Hyrox-Boom, Sportler

Hyrox-Boom: 8.000 Sportler beim Wettkampf-Wochenende in Köln

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 00:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Hyrox verzeichnet Rekordzahlen, während Xenom mit Millionen-Finanzierung in den Markt drängt. Spezialschuhe bleiben umstritten.

Hyrox vs. Xenom: Wettkampf der funktionellen Fitness-Formate
Athleten bei einem Hyrox-Wettkampf, die eine Kombination aus Laufen und Kraftübungen in einer dynamischen Arena absolvieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während Hyrox seine Teilnehmerzahlen massiv steigert, drängt mit Xenom ein hochdotierter Konkurrent ins Geschäft. Der Wandel vom Breitensport zum kommerziellen Wettbewerbsökosystem ist in vollem Gange.

Hyrox etabliert sich als Massenphänomen

Das aus Deutschland stammende Format Hyrox kombiniert Laufen mit funktionellen Kraftstationen – und erreicht neue Rekorde. Bei der Fibo-Messe in Köln nahmen im Frühjahr 2026 knapp 8.000 Sportler an einem einzelnen Rennwochenende teil.

Die internationale Expansion läuft parallel. Neben Wettbewerben in Nordamerika, etwa in Ottawa, erschließt Hyrox zunehmend den asiatischen Markt. Der taiwanische Schauspieler Qiu Yuchen absolvierte nach monatelanger Vorbereitung seinen ersten Wettkampf in Hangzhou.

Der Sport zieht alle Altersklassen an. Die 60-jährige Britin Martina McIntyre, ehemalige Hebamme, vertrat ihr Land bei den Weltmeisterschaften in Stockholm. Sie qualifizierte sich in London mit einer Zeit von 1:23 Stunden in ihrer Alterskategorie.

Xenom mischt den Markt auf

Mit Xenom formiert sich neue Konkurrenz. Gründer Keith Barlow setzt auf ein Format mit zehn Disziplinen – darunter Gewichtheben, Kurzstreckenläufe und Handstand-Liegestütze. Barlow investierte eigenen Angaben zufolge über eine Million US-Dollar Eigenkapital in das Projekt.

Dazu kommt eine Finanzierung von 15 Millionen US-Dollar. Zu den Geldgebern zählt die Investmentfirma WndrCo des Medienmanagers Jeffrey Katzenberg. Mit Teilnahmegebühren zwischen 500 und 700 US-Dollar positioniert sich Xenom im Premiumsegment.

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Nach ersten Veranstaltungen in den USA plant das Unternehmen Expansionen nach London und Miami. Barlow war zuvor maßgeblich am Aufbau des Hyrox-Teilnehmernetzwerks auf rund 1,6 Millionen Personen beteiligt.

Spezialausrüstung unter Kritik

Die Industrie reagiert auf den Trend mit spezialisierten Produkten. Puma brachte Anfang des Jahres den Deviate Nitro Elite auf den Markt – einen Schuh, der explizit für Hyrox-Wettkämpfe entwickelt wurde. Das Modell kombiniert eine Carbonfaser-Platte mit spezieller Dämpfungstechnologie.

Doch in Fachkreisen gibt es Kritik. Tester bemängeln, dass die hohe Sohle und die Carbonplatte bei Übungen wie dem Schieben von Gewichtsschlitten oder Arbeiten mit Medizinbällen zu Instabilitäten führen können. Die Sinnhaftigkeit hochpreisiger Spezialschuhe für die vielfältigen Wettkampfbelastungen bleibt umstritten.

Lokale Events boomen

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Neben den internationalen Großevents zeigt sich der Trend auch auf lokaler Ebene. In Mönchengladbach organisierte das Fitnessstudio Kraftkultur im Juli ein Event – eine Plattform abseits der großen Messehallen.

Parallel verzeichnen auch klassische Ausdauersportarten Zulauf. Ein Triathlon in Bochum erreichte Mitte Juli mit fast 1.000 Teilnehmern ein Rekordniveau. Erstmals gab es dort einen eigenen Wettbewerb für Schüler.

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