseantritt ratsam. Im Vorfeld sollten die konkreten Aufgaben sowie der genaue Ablauf der Übergabe detailliert geklärt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die getroffenen Vereinbarungen in einem schriftlichen Vertrag festzuhalten, um Missverständnissen während des Aufenthalts vorzubeugen.
