HyperOS 4: Xiaomi startet Android-17-System mit Rust-Sicherheit
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 21:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der chinesische Smartphone-Riese Xiaomi hat eine umfassende Update-Welle gestartet. Noch im Juli erhalten Dutzende Geräte das neue Sicherheitspaket – parallel bereitet der Konzern den Start von HyperOS 4 vor. Für zehn ältere Modelle ist dagegen endgültig Schluss.
HyperOS 4: Liquid Glass und Android 17
Xiaomi wird HyperOS 4 voraussichtlich im August 2026 vorstellen. Ursprünglich war der Launch für Juli geplant, doch der Konzern verschob ihn leicht nach hinten. Das neue Betriebssystem basiert auf Android 17 und bringt eine komplett überarbeitete Architektur mit.
Besonders spannend: Xiaomi setzt erstmals auf Rust-basierte Systemanwendungen. Die Programmiersprache gilt als sicherer und stabiler als klassisches C++ – ein klarer Vorteil für den Schutz vor Sicherheitslücken.
Technische Vorschauen vom 25. Juli zeigen das neue Design-Konzept Liquid Glass. Die Optik setzt auf transparente Oberflächen, Echtzeit-Unschärfe-Effekte und glasartige Materialien auf dem Startbildschirm, dem Sperrbildschirm und im Kontrollzentrum. Hinzu kommen runde Schnelleinstellungen und schwebende Widgets.
Doch nicht alle sind begeistert: Branchenbeobachter fragen sich, ob Mittelklasse-Geräte die aufwendigen Animationen flüssig darstellen können. Das dürfte vor allem für die Redmi- und POCO-Reihen relevant sein.
Juli-Patch für 58 Geräte – Support-Ende für zehn Modelle
Die Sicherheitsaktualisierung vom Juli 2026 rollt aktuell an 58 Geräte aus – darunter Modelle aus den Reihen Xiaomi, Redmi und POCO. Der Patch schließt Lücken im Linux-Kernel, im System-Framework und bei Media-Codecs.
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Das Redmi Pad SE 8.7 Wi-Fi war eines der ersten Geräte, das das Update im Europäischen Wirtschaftsraum erhielt. Auch das Xiaomi 14 Ultra, das POCO X7 und das Redmi Note 14 Pro sind mit dabei.
Doch es gibt auch eine traurige Nachricht: Am 25. Juli 2026 stellte Xiaomi den support für zehn Geräte endgültig ein. Diese Modelle erhalten keine Updates oder Sicherheitspatches mehr:
- Xiaomi 12, 12 Pro und 12S Ultra
- POCO X5 und X5 Pro
- Redmi K60E und Redmi 10 5G
- Xiaomi Pad 6, Pad 6 Pro und Pad 6 Max
Besitzer dieser Geräte sollten über einen Wechsel nachdenken – Sicherheitslücken bleiben künftig ungeschlossen.
MIX Fold 5: Neues Foldable mit eigenem Chip
Regulierungsbehörden haben im Juli ein neues Flaggschiff-Modell mit der Nummer 2608BPX34C zertifiziert. Brancheninsider gehen davon aus, dass es sich um das MIX Fold 5 handelt. Das Gerät unterstützt 67-Watt-Schnellladung, Ultra-Wideband (UWB) und 5G.
Das Highlight: Das Foldable könnte mit Xiaomis hauseigenem Xuanjie O3-Chip erscheinen. Der Prozessor wird bei TSMC im 3nm-Verfahren gefertigt und taktet mit einem Prime-Core von 4,05 GHz. Er soll verschiedene KI-Modelle unterstützen – darunter das Xiaomi Large Model, DeepSeek, Zhipu AI und ERNIE.
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Das MIX Fold 5 wird voraussichtlich zusammen mit HyperOS 4 auf den Markt kommen.
Bugfixes und Beta-Programm
Am 24. Juli veröffentlichte Xiaomi einen wöchentlichen Bug-Report. Acht größere Systemfehler wurden behoben – darunter:
- Benachrichtigungsverzögerungen beim Xiaomi 17 Ultra
- Fehler bei Dynamic Photos auf dem 17 Pro
- Systemupdate-Fehler beim Xiaomi 15
- App-Abstürze auf dem Pad 8 Pro
Für Early Adopters gibt es gute Nachrichten: Am 25. Juli erschien ein HyperOS 3.1-Spezial-Beta-Update für das Xiaomi 15 im Europäischen Wirtschaftsraum. Das 93 Megabyte große Paket enthält bereits den Juli-Sicherheitspatch – allerdings nur für einen kleinen Testerkreis.
Zeitplan: Wann kommt die stabile Version?
Der Ausblick auf die kommenden Monate zeigt einen klaren Fahrplan:
- September 2026: Beta-Versionen für Xiaomi 17T und 15-Serie
- Oktober/November 2026: Stabile Veröffentlichungen für diese Modelle
- November/Dezember 2026: Beta-Zugang für POCO- und Redmi-Note-Geräte
- Anfang 2027: Stabile Versionen für die Mittelklasse
Xiaomi-Fans müssen sich also noch etwas gedulden – doch die Aussichten sind vielversprechend. Mit HyperOS 4, dem neuen Liquid-Glass-Design und dem hauseigenen Chip will der Konzern im Premium-Segment angreifen. Ob das gelingt, wird sich im August zeigen.
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