Hundesupplements: 49% der Halter setzen auf Krankheitsvorbeugung
19.06.2026 - 13:08:56 | boerse-global.de
Treiber ist der Trend zur Humanisierung von Haustieren.
Auf der Messe Interzoo in NĂŒrnberg trafen sich im Mai rund 39.000 Fachbesucher aus 130 LĂ€ndern. Das Thema prĂ€ventive Tiergesundheit wurde dort als globaler Motor der Branche identifiziert.
Warum Halter zu Supplements greifen
Anzeige: Immer mehr Hundehalter setzen auf Vorsorge â doch welches Supplement ist das richtige? Unser Ratgeber verrĂ€t die 5 wichtigsten PrĂ€parate und gibt Tipps zur Stressvorbeugung. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Die Motivation hat sich verschoben: Immer mehr Tierhalter setzen auf Vorsorge. Eine Studie des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag der Berliner Marke Mammaly zeigt: FĂŒr 49 Prozent der Befragten ist Krankheitsvorbeugung der Hauptgrund fĂŒr Supplements.
46 Prozent der Nicht-Nutzer gehen dagegen davon aus, dass ihre Tiere alle NĂ€hrstoffe bereits ĂŒber das normale Futter bekommen.
Mammaly hat sich als fĂŒhrende Direct-to-Consumer-Marke im deutschsprachigen Raum etabliert. Das Unternehmen entwickelt Produkte mit TierĂ€rzten und erreicht eine Community von ĂŒber 500.000 Hunden. Mittlerweile sind die Produkte in mehr als 650 Fressnapf-Filialen erhĂ€ltlich.
Wenn Stress krank macht
Bei Katzen kann chronischer Stress zu einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel fĂŒhren. Die Folge: Erkrankungen wie die feline idiopathische Cystitis (FIC) â eine schmerzhafte BlasenentzĂŒndung ohne bakterielle Ursache. Besonders bei Katern kann sie lebensbedrohlich verlaufen.
Auch bei Hunden sind Stress und falsche ErnĂ€hrung Auslöser fĂŒr gesundheitliche Probleme. Sodbrennen und Reflux Ă€uĂern sich durch hĂ€ufiges Schmatzen, Schlucken oder Erbrechen von weiĂem Schaum. Experten fĂŒhren das auf FuttermittelunvertrĂ€glichkeiten oder fettreiche ErnĂ€hrung zurĂŒck.
Können Haustiere wirklich Stress nehmen?
Eine niederlĂ€ndische Studie in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology hat die psychologische Wirkung von Haustieren untersucht. 188 Hunde- und Katzenhalter wurden fĂŒnf Tage lang befragt.
Das Ergebnis: Interaktionen mit Tieren heben zwar die Stimmung im Alltag. In akuten Stressmomenten bieten sie jedoch keinen messbaren Puffer-Effekt. Bei Katzenhaltern verstĂ€rkte intensiver Kontakt in Stresssituationen sogar leicht die negativen GefĂŒhle. Die Forscher betonen: Die Studie zeigt statistische ZusammenhĂ€nge, keine direkten KausalitĂ€ten.
Was die Branche als nÀchstes plant
Anzeige: Stress und falsche ErnĂ€hrung können bei Hunden zu Sodbrennen und Reflux fĂŒhren. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Supplements vorbeugen â inklusive Experten-Tipps zur Auswahl. Vorsorge-Ratgeber jetzt sichern
Die Produktentwicklung orientiert sich zunehmend an Standards aus der Humanmedizin. Gefragt sind Inhaltsstoffe mit wissenschaftlich belegter Wirkung â fĂŒr Gelenke, Darmflora oder kognitive Funktionen im Alter.
Aktuelle Lösungen: Pflanzliche Mittel mit Baldrian, Passionsblume oder Magnesium zur Beruhigung. Oder spezielle PrĂ€parate fĂŒr die Leberfunktion mit Siliphos fĂŒr eine verbesserte Aufnahme.
Branchenkenner wie Mary Joe Fernandez von Layn Natural Ingredients sehen trotz des Wachstums LĂŒcken. Es fehlen robuste Langzeitstudien zur Wirksamkeit. GroĂe Potenziale liegen im Bereich des gesunden Alterns, der Personalisierung und in speziellen Angeboten fĂŒr Katzen. Auch innovative Darreichungsformen wie weiche Kausnacks ohne kĂŒnstliche Aromen gewinnen an Bedeutung.
