Humanoide Roboter: AGIBOT schafft 99,99% Erfolgsquote bei 64.800 Aufgaben
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 02:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Seit dem 10. Juli 2024 lÀuft rund um die Uhr ein interaktiver Livestream mit dem humanoiden Roboter ADAM. Nutzer können in Echtzeit mit der KI chatten und die FÀhigkeiten des Systems testen.
Was steckt hinter dem Dauerstream?
ADAM ist kein gewöhnlicher Roboter. Er arbeitet mit der Nvidia Jetson Thor-Plattform und der Nvidia Isaac-Software â einer der leistungsfĂ€higsten Kombinationen fĂŒr humanoide Robotik. Das System verarbeitet natĂŒrliche Sprache und reagiert nahezu verzögerungsfrei auf Fragen.
Die UnternehmensfĂŒhrung um CEO Wayne Huang und COO Phil Zheng sieht in dem Livestream einen wichtigen Schritt: âWir zeigen, dass ADAM eigenstĂ€ndig agieren kann â ohne menschliche Kontrolle im Hintergrund."
Der Roboter ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits Ende Juni war er auf der HITEC 2026 zu sehen, zuvor auf der Messe des US-Gastronomieverbands NRA.
Branche setzt auf Live-Beweise
Richtech Robotics ist nicht allein mit dieser Strategie. Immer mehr Hersteller nutzen Langzeit-Streams, um die ZuverlĂ€ssigkeit ihrer Systeme zu belegen. Ein Trend, der auch fĂŒr deutsche Unternehmen wie Kuka oder Franka Emika interessant sein dĂŒrfte.
Erst am 9. Juli beendete die chinesische Firma AGIBOT einen sechstĂ€gigen Dauerstream aus einer Fabrik in Nanchang. Die Bilanz: 99,99 Prozent Erfolgsquote bei ĂŒber 64.800 Aufgaben. Die Roboter produzierten dabei mehr als 17.600 Tablets.
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Noch spektakulĂ€rer war der Auftritt von Figure AI. Dessen Roboter Figure 03 arbeitete Anfang Mai fast eine Woche lang autonom â ohne einen einzigen menschlichen Eingriff. Er scannte Barcodes und verpackte Pakete auf einem Förderband.
Neue Konkurrenz aus China
Der Markt fĂŒr humanoide Roboter boomt. Am 30. Juni brachte UBTech in Shenzhen die U1-Serie auf den Markt â hyperrealistische Roboter mit 88 Freiheitsgraden und emotionsfĂ€higen KI-Modellen. Die Preise liegen zwischen umgerechnet rund 25.000 und 165.000 Euro. Zum Start verbuchte UBTech ĂŒber 13.300 Vorbestellungen.
Weitere Neuheiten der letzten Tage:
- Chunshuitang startete am 9. Juli einen Begleitroboter fĂŒr Endkunden. Die Auslieferung beginnt am 1. August.
- 1X prĂ€sentierte am 10. Juli den humanoiden Neo mit sehnenbasierten HĂ€nden â sie heben prĂ€zise bis zu neun Kilogramm.
- Das europÀische Startup UMA zeigte auf dem Machina Summit seinen ersten Humanoiden mit Echtzeit-Lernarchitektur.
- Boston Dynamics lieĂ den Roboter Atlas wĂ€hrend eines WM-Spiels Torjubel zelebrieren und AusrĂŒstung anreichen.
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Richtech: Finanziell noch im Aufbau
Die Zahlen des Unternehmens sind verhalten. FĂŒr 2025 meldete Richtech Robotics einen Umsatz von 4,6 Millionen Euro bei einem Nettoverlust von 14,7 Millionen Euro. Die Aktie notiert aktuell bei umgerechnet rund 2,60 Euro â weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von knapp 7 Euro.
Mitte Juni gab es zudem eine Mahnung der Nasdaq wegen verspĂ€teter Quartalszahlen. Dennoch baut das Unternehmen weiter aus: Ein neues Lager in Las Vegas soll die Logistik stĂ€rken. Gleichzeitig expandiert Richtech nach Europa und arbeitet mit SoundHound AI an besseren SprachfĂ€higkeiten fĂŒr seine Roboter.
Ob der Dauerstream am Ende mehr ist als ein PR-Gag? Das wird sich zeigen. Die Branche beobachtet genau, ob ADAM die 24-Stunden-Herausforderung meistert â und ob die Zuschauer dranbleiben.
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