Hundebesitzer, Irische

Hundebesitzer stĂĽrzen seltener: Irische Studie belegt Schutzeffekt

26.05.2026 - 01:30:14 | boerse-global.de

Studien belegen positive Effekte von Hunden auf die Psyche. Neue Programme starten international, doch in Deutschland fehlen offizielle Zertifizierungsstellen.

Hundebesitzer stĂĽrzen seltener: Irische Studie belegt Schutzeffekt - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Hundebesitzer stĂĽrzen seltener: Irische Studie belegt Schutzeffekt - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Immer mehr Studien belegen die positive Wirkung auf die menschliche Psyche. Doch während internationale Einrichtungen neue Programme starten, klafft in Deutschland eine Lücke bei der Zertifizierung.

Wissenschaft belegt: Hunde senken Stresshormone

Die Forschung ist eindeutig: Der Kontakt mit Hunden senkt den Cortisolspiegel und fördert die Ausschüttung von Oxytocin – dem Bindungshormon. Das reduziert nicht nur Stress, sondern stärkt auch das allgemeine Wohlbefinden.

Besonders profitieren Kinder und Senioren. Eine spanische Studie aus 2021 zeigte: Kinder, die mit Hunden aufwachsen, entwickeln bessere sozio-emotionale Fähigkeiten. Und eine irische Langzeitstudie von 2025 belegte: Ältere Hundebesitzer stürzen seltener. Der Grund? Sie bewegen sich mehr.

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Neue Programme: Therapiehunde für Rettungskräfte

Die Nachfrage nach professionell ausgebildeten Hunden steigt. Ende Mai 2026 startete AdventHealth in Georgia ein Programm mit einem zwölf Wochen alten Goldendoodle namens Winston. Der Welpe soll Sanitäter im Einsatz psychisch entlasten. Finanziert wird das Ganze über eine interne Stiftung.

Auch in Florida entstehen neue Trainingsprogramme. Ein achtwöchiger Vorbereitungskurs für Therapiehunde wurde dort vorgestellt. Ziel: Hund und Halter gezielt auf die Zertifizierung vorbereiten.

Experten wie Kate Kitchenham setzen dabei auf moderne Methoden. Der Ansatz „Do as I do“ – Lernen durch Nachahmung – fördert die Aufmerksamkeit des Hundes und vertieft die Kooperation. Voraussetzung: Das Tier beherrscht bereits grundlegende Kommandos.

Deutschland: Zertifizierung bleibt Problem

Trotz der wissenschaftlichen Belege hinkt Deutschland hinterher. Ein NDR-Bericht vom Mai 2026 zeigt das Problem: Es fehlen offizielle Stellen für den Abschluss der Assistenzhunde-Ausbildung. Am Beispiel einer Hundehalterin aus Pansdorf wird deutlich: Selbst speziell ausgebildete Tiere wie der Hund „Pille“ bekommen keinen staatlich anerkannten Status.

Das hat rechtliche und finanzielle Konsequenzen für die Betroffenen. Ohne offizielle Zertifizierung fehlen klare Regelungen – etwa beim Zugang zu öffentlichen Einrichtungen.

Tierschutz und Eignung: Nicht jeder Hund ist geeignet

Die Gebäude um Therapiehunde hat auch eine Tierschutz-Seite. Am 12. Mai 2026 unterzeichnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis neue Gesetze zum Schutz von Haustieren vor Tierquälerei.

Und nicht jeder Hund eignet sich für den Therapie-Einsatz. Das Team um Martin Rütter startete am 24. Mai einen Aufruf für den Dobermann-Rüden Amor. Der Fall zeigt: Reizempfindliche Tiere brauchen erfahrene Halter. Eine fundierte Wesenseinschätzung ist zwingend nötig.

Mentale Gesundheit: Ein breiterer Trend

Die Nutzung von Therapiehunden ist Teil eines größeren Trends. Immer mehr rückt die mentale Fitness in den Fokus der Gesundheitsvorsorge. So wurde im Mai 2026 ein neues Supplement auf Basis von Kakaoflavanolen eingeführt, das auf Harvard-Studien basiert.

Auch Gartenarbeit wirkt nachweislich auf die Psyche. Eine YouGov-Umfrage ergab: 63 Prozent der Deutschen spüren positive Effekte. Forscher der Columbia University bestätigen eine messbare Senkung des Cortisolspiegels.

Kreative Aktivitäten zeigen ähnliche Wirkung. Eine britische Studie des University College London mit über 3.500 Teilnehmern belegte: Regelmäßige kulturelle Tätigkeiten verlangsamen Alterungsprozesse in der DNA. Bei wöchentlicher Ausübung wurde eine um vier Prozent langsamere Alterung festgestellt – vergleichbar mit regelmäßigem Sport.

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Ausblick: Wachstum erwartet – wenn die Regeln folgen

Die Integration von Hunden in Gesundheits- und Rettungswesen wird sich weiter intensivieren. Voraussetzung: Die regulatorischen Rahmenbedingungen mĂĽssen angepasst werden.

Veranstaltungen wie der AOK PLUS Erlebnistag Ende Mai 2026 in Dresden zeigen das wachsende Bewusstsein fĂĽr mentale Gesundheit. Die gesellschaftliche Akzeptanz fĂĽr alternative Therapieformen steigt.

Doch die entscheidenden Faktoren bleiben: klare Prüfstandards und ein Ausbau der Zertifizierungsstellen in Deutschland. Projekte wie die Jubiläumskooperation der ARA Flugrettung im Sommer 2026 zeigen, wie Partnerschaften Mittel generieren können. Die institutionelle Unterstützung für Assistenzhunde-Teams muss folgen. Die Wissenschaft liefert die Belege – jetzt sind die Behörden am Zug.

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