Hülsenfrüchte, Bluthochdruck

Hülsenfrüchte senken Bluthochdruck um 30%: Neue Ernährungsstudien

01.06.2026 - 03:35:01 | boerse-global.de

Pflanzliche Wirkstoffe wie Silymarin und Artischocke gewinnen zur Unterstützung der Leberfunktion an Bedeutung. Neue Präparate kombinieren diese mit Cholin und Zink.

Hülsenfrüchte senken Bluthochdruck um 30%: Neue Ernährungsstudien - Foto: über boerse-global.de
Hülsenfrüchte senken Bluthochdruck um 30%: Neue Ernährungsstudien - Foto: über boerse-global.de

Lebererkrankungen wie die Fettleber verlaufen oft schmerzfrei und ohne Warnsignale. Pflanzliche Wirkstoffe zur Unterstützung der Organfunktion gewinnen daher an Bedeutung. Besonders die Kombination aus Mariendistel und Artischocke wird zur Regeneration und Stoffwechseloptimierung eingesetzt.

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Wie Silymarin und Artischocke wirken

Die Mariendistel und ihr Wirkstoffkomplex Silymarin sollen die Leberregeneration unterstützen. Fachleute betonen: Silymarin kann Leberzellen schützen und deren Erneuerung fördern. Die Wirkung entfaltet sich meist über einen längeren Zeitraum – nicht unmittelbar.

Artischockenextrakt ergänzt diesen Effekt. Er regt den Gallenfluss an und hilft bei Völlegefühl oder Blähungen. Zusammen zielen beide Pflanzenstoffe darauf ab, die Entgiftungsfunktion der Leber und die Fettverdauung zu verbessern. Etablierte Präparate sind etwa Silymarin STADA, Legalon forte oder Hepar-SL.

Was moderne Präparate enthalten

Der Markt für Leber- und Gallepräparate zeigt eine große Preisspanne: von unter 5 Euro bis über 50 Euro. Ein weit verbreitetes Kombinationspräparat von Perrigo Deutschland besteht zu 40,2 Prozent aus Mariendistelöl und zu 26,8 Prozent aus Artischockenblätter-Extrakt, ergänzt durch Vitamin E.

Neuere Formulierungen kombinieren die Pflanzenextrakte mit anderen stoffwechselaktiven Substanzen:

  • Cholin: Trägt zu normaler Leberfunktion und regulärem Fettstoffwechsel bei. Dosierung: etwa 82,5 mg pro Tagesdosis.
  • Zink: Unterstützt den Kohlenhydrat- und Fettsäure-Stoffwechsel.
  • Selen: Wird teilweise zur Unterstützung der Schilddrüsenfunktion beigefügt.

Neben Kapseln gibt es flüssige Darreichungsformen wie Stoffwechsel-Shots mit L-Carnitin oder Löwenzahn.

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Warum die Leber immer mehr Aufmerksamkeit braucht

Die Relevanz von Leberpräparaten wird durch veränderte Ernährungsgewohnheiten unterstrichen. Experten warnen: Industriell hergestellter Fruchtzucker (Fructosesirup) in Softdrinks und Fertigprodukten überlastet die Leber und kann zur Fettleber führen.

Parallel zeigen wissenschaftliche Untersuchungen die Bedeutung einer ganzheitlichen Stoffwechselbetrachtung. Eine Studie des Netzwerks BMJ Nutrition Prevention & Health deutet darauf hin: Eine Ernährung reich an Hülsenfrüchten senkt das Risiko für Bluthochdruck um bis zu 30 Prozent. Empfohlen werden 65 bis 100 Gramm täglich – der europäische Durchschnitt liegt bei 8 bis 15 Gramm.

Auch die Forschung zur Immunseneszenz liefert neue Hintergründe. Erkenntnisse aus dem Frühjahr 2026 legen nahe: Das Immunsystem verliert mit zunehmendem Alter die Kontrolle über die Darmflora. Das begünstigt chronische Entzündungen und belastet die Entgiftungsorgane wie die Leber indirekt.

Die Umbenennung des Polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) in Polyendokrines Metabolisch-Ovarielles Syndrom (PMOS) unterstreicht den Trend: Hormonelle Störungen werden zunehmend als systemische Stoffwechselerkrankungen eingestuft. Eine stabile Leberfunktion wird damit noch wichtiger.

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